|
Manfred Sparr |
HAK Bregenz |
|
Katharina Bachmann |
HAK Feldkirch |
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Maria Dür |
HLT Bludenz |
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Rudolf Mayerhofer |
HTL Bregenz |
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Günter Scheffknecht |
BAKIP Feldkirch |
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Jasmine Pfiffner |
HAK Bregenz |
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Roswitha Fessler |
HTL Dornbirn |
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Michael Greifeneder |
HAK Bludenz |
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Margarethe Kathan |
HLW Feldkirch |
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Maria Sandholzer |
HTL Rankweil |
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Horst Hartmann |
HAK Lustenau |
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Ingrid Grass |
HLT Bludenz |
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Elisabeth Allgäuer - Hackl |
HLW Rankweil |
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Thomas Sperger |
HAK Bregenz |
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Christoph Büsel |
HTL Rankweil |
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Kurt Maghörndl |
HAK Feldkirch |
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Josef Mitteregger |
HAK Bregenz |
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Frieda Schöpf |
HTL Dornbirn |
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Monika Wolfmeyer |
HAK Bludenz |
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Gabriele Lechhab |
HAK Feldkirch |
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Adolf Winkler |
HLT Bludenz |
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Helmut Eisele |
HAK Bregenz |
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Christof Thurnher |
HTL Bregenz |
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Manfred Hagen |
HAK Lustenau |
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Paul Koch |
SOB Bregenz |
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Michael Vögel |
HAK Bregenz |
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Anton Heinzle |
HTL Dornbirn |
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Werner Mathis |
HAK Bregenz |
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Veronika Lattner |
HLT Bludenz |
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Guntram Schlatter |
HAK Bludenz |
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Markus Erath |
HAK Bregenz |
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Franz Josef Hechenberger |
HTL Dornbirn |
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Klaus Haunschmid |
HAK Bregenz |
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Hannerose Koch-Holzer |
BAKIP Feldkirch |
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Astrid Battisti |
HAK Bludenz |
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Herbert Gstöhl |
HAK Bregenz |
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Sigrun Bertel |
HLT Bludenz |
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Wolfgang Winkler |
HAK Bregenz |
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Renate Sparr |
BAKIP Feldkirch |
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Hugo Mackowitz |
HAK Bludenz |
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Joachim Wiesner |
HAK Bregenz |
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Sieglinde Metzler - Neuner |
HAK Feldkirch |
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Michaela Bereuter |
HAK Bregenz |
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Edwin Sander |
HAK Bludenz |
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Gernot Kiermayr-Egger |
HAK Bregenz |
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Claudia Vögel |
HAK Bregenz |
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Doris Wolf |
HTL Dornbirn |
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Günter Berger |
HAK Bregenz |
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Diethard Frei |
HAK Bludenz |
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Gerhard Pusnik |
GYS Feldkirch |
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Sabine Mathis |
BG Bregenz Blumenstraße |
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Gerhard Rüdisser |
BG Bregenz Gallusstraße |
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Wolfgang Maurer |
BG Bludenz |
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Andreas Natter |
PG Mehrerau |
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Edeltraud Mathis |
BRG Dornbirn Schoren |
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Michael Schelling |
BORG Lauterach |
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Robert Sutterlütti + |
BG Lustenau |
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Dietmar Sigmund |
BORG Götzis |
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Markus Amann |
BG / BRG Feldkirch |
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Thomas Mittelberger |
BG Bregenz Gallusstraße |
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Aly Elghoubashy |
GYS Feldkirch |
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Andreas Thurnher |
Sportgymnasium Dornbirn |
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Elisabeth Mathis |
BG Dornbirn |
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Heinz Hartmann |
BG / BRG Feldkirch |
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Charlotte Mayrhauser-Berger |
BG Lustenau |
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Anton Schneider |
BG Dornbirn |
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Klaus Peter |
BRG Dornbirn Schoren |
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Karin Fritz |
BG Bludenz |
|
Gerhard Petter |
BORG Götzis |
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Sabine Lenz-Johann |
BG Bregenz Gallusstraße |
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Manfred Dünser |
BRG Dornbirn Schoren |
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Rita Berchtold |
BG Bregenz Blumenstraße |
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Werner Bundschuh |
BG Dornbirn |
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Gabriele Burtscher |
BG Bregenz Gallusstraße |
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Martin Dür |
BG Bludenz |
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Annette Widmann |
BORG Lauterach |
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Klaus Fessler |
BG Dornbirn |
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Christine Fliesser |
BG Bregenz Blumenstraße |
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Walter Müller |
PG Mehrerau |
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Andreas Gabriel |
BG Dornbirn |
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Markus Riedmann |
BRG Dornbirn Schoren |
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Karlheinz Galehr |
GYS Feldkirch |
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Martina Thaler-Schönfeld |
BG Bregenz Blumenstraße |
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Franz Kabelka |
BG / BRG Feldkirch |
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Ingrid Nachtschatt |
BG Bregenz Gallusstraße |
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Margot Stadelmann |
BG Lustenau |
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Josef Thaler |
BG Bregenz Gallusstraße |
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Walter Rigger |
BG Dornbirn |
Ein Siebtel weniger Pension als bisher
Die Qualität und Kompetenz einer Regierung erkennt man an der Transparenz ihrer Entscheidungen.
a) Wer sich selber ein Bild von der derzeitigen Regierungsmannschaft und der fcg (ÖVP-Fraktion in der GÖD) machen will,
b) wer 1954 oder später geboren ist und überlegt oder den Nachkauf schon beantragt hat, um die 37,5 Versicherungsjahre bis 62 zu erreichen: bitte nochmal überlegen und den Artikel auf der Startseite lesen.
Altersteilzeit für Beamte:
Ab 1. Jänner 2011 ist die nachträgliche Bezahlung nicht mehr möglich. Wer für eine Teilzeitbeschäftigung seit September 2009 den vollen Pensionsbeitrag entrichten möchte, muss JETZT den Antrag stellen.
Siehe auch Artikel zum Budgetbegleitgesetz.
Präsident Heinz Fischer fordert überfällige Strukturreformen im Bildungswesen ein und spricht sich für die Gesamtschule aus.
Eisig kalter Wind bläst dem letzte Häufchen verbohrter Gegner (alle ÖVP) der Gesamtschule ins Gesicht. Sie werden zwar die Einführung der Gesamtschule nicht verhindern können. Sie sind aber verantwortlich für die Verzögerungen und damit für den großen Stress der diese frühe Selektion verursacht und dem die meisten Familien mit Volkschulkindern ausgesetzt sind.
Das ist vielleicht der Grund, dass sich Fischer in der heutigen Ö1-Reihe „Im Journal zu Gast“ ganz klar auf die Seite der Befürworter der Gesamtschule stellte. Ihn hätten die Experten vom Sinn und der Wichtigkeit einer solchen Schulreform überzeugt, das auch die Abschaffung des klassischen achtjährigen Gymnasiums bedeutet. MS 18.12.10
Ende für Ausbau der Kinderbetreuung
Die Regierung stoppt die Förderung
Es war einmal, dass Wirtschaftsminister Mitterlehner (ÖVP) mehr Geld für Kinderbetreuungsplätze statt direkte finanzielle Zahlungen an die Familien als die dringend erforderliche Verbesserung der Familienpolitik in Österreich ankündigte.
Die massive Kürzung der Familienleistungen als ein Teil der Ankündigung Mitterlehners hat die Regierung im neuen Sparpaket (Bankenrettungs- finanzierungspaket) genauso konsequent umgesetzt, wie sie von mehr Geld für die Kinderbe- treuung nichts mehr wissen will. Mehr noch, Mitterlehner will die bisherige (2008 bis 2010) Förderung für den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen einstellen.
Das Ende einer erfolgreichen Geschichte, die dringend fortgesetzt werden sollte: 17.000 neue Kinderbetreuungsplätze und ganz nebenbei 6.000 neue Arbeitsplätze.
Wie kann es zu so einer fatelen Fehlentscheidung kommen? Ein Hinweis gibt vielleicht die „Selbstversorgerlogik“ des milliardenschweren Industriellen Norbert Zimmermann. Er enthüllt in einem aufschlussreichen Artikel (DerStandard -> Download) das wahre „Sittenbild“ der Reichen in Österreich. So plaudert er zum Beispiel über das Sparpaket 2010: „Es schaut aus, als ob Studenten, Pensionisten die Armen sind, tatsächlich zahlt vor allem die Wirtschaft.“ MS 17.12.10
zum Download "Der Standard" vom 12.11.2010 S 40
Korridorpensionsgeheimniskrämerei die II.
Stündlich kommen von irgendwo her neue Informationen zur Neuregelung der Korridorpension, nur nicht von denen, die uns informieren müssten. Mühsam, die Wahrheit irgendwie herauszufiltern. Aber wir lassen uns von der Verheimlichungsstrategie der Regierung und der GÖD nicht verwirren und berichten euch regelmäßig über den neuesten Stand. Wir können nicht zuwarten bis alle Informationen auf dem Tisch liegen, denn wenn das Gesetz beschlossen ist, ist es zu spät. Deshalb sind nicht alle Informationen 100%ig abgesichert. Im Groben und Ganzen sind die Auswirkungen aber eindeutig.
Unser Informationsstand in dieser teilweise nach wie vor sehr intransparente Situation:
* Alle 1953 Geborene und Ältere betrifft diese Verschlechterung nicht mehr.
* Ein Teil der Erhöhung fällt unter die sogenannte „Deckelungsregelung“, in Summe muss mit einer Kürzung der Pension (Pensionsantritt 62) um mehr als 10% gerechnet werden.
Weder nach der Regierungsklausur in Loiperdorf noch im zur Begutachtung versandten Entwurf der Budgetbegleitgesetze war von einem Eingriff in die seit 2005, bzw. mit Änderungen 2008, geltende Pensionskorridorregelung die Rede.
Doch dann dürfte bei einem Ministerrat Ende November im stillen Kämmerlein beschlossen worden sein, die Korridorpension schlagartig und tiefgreifend zu verschlechtern. Und das ohne Begutachtung, ohne Verhandlungen mit der Gewerkschaft, ohne Medieninformation, ohne Einbeziehung Betroffener. Am 9.12. folgte dann im Budgetausschuss die Zustimmung mit den Stimmen von SP und VP, wieder ohne Öffentlichkeit.
Abschläge verdreifacht
Für alle nach dem 31.12.1953 Geborenen soll der Pensionsabschlag im Pensionskorridor gemäß Pensionsgesetz etwa verdreifacht werden, wobei nur ein Teil davon unter die Deckelungsregelung fällt, in Summe aber doch bei einem Pensionsantritt mit 62 mit einer Kürzung der Pension um mehr als 10 Prozent gerechnet werden muss. Das bedeutet einen doch massiven Eingriff in die Lebensplanung von heute fast 57-jährigen Menschen. MS 16.12.10
Ein Siebtel weniger Pension -
Demontage der Korridorpension:
Die Korridorregelung – ab dem 62. Lebensjahr und 37, 5 ruhegenussfähigen Jahren – ist aufgrund der geplanten massiven Erhöhung der Abschläge nicht mehr wirklich attraktiv. Das bedeutet, dass bei einer Pensionierung mit 62 Jahren die Pension um bis zu 16,38 % gekürzt wird.
Dubiose Reaktion der fcg (ÖVP-Fraktion in der GÖD)
Weder die Regierung noch die Gewerkschaft (GÖD) informiert über diese bisher radikalste, weil kurzfristigste und tiefgreifende Kürzung der Pension. Dass die GÖD nur in einem internen fcg-Oberösterreich-Mail „Liebe Freundinnen und Freunde der FCG“, aber weder auf einer ihrer Homepages, noch in einem Rundschreiben an alle davon informiert, ist – vorsichtig formuliert – dubios und ist dazu angetan das große Misstrauen gegen Neugebauer und Co weiter zu vertiefen.
Perfide Vorgangsweise der Regierung
Laut den bisherigen Informationen soll diese dramatische Verschlechterung der Pensionsregelung im Budgetbegleitgesetz in der letzten Ministerratssitzung und am 9. Dezember im Budgetausschuss beschlossen worden sein und ohne Begutachtungsverfahren eine Nationalratsbeschlussfassung (20. Bis 22. Dezember) erfolgen. Diese Vorgansweise der Regierung bzw. der Regierungsparteien (SP und VP) ist schlichtweg perfid. NR und GÖD-Vorsitzender Neugebauer schweigt.
Mindestens 10% weniger Pension
Für alle nach dem 31.12.1953 Geborenen soll der Pensionsabschlag im Pensionskorridor gemäß Pensionsgesetz etwa verdreifacht werden, wobei nur ein Teil davon unter die Deckelungsregelung fällt, in Summe aber doch bei einem Pensionsantritt mit 62 mit einer Kürzung der Pension um mehr als 10 Prozent gerechnet werden muss. Das bedeutet einen doch massiven Eingriff in die Lebensplanung von heute fast 57-jährigen Menschen.
Die Unabhängigen Bildungsgewerkschaft UBG, Österreichischen Lehrer/innen Initiative ÖLI und VLI werden versuchen, alles noch Mögliche bis zum 22. Dezember in Bewegung zu setzen, um diesen Pensionsraub bei den 1954 und später Geborenen bekannt zu machen und die Parlamentarier zu beeinflussen, um das zu verhindern.
Danach blieben noch der VwGH und der VfGH als Hoffnung, da sie bisher so dramatische und kurzfristige Eingriffe in die Lebensplanung nicht akzeptiert haben. Die Pensionsreformen von 1997 bis 2004, 2005 und 2008 (Änderung) traten jeweils nur für die damals unter 50-jaehrigen in Kraft. Eine derartige Übergangsregelung scheint diesmal nicht geplant. MS 13.12.10
UBG und VLI zu PISA:
Unabhängige Bildungsgewerkschaft fordert als PISA-Konsequenz die längst überfällige Reform der österreichischen Schule ohne ideologische Scheuklappen!
Schluss mit dem beschämenden Polittheater!
Keine Angst vor Reformen!
Wir brauchen mehr Geld für Bildung!
Die aktuellen PISA – Ergebnisse haben einmal mehr dem österreichischen Schulsystem ein katastrophales Zeugnis ausgestellt. "Wenn jetzt wieder nur Schuldige gesucht werden, um vom eigenen Reformunwillen abzulenken, wie es Teile der ÖVP und die Betonierer in den LehrerInnengewerkschaften der GÖD praktizieren, wird der Blick auf ein rückständiges und unsoziales Schulsystem vernebelt. Es ist das österreichische Bildungs-System das dringend wirklicher Reformen bedarf. In der Diskussion um die gemeinsame Schule werden wider besseren Wissens die Meinungen von Bildungsexperten vom Tisch gewischt, nur um den Status Quo des ungerechten, differenzierten Schulsystems aufrecht zu erhalten,“ ärgert sich Gerhard Rüdisser, Obmann der Unabhängigen Bildungsgewerkschaft UBG, über die laufende Diskussion. GR+GP
ÖLI-UG und VLI legen Diskussionspapier zum Neuen Dienstrecht vor
Die ÖLI-UG und VLI haben im Rahmen eines bundesweiten Treffens der Österreichischen Lehrer/innen Initiative ein Diskussionspapier zur Reform des Lehrer/innen-Dienstrechtes erarbeitet.
Gefordert werden nachhaltige Innovationen in der Definition der LehrerInnenarbeit und ihrer bezahlungsrelevante Darstellung im LehrerInnen-Dienstrecht, der zukünftigen Leitung der Schule (gewähltes Leitungsteam auf Zeit), den Entscheidungsspielräumen der LehrerInnen-Teams, der Stärkung der Schulpartnerschaft und der Personalvertretung. Es wird großen Wert darauf gelegt, dass die Schulreform, die Dienstrechts- und Besoldungsreform ausreichende Bundesbudgetmittel brauchen und kein keinen Fall ein Vehikel für Sparmaßnahmen im Bildungsbereich sein dürfen. Denn Ausgaben für die Bildung sind Investitionen! – her mit den Bildungsmilliarden!
Die besoldungsrechtlichen Überlegungen gehen von einem einheitlichen Gehalt für alle PädagogInnen mit Universitätsausbildung aus. Konkret sind das 3.690,- Euro/Monat (altersunabhängig, Stand 2011: Brutto-Mittelwert des L1-Schemas der 24- bis 65- Jährigen). Die Argumente dafür sind einleuchtend. Gleiche Arbeitsanforderungen für alle LehrerInnen jeden Dienstalters, attraktive (Anfangs-)Bezüge für JunglehrerInnen, FachtheoretikerInnen usw., radikale und grundlegende Verwaltungsvereinfachung, jährliche Steigerung entsprechend Gehaltsabschluss (Inflation+ Wirtschaftswachstum). MS
Reden wir über die Bildung:
Ein interessanter Beitrag, der sehr gut geeignet ist, sich vom Lesen des ÖVP – Bildungsprogramms zu erholen.
Ein YouTube - Video:
RSA Animate - Changing Education Paradigms
This animate was adapted from a talk given at the RSA by Sir Ken Robinson, world-renowned education and creativity expert and recipient of the RSA's Benjamin Franklin award.
Kontrastprogramm:
„Der neue Bildungsweg“ - das neue ÖVP – Schulprogramm
Ein politisches Paradoxon: Nichts Neues und schlimmer als erwartet!
Normalerweise haben schlechte politische Programme zumindest einen Nutzen – man kann sie als Beispiel dazu verwenden, wie es ganz sicher nicht gemacht werden darf, um ein gesellschaftspolitisch wünschenswertes Ziel zu erreichen. Das neue Schulprogramm der ÖVP ist dafür unbrauchbar, weil ihm jegliche intellektuelle und fachliche Substanz bezüglich Bildungsinnovation fehlt. Oder richtiger formuliert, das neoliberale und reaktionäre „Geplapper“ soll Substanz vortäuschen. Das gelingt aber nicht. Zu ungeniert und in einer bisher noch nie erfolgten Klarheit formuliert die ÖVP, dass ihr und ihrer Klientel ein abgrundtief zynisches unsoziales Bildungssystem allemal lieber ist, als eine für alle Schichten faire Schule, die für alle eine hervorragende und nachhaltige Bildung ermöglicht. Die gesellschaftlichen Kollateralschäden als Folge ihres Tuns interessiert sie (die ÖVP) nicht. Das ist zumindest für durchschnittlich politisch Informierte inhaltlich nichts Neues. Neu ist die Offenheit, mit der eine durch reaktionäres und kleinbürgerliches Denken getragene Gesellschaftspolitik von einer in Regierungsverantwortung stehenden Partei kommuniziert wird.
Darauf gibt es eine sehr gute Antwort. -> siehe oben und DiePresse.com (unten)! MS 12.12.10
Die VLIKRAFT – Redaktion wünscht euch privat und beruflich ein gutes, erfolgreiches und glückliches Jahr 2011 und ff
Mag. (FH) Heike Haunschmid:
Wechsel in der Geschäftsführung der UBG
Nach mehr als fünf Jahren engagierter Arbeit für die UBG übergab Maria Hechenberger die Geschäftsführung an Mag. (FH) Heike Haunschmid.
Ein wesentlicher Bereich ihrer Tätigkeit ist neben vielen anderen Dingen die ’Mitgliederpflege’. Sie wird dem UBG – Vorstand auch eine wichtige Stütze bei der Organisation der zahlreichen Veranstaltungen und eine unentbehrliche Hilfe bei der Gestaltung und Zusammenstellung von Aussendungen und Berichten sein.
Der gesamte Vorstand der Unabhängigen Bildungsgewerkschaft und der Vorarlberger Lehrer/innen Initiative freut sich auf die Zusammenarbeit mit Heike. MS 13.12.10
Ergebnis Kollateralschaden:
Die ÖVP macht Bildungspolitik
Pisa - Studie: Wir erinnern uns: Im April 2009 empfahl der damalige Bundesschulsprecher, Mitglied der Schülerunion (eine Vorfeldorganisation der ÖVP), den Schüler/innen, den Pisa-Test zu boykottieren, indem sie sich „möglichst dumm“ stellen sollen. Das Ergebnis ist eine internationale Blamage, die Österreich mit der Veröffentlichung der neuen Pisa-Daten ("mit Vorbehalt") empfindlich trifft. Die Schülerunion ist auch noch stolz auf ihren Pisa - Boykott.
„Der neue Bildungsweg“ - das neue ÖVP – Schulprogramm
Dachte man, die Peinlichkeit der Pröll - Debatte über die „Verländerung“ der Lehrer/innen sei nicht zu überbieten, wird man durch das neue ÖVP-Schulprogramm eines Besseren belehrt. Es ist radikal reaktionär, unerbittlich innovationsfeindlich und spiegelt, vor allem beim Thema Gesamtschule, den abgrundtiefen Zynismus der Pröll – Dynastie wieder. Weder plagt sie ein schlechtes Gewissen, noch haben sie irgendwelchen Genier, wenn es darum geht ein sozial ungerechtes und schichtelitäres Bildungssystem einzubetonieren.
Dazu schreibt Karl Heinz Gruber in einem Kommentar im Der Standard (04.12.2010) „Eine vorhersehbare österreichische Blamage“: Aus der Sicht der europäischen Schulreformen der letzten Jahrzehnte ist "Der neue Bildungsweg" (so der Titel des ÖVP-Papiers) eher eine pädagogische Via Appia Antica: Déjà-vu, so weit das Auge reicht - Beibehaltung der Trennung von Gymnasium und Hauptschule, Umbenennung ("Aufwertung") der Hauptschule zur "Realschule", Umbenennung des Hauptschulabschlusses zur "Mittleren Reife", Umbenennung des Polytechnikums zur "Qualifizierungsschule" anstelle von Sonderschulen für Schwerstbegabte von der Art der Sir-Karl-Popper-Schule, an allen Schulen "high potential groups" für Hochbegabte ...
Mit ihrer Weigerung, aus den Mängeln der frühen Auslese die Konsequenz einer Gesamtschulreform zu ziehen, verhält sich die ÖVP so "innovativ" wie eine Bahngesellschaft, die sich krampfhaft gegen die Elektrifizierung wehrt und stattdessen den alten Dampfloks besonders windschlüpfrige Anstriche in Modefarben verpassen möchte.
Dem muss wohl nichts mehr hinzugefügt werden… MS 05.12.10
Die VLI und die Unabhängige Bildungsgewerkschaft ( UBG ) lehnen die ‚Verländerung’ des österreichischen Schulwesens vehement ab!
Dass die schwarzen Länderchefs, allen voran Erwin Pröll, mit der ’Verländerung’ des Schulwesens ihren parteipolitischen Einfluss in den Schulen sichern wollen, ist offensichtlich. Postenschacher, Proporz und Provinzialismus sind vorprogrammiert. Weder Einsparungen noch eine Qualitätsverbesserung wären damit zu erreichen.
Download -> Presseausendung MS 21.11.10
Taten statt Worte:
Androsch - Bildungsvolksbegehren
„Bildung ist Zukunft“
Rückendeckung für die zuständigen Ministerinnen gegen die „Betonierer“ will das am 5. November 2010 in Wien von Hannes Androsch vorgestellte Bildungsvolksbegehren „Bildung ist Zukunft“ geben. Von der Regierung werden Taten statt schöner Worte und Beteuerungen gefordert. Bis Jänner 2011 sollen die benötigten rund 9.000 Unterstützungserklärungen beisammen sein, um das offizielle Volksbegehren einzuleiten. Und wer mitmachen will, soll sich melden. MS 06.11.10
Kontakt: www.vbbi.at
Für den Kreidekreis (ÖLI) berichtet Peter Steiner (Foto und Text) von der Pressekonferenz am 5.11.2010 in Wien: zur ÖLI Homepage
Die VLI und UBG unterstützen die ’Plattform Zukunftsbudget’!
Am 27. November fand in Wien eine Großdemonstartion gegen die unsozialen Kürzungen und für eine zukunftsorientierte Budgetpolitik statt.
Plattform Zukunftsbudget: Kein Sparen bei Kindern, Jugend und Familien!
Wehren wir uns gegen diese zukunftsfeindlichen Maßnahmen!
Wir fordern:
Weitere Informationen: http://zukunftsbudget.at/
MS 19.11.010
Selbst die Wirtschaft, allen voran ein Hannes Androsch, hat die Notwendigkeit einer Abkehr von der bisherigen Bildungspolitik oder besser gesagt einer Verhinderungspolitik insbesondere der in Pröll’scher Geiselhaft befindlichen ÖVP erkannt. Der Aufruf an die Bevölkerung, ihre Stimme für eine „bessere“ Bildungspolitik zu erheben, muss daher von allen Kräften, die sich für eine dringend erforderliche Schulreform einsetzen unterstützt werden. FB 21.11.10
Zu den Vorstellungen des „Volksbegehren Bildungsinitiative“, nachzulesen unter www.vbbi.at haben wir von der VLI und UBG --> Ergänzungs- Präzisierungsvorschläge (download):
Unterstützung auch möglich bei: www.familienprotest.at
MS 21.11.10
Pension/Ruhestand:
Der Nachkauf von Versicherungszeiten wird empfindlich teu(r)er - eventuell schon im Dezember!
Laut Begutachtungsentwurf für das ärgerliche und peinliche Bankenpleiten - Sparpaket sollen nachgekaufte Schul- und Studienversicherungsmonate einheitlich ca. € 957 kosten.
All jene, die vor 1955 geboren sind, haben beim Nachkauf noch zusätzlich einen satten „Risikozuschlag“ zu entrichten. Je näher das tatsächliche Pensionsalter ist, kann der Beitrag auf über das Doppelte steigen.
Wann die Kundmachung jener Novelle erfolgt, mit der die Kosten für den Nachkauf von Pensionsversicherungszeiten drastisch erhöht werden soll, ist derzeit noch nicht bekannt, könnte aber, wenn es schnell geht, noch im Dezember 2010 der Fall sein. Die Begutachtungsfrist endete bereits am 16. November 2010.
Bis es soweit ist, sind für den Nachkauf von Versicherungszeiten pro Monat Schulzeit ca. € 300 und pro Studienmonat ca. € 600 zu bezahlen.
Unter welchen Voraussetzungen ist ein Nachkauf von Pensionsversicherungszeiten derzeit interessant?
Hacklerregelung – noch bis 2013 möglich:
Wer bis 2013 das 60. Lebensjahr (JG bis 1953) erreicht und 40 Beitragsjahre (45 für ASVG-versicherte Männer) beisammen hat, kann die vorteilhafte Hacklerregelung in Anspruch nehmen. Fehlen noch Beitragsjahre, können sie nachgekauft werden, jetzt noch zu den alten Preisen.
Pensionskorridor – ab 2013:
Nach Auslaufen der Hacklerregelung (2013) könnte vor allem für die Jahrgänge nach 1953 der Pensionskorridor interessant sein. Der Pensionskorridor ermöglicht eine Pensionierung (Ruhestandsversetzung) mit Abschlägen ab einem Alter von 62, wenn mindestens 37,5 Versicherungsjahren vorhanden sind (da zählen allerdings auch die angerechneten Schul-und Studienzeiten dazu). Wer bis zu seinem 62. Geburtstag die 37,5 Versicherungszeiten nicht zusammen bringt und trotzdem mit 62 den Pensionskorridor in Anspruch nehmen will, muss die fehlenden Zeiten nachkaufen. Jetzt noch zu den alten Preisen möglich.
Übrigens: Die Ausgaben für den Nachkauf der Versicherungsmonate sind von der Einkommens(Lohn)steuer absetzbar.
MS 16.11.10
Nachkauf von Schul- und Studienzeiten
Hacklerregelung:
„Lass dir gegebenenfalls mittels eines FORMLOSEN ANSUCHENS (an den LSR im Dienstweg über die Schule) mitteilen, wie viele Jahre/Monate/Tage beitragsgedeckte Gesamtdienstzeit bis zum jetzigen Zeitpunkt bei dir vorliegen und ob daher zB. bis 1.12.2013 vierzig Jahre zusammenkommen und die Hacklerregelung „lange Versicherungszeit“ genutzt werden kann und wie viele Monate SCHUL-/STUDIEN-/ARBEITSZEITEN DU ZU WELCHEM PREIS NACHKAUFEN kannst. Und schreibe gegeneben falls gleich dazu, dass du diesen Nachkauf tätigen möchtest und den Betrag in Raten bis zum Ruhestandsantritt zahlen willst.
Pensionskorridor:
Vorschlag für ein Schreiben an den LSR (im Dienstweg über die Schule):
"Ich ersuche um Mitteilung wie viele Jahre/Monate/Tage Pensionsversicherungszeit, die für den Pensionskorridor zählen, bis zum jetzigen Zeitpunkt bei mir vorliegen und ob daher bis zum Monatsersten nach meinem 62. Geburtstag (1. (hier Monat, Jahr einfügen)) die für den Pensionskorridor erforderlichen 37,5 Pensionsversicherungsjahre zusammenkommen. Falls dies nicht der Fall ist, ersuche ich um Mitteilung wie viele Monate SCHUL-/STUDIEN-/ARBEITSZEITEN ich zu WELCHEM PREIS NACHKAUFEN kann, um bis zum Beginn des Pensionskorridors 37,5 Pensionsversicherungsjahre erreicht zu haben. Ich teile hier mit, dass ich den Nachkauf der fehlenden Monate tätigen möchte und den Betrag in Raten von meinem Bezug abgezogen haben will." (Natürlich ist es auch möglich, einen späteren Monatsersten nach dem 62. Geburtstag zu nennen, zB 1.9. wegen pädagogischen Überlegungen, oder 1.12. zur Optimierung der Pensionshöhe wegen der Durchrechnung - um weniger nachkaufen zu müssen.)
Weitere Informationen:
--> Dienstrechtsskriptum (Download)
--> Info für VertragslehrerInnen
--> Siehe auch GÖD-Info vom 22.11.10
MS 31.10.10 / 16.11.10
2% bis 2,3% mehr Gehalt für die Handelsangestellten
Nach zähen Verhandlungen erhalten die Beschäftigten des Handels 2 bis 2,3 Prozent mehr Ist-Lohn (sozial gestaffelt). Dazu wurde ein Mindestlohn für Vollbeschäftigte von € 1.300,- ausverhandelt.
Zur Erinnerung: Mickrige 0,85% mehr für Beamte!
Unsere Spitzengewerkschafter, allen voran NR Neugebauer, gaben sich mit mickrigen 0,85% (für uns) zufrieden. Bravo, GÖD! Ein Tipp an das GÖD – Verhandlungsteam: Schaut nach, wie das eure Kollegen bei den Metallern und dem Handel machen! So schwierig ist das nicht.
Bis zu drei Prozent mehr Gehalt für Metaller
Nach zähen Verhandlungen erhalten die Beschäftigten in der Metallindustrie rückwirkend mit 1. November des heurigen Jahres 2,5 Prozent mehr Mindestlohn, der Ist-Lohn steigt um 2,3 Prozent. Dazu gibt es noch einen einmaligen Betrag von 45 Euro, was für die untersten Einkommen ein Plus von bis zu 3 Prozent bedeutet. Der Mindestlohn steigt (leicht) auf 1.524 Euro. Eine Arbeitszeitverkürzung kommt aber nicht.
„Als die Verhandlungsführer kurz nach sieben Uhr morgens vor die Journalisten traten, gaben sich beide Seiten erwartungsgemäß zufrieden mit dem Ergebnis." (ORF)
Mickrige 0,85% für Beamte!
Unsere Spitzengewerkschafter, allen voran NR Neugebauer, waren mit weniger als der halben Inflationsabgeltung zufrieden. Die Arbeitgeber bei den Metallern zahlen ihren Mitarbeitern deutlich mehr als die Inflationsrate – und sind auch zufrieden. Bravo, GÖD!
Beschämend
Und gestern rechneten Spitzenvertreter des Bildungsvolkbegehrens (siehe Artikel weiter unten) der Regierung vor, dass sie statt der selbst formulierten 7 Prozent des BIP für die Schulbildung nur 5,4 ausgibt (www.oeli-ug.at, Androsch-Bildungsvolksbegehren: „Taten statt Worte“). MS 06.11.10
Das Familiensparpaket benachteiligt BMHS – Schüler/innen!
Das von der Bundesregierung vorgeschlagene Sparpaket mit den massiven Änderungen im Bereich der Familienbeihilfen im BHS-Bereich sollte intensiv diskutiert werden. Wegen der längeren Ausbildung trifft diese geplante Sparmaßnahme die Absolventinnen/Absolventen der BMHS (vor allem HTL) besonders hart. Mindestens 5 Jahre Ausbildung in der Oberstufe, für die Burschen kommt noch Zivildienst oder Bundesheer dazu.
Wenn sie danach studieren wollen (z.B. Elektrotechnik, Informatik, Bauingenieurwesen, Architektur, was immer) gelten die technischen Studienrichtungen jedenfalls nicht als einfache Studien.
Die Familienbeihilfe geht sich beim Regierungsmodell jedenfalls für diese Schüler/innen nur mehr für den Batchelor aus. Jener Batchelor, der eigenständig nicht viel Wert ist, weil in Österreich damit mehr oder weniger nur der erste Studien-Abschnitt abgedeckt wird.
In diesem ersten Sudienabschnitt hören die Absolventen der HTLs großteils vieles ein zweites Mal, was sie bereits in der Schule gelernt haben und wo sie teilweise sogar schon Diplomarbeiten zum Abschluss ihrer HTL-Ausbildung gemacht haben.
Das ist Österreichische Bildungspolitik 2010.
Für die Kollegs ist die Situation noch dramatischer. Wer soll aus den Gymnasien noch in die zweijährigen Kollegs wechseln, falls er diese für eine Art „Vororientierung“ für seine Studienwahl benötigt oder benützt hat?
Es ist an der Zeit, sich aktiv an den Protesten gegen dieses unsägliche Familiensparpaket zu beteiligen!
Ergebnis der Gehaltsverhandlungen für den öffentlichen Dienst:
Unerfreulich! Aber wenigsten eine vage Andeutung einer „sozialen Staffelung“.
+ 0,85 % mind. € 25,50
Die Bezüge werden ab 1.1.2011 um 0,85 % erhöht, jedoch um mindestens € 25,50. Das bedeutet: Für all jene Bediensteten, die über € 1.420 im Monat (volle Lehrverpflichtung) verdienen, liegt die Gehaltserhöhung - trotz „sozialer Staffelung“ - unter der Inflationsrate.
Seit vielen Jahren liegen die Gehaltsabschlüsse für den öffentlichen Dienst unter denen anderer Gruppen und leider auch unter oder kaum über der Inflationsrate. Die „soziale Staffelung“ des Abschlusses ist zwar begrüßenswert, aber wenn die durchschnittliche Erhöhung von ca. 1,03%, die Geldentwertung aber bei ca. 1,8 Prozent liegt und der Fixbetrag nur klägliche E 25,50 beträgt, ist der soziale Effekt nur sehr vage erkennbar. Pröll und Fayman freuen sich: In den Medien brüstet sich die die Regierung, alle Ziele in den Verhandlungen erreicht zu haben …. MS 02.11.10
UNIBRENNT
Noch immer kämpfen wir Studierenden solidarisch mit allen Betroffenen, gegen dieses unsoziale Budget, das nächste Woche im Parlament beschlossen werden soll!
OECD – Studie: Investitionen in die Bildung rechnen sich
„Die ganze Misere im österreichischen Bildungssystem basiert auf der, wohl der neoliberalen Ideologie zuzuschreibenden, Fehleinschätzung der Politiker/innen, die Ausgaben für die Bildung als Kosten zu definieren und nicht als Investitionen“, was sie aber selbstverständlich sind (Hausverstand!). Und das wissen wir nicht erst seit der am Dienstag veröffentlichten aktuellen OECD – Studie: „Bildung auf einen Blick 2010“. Siehe obiges Zitat von Manfred Sparr vor zehn Jahren in einer Rede anlässlich der von der neugegründeten Unabhängigen Bildungsgewerkschaft (UBG) organisierten Großdemonstration der Vorarlberger Lehrer/innen auf dem Marktplatz in Dornbirn.
Es nützt zwar eh nichts, aber weil es so schön ist – hier die Essenz des OECD - Studienergebnisses:
Bildungsausgaben rechnen sich für den Einzelnen und den Staat - also für alle! Und zwar ordentlich (siehe Studie -> link).
Aber als gelernte Österreicher/innen werden wir nicht sonderlich überrascht darüber sein, dass diese Erkenntnis in der Österreichischen Bildungspolitik mit hoher Wahrscheinlichkeit keine merklichen Verbesserungen bewirken wird. Aber wir geben nicht auf und stimmen ein in die ÖLI-Forderung: „Her mit der Bildungsmilliarde!“ MS
Maria Hechenberger, Geschäftsführerin der Unabhängigen Bildungsgewerkschaft (UBG), genießt seit Anfang Oktober ihre wohlverdiente Pension. Nach fünf Jahren engagierter Arbeit für die UBG übergibt Maria die Geschäftsführung an Mag. (FH) Heike Haunschmid.
Als Vorsitzender der Vorarlberger Lehrer/innen Initiative (VLI) möchte ich mich im Namen des Vorstandes bei Maria für ihre Loyalität und tatkräftige Unterstützung unserer Arbeit für die Kolleg/innen bedanken. MS
Kompetenzverschiebung der Bildungsagenden an die Länder ist „praxisfern“ (Schilcher), theorielos (Gimpl) und teuer.
Kaum hat Ministerin Claudia Schmied ihre Ankündigung, mehr Einfluss auf die Besetzung von Leiter/innen-Stellen zu nehmen, wahr gemacht, fordern einige Landeshauptleute mehr Kompetenz (auch für AHS- und BMHS Lehrer/innen) im Bildungsbereich. Dass die Länderchefs, allen voran Erwin Pröll, damit ihren parteipolitischer Einfluss in den Schulen sichern wollen, ist offensichtlich. Davon ist auch der ehemalige steirische Landesschulratspräsident Bernd Schilcher (ÖVP) überzeugt: "Wenn ich nur Postenschacher betreiben will, sollte ich mich aus der Diskussion heraushalten", sagte er bei einer Pressekonferenz in Richtung jener Landeshauptleute, die mehr Kompetenzen im Schulbereich fordern. Deren Motiv laut Schilcher: "Die Länder wollen nur, dass der Proporz ungestört bleibt." (APA und Der Standard).
Die gute Nachricht: Die Front gegen die „Verländerung der Lehrer/innen“ wächst täglich und macht einen Erfolg von Pröll und Co. sehr, sehr unwahrscheinlich. Ein gutes Zeichen, zeigt es doch, dass nicht jeder „blöde Zwischenruf“ in der österreichischen Bildungspolitik ernst genommen wird. das war in der Vergangenheit nicht immer so. MS
Werteinheiten für die Personalvertretr/innen ein Selbstbedienungsladen für Riegler, Scholik & CO:
ÖPU/FCG bedient sich ordentlich
Der Zentralausschuss (ZA)-AHS hat 240 WE für Freistellungen zur Verfügung. Seitdem die Österreichische LehrerInnen-Initiative im ZA vertreten ist, gibt es zumindest Transparenz über die Verteilung. Dies hindert die ÖPU als Mehrheitsfraktion im Zentralausschuss allerdings nicht, sich ordentlich aus diesem WE-Topf zu bedienen.
Entgegen dem Trend in Vorarlberg, hat die ÖPU bei den PV-Wahlen im Dezember bundesweit etwas zugelegt. Mit ca. 60% der Wählerstimmen haben die schwarzen Funktionäre keinen Genier 81% (=195 WE) der vom Bund zur Verfügung gestellten Werteinheiten für sich in Anspruch zu nehmen. Mit recht durchsichtigen Tricks ignoriert die ÖPU/FCG den Wählerwillen und verweigert den oppositionellen Fraktionen ÖLI und FSG die ihnen zustehenden Werteinheiten. Im ZA und in den schwarz dominierten Fachausschüssen hat die ÖPU einfach zweite StellvertreterInnen installiert und mit Freistellungen bedacht, auch wenn deren Arbeitsbelastung dies keineswegs rechtfertigt.
Die ÖLI hat jedenfalls eine Beschwerde bei der Personalvertretungsaufsichtskommission (PVAK) eingebracht. Man darf gespannt sein, ob ZA-Vorsitzender Riegler und FCG-Vorsitzende Scholik mit ihren undemokratischen Machenschaften durchkommen. Das Verhalten der ÖPU-Spitzen ist ein Skandal und verdeutlicht deren ignorante und überhebliche Einstellung. GeP/GeR
Laut einer aktuellen Weisung von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) sollen die Landesschulräte die Dreiervorschläge für die Besetzung von Direktoren an Bundesschulen und Posten in der Schulaufsicht künftig nur noch alphabetisch geordnet und nicht mehr mit einer Reihung an das bmukk weiterleiten. Sie will mit dieser Maßnahme den Einfluss der Parteien auf die Personalbestellungen reduzieren und wieder mehr die „Fähigkeiten und Qualitäten der Bewerber“ in den Mittelpunkt rücken.
Passt! Damit erhöhen sich endlich die Chancen von BewerberInnen, die nicht der herrschenden Partei im jeweiligen Bundesland nahestehen und/oder nicht immer den - meist parteipolitisch motivierten - Wünschen der LandesrätInnen und LandesfürstInnen „gefügig“ sind. Neue, mutige Akzente und Impulse in der Schulentwicklung werden die Folge sein. Vorausgesetzt die wirklich „Besten“ bewerben sich und erhalten die Gunst des bmukk.
Praktisch bedeutet das: Bei drei oder weniger Bewerber/innen, braucht es keine Objektivierungskommission. Die Bewerber/innen werden – vorausgesetzt sie Erfüllen die Kriterien der Ausschreibung – nur mehr alphabetisch geordnet. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass auch bei mehr als drei Bewerber/innen in den allermeisten Fällen eine Analyse/Bewertung der berufsbiografischen Daten (schriftliche Bewerbung) für die Erstellung eines alphabethisch gereihten Dreiervorschlages sicher ausreichend ist. Nur in sehr wenigen Fällen wäre noch ein Hearing vor der Kommission im Landesschulrat erforderlich. Ein beträchtlicher Einsparungseffekt.
Aber! Der Einfluss der Kolleg/innen und der Schulpartner auf die Enstscheidung muss auch weiterhin gewährleistet sein. Das Mitspracherecht des Lehrkörpers bei der Ernennung/Bestellung "ihrer" Schulleitung muss gestärkt, neu organisiert und über die "Schiene" Dienststellen-, Fach- und Zentralausschuss direkt in das Ministerium gelenkt werden. MS
5. Oktober: Welttag der LehrerInnen
Den 5. Oktober hat die UNESCO 1994 zum Welttag des Lehrers ausgerufen.Er erinnert an die ILO/UNESCO-Empfehlung über die Stellung der Lehrer/innen (1966) und die bedeutende Rolle der Lehrer für qualitativ hochwertige Bildung.
Ziel des Welttags ist es, auf die verantwortungsvolle Aufgabe von Lehrern/innen aufmerksam zu machen und das Ansehen der Lehrer/innen weltweit zu steigern.
Um qualitativ hochwertige Bildung sicherzustellen, müssen gut qualifizierte und motivierte Lehrkräfte ausgebildet werden. Die beruflichen Anforderungen sind vielfältig: In einer schnelllebigen und zunehmend vernetzten Welt haben Lehrerinnen und Lehrer nicht nur die Aufgabe, ihren Schülern Wissen zu vermitteln. Sie sollen die Schüler auch zu verantwortungsbewussten Bürgern erziehen. Die Schüler sollen lernen, mit neuen Technologien umzugehen und sich mit Themen wie Gesundheit und Umwelt aktiv auseinandersetzen.
Die in vielen Ländern mangelnde Aus- und Weiterbildung von Lehrern mindert die Qualität der Bildung. Armut, HIV/AIDS, Gewalt gegen Lehrer und Naturkatastrophen sind weitere Faktoren, die sich in vielen Teilen der Welt negativ auf Bildungsqualität und Berufsbedingungen von Lehrern auswirken.
Universelle Grundschulbildung und qualitativ hochwertige Bildung können nur gesichert werden, wenn politische Entscheidungsträger die Lehrerausbildung attraktiv gestalten und berufliche Weiterbildung unterstützen. Der Welttag ruft auch dazu auf, Lehrer angemessen zu entlohnen und ihre Karrierechancen zu verbessern. UNESCO
Weitere Informationen der UNESCO zum
World Teachers' Day: www.unesco.de/lehrertag.html
Presseaussendung der Unabhängigen Bildungsgewerkschaft ( UBG )
und Vorarlberger LehrerInnen-Initiative ( VLI )
Bewegung in der Schuldebatte!
„Wie lange bleibt LR Stemer noch auf Tauchstation?“
Über die jüngsten positiven Aussagen von mehreren Politikern der ÖVP bezüglich einer Gemeinsamen Schule der 10 bis 14 Jährigen zeigen sich die VertreterInnen der Unabhängigen Bildungsgewerkschaft ( UBG ) und der Vorarlberger LehrerInnenInitiative ( VLI ) sehr erfreut und fordern eine offene, aber konkrete Diskussion – ohne direktiven Einfluss der Parteisekretariate - über eine grundlegende Reform des österreichischen Schulsystems!
Was meint Enzenhofer schlussendlich?
ÖLI-UG zu Gesamtschuldebatte und Enzenhofers "Privatschulidee"
Oberösterreichs LSR-Präsident Fritz Enzenhofer ist momentan in den Schlagzeilen vertreten, weil er sich nicht mehr kategorisch gegen eine gemeinsame Schule aller Schulpflichtigen stemmt. Die Bedingungen, unter denen er sich eine solche vorstellen kann, sind allerdings etwas skurril: Die Privatschulen und die AHS-Unterstufen müssten aufgelöst werden, so Enzenhofer.
Und dann noch eine eigenartige Reaktion eines Elternvertreters. Der Herr vom katholischen Elternverein wählt im Untertitel die Worte, die zu seiner Aussendung passen: peinlicher geht's kaum mehr.
Gesamter Text als pdf. zur HP der ÖLI-UG
Laut einer aktuellen Weisung von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) sollen die Landesschulräte die Dreiervorschläge für die Besetzung von Direktoren an Bundesschulen und Posten in der Schulaufsicht künftig nur noch alphabetisch geordnet und nicht mehr mit einer Reihung an das bmukk weiterleiten. Sie will mit dieser Maßnahme den Einfluss der Parteien auf die Personalbestellungen reduzieren und wieder mehr die „Fähigkeiten und Qualitäten der Bewerber“ in den Mittelpunkt rücken.
Passt! Damit erhöhen sich endlich die Chancen von BewerberInnen, die nicht der herrschenden Partei im jeweiligen Bundesland nahestehen und/oder nicht immer den - meist parteipolitisch motivierten - Wünschen der LandesrätInnen und LandesfürstInnen „gefügig“ sind. Neue, mutige Akzente und Impulse in der Schulentwicklung werden die Folge sein. Vorausgesetzt die wirklich „Besten“ bewerben sich und erhalten die Gunst des bmukk. MS
Vortrag von Rolf Schönenberger Direktor der Sekundarstufe Bürglen
Schule, die gelingt - wir stellen vor
Mi.23.Juni 2010 20.00 Uhr
Volksschule Augasse, Bregenz, Eintritt frei
Rolf Schönenberger, Direktor der Sekundarschule Bürglen, erzählt in seinem Vortrag über die Erfahrungen an seiner Schule, über die Gründe, neue Wege zu gehen und die Hindernisse, die es dabei zu bewältigen gab. Plakat
Wahlkampf in Wien
"reden wir über bildung.
am besten auf deutsch.
seit einer Woche auf Wiener Plakatwänden
... FPÖ? ÖVP? oder doch wieder N..?
Quo vadis Neue Mittelschule?
Gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen – oder nur ein zusätzlicher Schultyp?
Seit zwei Jahren gibt es die Neue Mittelschule in Vorarlberg. Was ist daraus geworden? Bei einer Podiumsdiskussion der Unabhängigen Bildungsgewerkschaft wurde am 1. Juni in Lauterach Zwischenbilanz gezogen.
ABGESAGT und um ein Jahr verschoben!
Verlegt auf: 14.-16.Oktober 2011, Festspielhaus Bregenz
Vorankündigung - Archiv der Zukunft - Netzwerk
Kongress Arche Nova – Die Bildung kultivieren
Vom 24. bis 26. September 2010 in Bregenz am Bodensee
Spitze - Schulen am Wendekreis der Pädagogik.
Warum Schulen in Skandinavien gelingen
Unter diesem Link archivderzukunft (Reihard Kahl) erscheinen bei YouTube einige Ausschnitte aus der DVD
Mehr über das Archiv der Zukunft
Aktuelle Gesetzesentwürfe - Begutachtung:
SchUG - teilzentrale RDP
SchOG - Schulen für Berufstätige
BRPG - Berufsreifeprüfungsgesetz
Veranstaltungen der UBG -
Unabhängige Bildungsgewerkschaft:
23. April 2010 / Vortrag - Prof. Willi Stadelmann,
Rektor der PH der Zentralschweiz
Perspektiven einer neuen, zeitgemäßen LehrerInnen-Ausbildung
20. Mai 2010 / Podiumsdiskussion
Vorarlberger Mittelschule - Eine kritische Zwischenbilanz
Zum Download: Plakat
Und sie bewegt sich doch?
Zur bildungspolitischen Diskussion in der ÖVP
Während Anfang der Woche ÖAAB- Chef Michael Spindelegger bei der Präsentation seines Bildungskonzepts eine „Einheitsschule“ als „falsch“ bezeichnet hat, ließ am Donnerstag Wissenschaftsministerin Karl ( ÖVP ) mit der Aussage aufhorchen, dass sie sich durchaus eine Diskussion in Richtung eines „Gymnasiums für alle“ vorstellen kann. Am Ende solle „die beste einheitliche Schule für alle Zehn- bis 14- Jährigen herauskommen“.
Kompetenzorientierte teilzentrale Reife- und Diplomprüfung an den BHS (2014/15)
Neue Prüfungsgebiete
Überblick aktueller Stand
<<< Auf die Tabelle klicken um sie zu vergrößern
Bei der Wahl der Prüfungsgebiete durch die Kandidat/innen sind grundsätzlich zwei Varianten möglich:
1. Drei schriftliche Klausuren und drei mündliche (wie in der obigen Tabelle angeführt)
2. Vier schriftliche Klausuren und zwei mündliche Prüfungen. Bei dieser Variante wechselt das mit Fußnote 5) versehene mündliche Prüfungsgebiet zu den schriftlichen Klausuren.
Generelle Einführung der teilzentralen Reife- und Diplomprüfung an den BMHS:
Der SchUG – Entwurf ist da:
Im Abschnitt 8 des Begutachtungsentwurfes sind erstmals recht klar die Vorstellungen des bm:ukk bezüglich der neuen teilzentralen Reife- und Diplomprüfung an den BMHS erkennbar.
Auszug: „Form und Umfang der abschließenden Prüfungen
§ 34. (1) Die abschließende Prüfung besteht aus
1. einer Vorprüfung und einer Hauptprüfung oder
2. einer Hauptprüfung.
(2) Die Vorprüfung besteht aus schriftlichen, mündlichen und/oder praktischen Prüfungen.
(3) Die Hauptprüfung besteht aus
1. einer abschließenden Arbeit (einschließlich deren Präsentation und Diskussion), die selbständig
und außerhalb der Unterrichtszeit zu erstellen ist,
2. einer Klausurprüfung, die schriftliche, grafische und/oder praktische Klausurarbeiten und
allfällige mündliche Kompensationsprüfungen umfasst, und
3. einer mündlichen Prüfung, die mündliche Teilprüfungen umfasst.
(4) Der zuständige Bundesminister hat für die betreffenden Schularten (Schulformen,
Das Gesetz ist erst in der Begutachtung, Änderungen also noch wahrscheinlich. MaS
Interessante Informationen zu den neuen (geplanten) Bildungsstandards für die BMHS:
Link zu Standards allgemein:
Link zu den Broschüren über die Bildungsstandards für die einzelnen Fächer
Am freitag, 23. April 2010 fand eine interessante Veranstaltung der UBG mit Prof. Dr. Willi Stadelmann zum Thema: LehrerInnenbildung NEU statt.
Im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur sowie des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung erarbeitete eine ExpertInnengruppe einen Bericht über die Zukunft der pädagogischen Berufe in Österreich. Der Vortragende war als ausländischer Experte Mitglied dieser ExpertInnengruppe. Der Endbericht an die beiden Ministerien liegt seit Mitte März vor. „LehrerInnenbildung NEU. Die Zukunft der pädagogischen Berufe. Die Empfehlungen der ExpertInnengruppe. März 2010.“
Im Vortrag wird von der Frage ausgegangen: In welcher Schule mit welchen Zielen sollen Lehrpersonen künftig arbeiten? Welches müssen also die Bildungs- und Ausbildungsziele der LehrerInnenbildung sein?
Prof. Dr. Largo erteilte der frühen Differenzierung eine klare Absage
Immer mehr Menschen in Vorarlberg nehmen an der inhaltlichen Diskussion zum Thema Bildung teil.
Das zeigt das große und stark wachsende Interesse an der seit zwei Jahren laufenden Vortragsreihe zu aktuellen Bildungsthemen, vor allem der gemeinsamen Schule der 6- bis 15- Jährigen, der Unabhängigen Bildungsgewerkschaft (UBG).
400 Interessierte besuchten den Vortrag von Prof. Dr. Remo H. Largo. In eindrucksvoller Weise stellte der Kinderarzt und Leiter der Abteilung „Wachstum und Entwicklung“ am Kinderspital Zürich den Zusammenhang der unterschiedlichen Entwicklungen und Begabungsprofile von Kindern und Jugendlichen und dem Bildungssystem dar. Dr. Largo erteilte der frühen Differenzierung eine klare Absage: „Ganz vorsichtig ausgedrückt: Die Gesamtschule ist im Vergleich zum differenzierten Schulsystem – Anm: Hauptschule mit Leistungsgruppen und AHS Unterstufe – ganz sicher kein Nachteil. Es gibt nur einen Grund für das sture Festhalten an einer frühen Differenzierung: Klassenkampf!“ Ein sozial faires Bildungssystem soll damit verhindert werden.
Laut Dr. Largo definiert sich eine gute Schule folgendermaßen:
Die Schule muss das Selbstwertgefühl der Kinder stärken. Sie bei der Entwicklung ihrer Stärken unterstützen und Ihnen lernen mit ihren Schwächen umzugehen und eigene Lernstrategien zu entwickeln und ihnen ein gutes Grund- und Fachwissen und gute Grundfertigkeiten mitgeben.
Die Schule muss den Schüler abholen wo er ist und so lernen lassen, wie es ihm am besten entspricht, ihm überwiegend Erfolgserlebnisse ermöglichen und ihn als Person akzeptieren, unabhängig von seinen Leistungen. MaS
Link zu ORF-Vorarlberg heute 27.03.10:
Die DVD von Prof.Dr. Remo H. Largo
"Die Individualität des Kindes als schulische Herausforderung“
kann um € 10,-- über die UBG (Unabhängige Bildungsgewerkschaft)
per Mail: bestellt werden.
Siehe auch: Zusammenfassung des Vortrages
87 Mio. Euro (2010 – 2014) für das BIFIE
bm:ukk: „Es gibt keine Alternative zum BIFIE: Die Entwicklung, Implementierung, Auswertung und begleitende Evaluierung der standardisierten, kompetenzorientierten Reifeprüfung und der Bildungsstandards macht eine deutliche Anhebung der finanziellen Zuwendungen (Basiszuwendungen) notwendig.“
So lautet die Begründung des bm:ukk für die großzügigen Auftragsvergaben und den damit verbundenen Geldsegen an das BIFIE. Gibt es wirklich keine Alternative? Vorschläge gab und gibt es genügend (siehe dazu zum Beispiel die Ausführungen in der VLIKRAFT November 2009).
Interessant ist, dass das Ministerium, von dem man ja nicht behaupten kann, dass es personell unterbesetzt ist, außerstande ist, diese Aufgabe selbst wahrzunehmen. Das BIFIE – Management wird´s freuen: Eine gute Ausgangsposition für die bisherigen und zukünftigen Verhandlungen des BIFIE mit dem Ministerium. MaS
Zum Endbericht der ExpertInnengruppe (März 2010, Diskussionsgrundlage)
Unabhängige LehrerInnen/unabhängige GewerkschafterInnen - ÖLI/UG sind für eine gemeinsame universitäre Grundausbildung (Master) aller LehrerInnen und für ein demokratisches, sozial-integratives öffentliches und gesamtösterreichisches Bildungswesen
Bachelor und „Turnus“ für alle – Master für manche – Master of Advanced Studies für die Karrieristinn/en.
Ergebnis der Expertengruppe: Ambitioniert (und) allgemein. Alles ist möglich!
Nach den vorliegenden (spärlichen) Informationen zum Expertenbericht und den bisherigen Erfahrungen mit den diversen Expertengruppen der Ministerin (allesamt ohne Lehrer/innen) ist die Ministerin gut beraten, Lehrer/innen als Expertinnen/en im Rahmen der Gestaltung der Reform der Lehrer/innen - Ausbildung ins Team zu holen. MaS.
Unabhängige Bildungsgewerkschaft (UBG) und Vorarlberger LehrerInnen-Initiative (VLI) unterstützen die Forderung nach einer Modellregion Vorarlberg für eine Gemeinsame Schule.
Der Bildungssprecher der Grünen NR Harald Walser hat einen Entschließungsantrag eingebracht, der fordert, dass Vorarlberg Modellregion für eine Gemeinsame Schule wird.
Harald Walser sieht gute Voraussetzungen, Vorarlberg als Modellregion zur Erprobung der Gemeinsamen Schule aller 10- bis 14-jährigen zu etablieren. Dafür müssten nur die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden, damit auch die neun AHS-Unterstufen und die übrigen fünf Hauptschulstandorte in den Schulversuche Neue Mittelschule eingebunden werden können. Innerhalb einer solchen Modellregion könnte dann die Gemeinsame Schule evaluiert und weiterentwickelt, und als Grundlage für die Österreich weite Einführung herangezogen werden.
Die Unabhängige Bildungsgewerkschaft ( UBG ) und die Vorarlberger LehrerInneninitiative ( VLI ) unterstützen die Initiative von Harald Walser und fordern das Land Vorarlberg auf, die notwendigen Schritte in Richtung einer Modellregion Vorarlberg zu setzen. Die wesentlichsten Schritte wären die Erhebung der personellen und finanziellen Ressourcen und die Feststellung des benötigten Raumbedarfs für eine entsprechende Modellregion einer Gemeinsamen Schule in Vorarlberg. GeP/GeR
Kompetenzbasierte, teilstandardisierte
Reife- und Diplomprüfung (2014/15)
an den BMHS.
Erstes Konzept sollte „mit Beginn der Ferien“ vorliegen.
Aktueller Stand: Viele Details sind noch offen!
siehe dazu ein erstes Papier zur neuen RDP (bm:ukk)
Laut dem zuständigen Sektionschef im bm:ukk befinde man sich in einem Diskussionsprozess (Mit wem? Mit dem BIFIE?? >> 87 Mio. Euro (2010 – 2014) für das BIFIE). Das Ziel ist es, mit „Beginn der Ferien“ ein erstes Konzept für die kompetenzbasierte, teilstandardisierte Reife- und Diplomprüfung vorlegen zu können. Das bm:ukk will die Schulen über die Landesschulinspektor/innen Informieren. MaS
Schmied: Lehrer/innen(aus)bildung Neu.
Bachelor und „Turnus“ für alle – Master für manche – Master of Advanced Studies für die Karrieristinn/en.
Ergebnis der Expertengruppe: Ambitioniert (und) allgemein. Alles ist möglich!
18.12.09: Geht es nach den Vorstellungen der Ministerin und dem Leiter der Expertengruppe, Peter Härtel (Geschäftsführer der Steirischen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft), müssen alle zukünftigen Lehrer/innen (APS/AHS/BMHS) eine Bachelor-Ausbildung absolvieren, der ein zweijähriger „Turnus“ an den Schulen folgt. In einigen zentralen Punkten dürfte der Expertenbericht noch wenig durchdacht sein. Zumindest lassen dies die Ausführungen Härtels bezüglich bestimmter Funktionen und Aufgaben, die eines Master-Abschlusses bedürfen, erahnen: Zum Beispiel Volksschullehrer/innen, die in der Abschlussklasse Noten vergeben dürfen oder Lehrer/innen, die eine Matura abnehmen. Schulleiter/innen oder Fachbereichsleiter/innen benötigen einen "Master of Advanced Studies".
Nach den vorliegenden (spärlichen) Informationen zum Expertenbericht und den bisherigen Erfahrungen mit den diversen Expertengruppen der Ministerin (allesamt ohne Lehrer/innen) ist die Ministerin gut beraten, Lehrer/innen als Expertinnen/en im Rahmen der Gestaltung der Reform der Lehrer/innen - Ausbildung ins Team zu holen. MS.
Wilfried Bösch
Mit tiefer Betroffenheit müssen wir uns von unserem lieben Freund und Kollegen
verabschieden.
Willi war mehr als 20 Jahren aktives Mitglied der Vorarlberger Lehrer-(innen)initiative. Er hat sich bei unseren Sitzungen regelmäßig an den schulpolitischen Diskussionen beteiligt. Er war ein Lehrer, der seinen Beruf und die Arbeit mit den Jugendlichen geliebt hat. Seine Beiträge und seine Kollegialität werden uns fehlen.
Unsere Anteilnahme gilt Willis Familie und seinen engsten Freund/inn/en.
Remo H. Largo Die Individualität des Kindes als schulische Herausforderung
Donnerstag, 25. März 2010, 19.30 h
Kulturbühne Ambach Götzis
Eintritt frei
Prof. Dr. Remo H. Largo Kinderarzt, leitete 30 Jahre lang die Abteilung „Wachstum und Entwicklung“ am Kinderspital Zürich und beschäftigte sich ein Berufsleben lang mit Kindern und deren Entwicklung. Professor Largo hat mehr als 20 Jahre eine Poliklinik für Kinder mit Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten geleitet. Zudem war er maßgeblich an der Zürcher Longitudinalstudie beteiligt, bei der etwa 800 gesunde, normal entwickelte Kinder von der Geburt bis ins Erwachsenenalter über 2 Generationen hinweg wissenschaftlich begleitet wurden, um das Wissen über die normale kindliche Entwicklung zu vertiefen. Zahlreiche Veröffentlichungen u.a.die Standardwerke „Babyjahre“, „Kinderjahre“, „Schülerjahre“.
Weitere Veranstaltungen:
23. April 2010 / Vortrag - Prof. Willi Stadelmann, Rektor der PH der Zentralschweiz
Perspektiven einer neuen, zeitgemäßen LehrerInnen-Ausbildung
20. Mai 2010 / Podiumsdiskussion
Vorarlberger Mittelschule - Eine kritische Zwischenbilanz
Eine Veranstaltungsreihe der Unabhängigen Bildungsgewerkschaft – UBG in Zusammenarbeit mit ARGE GEMEINSAME SCHULE VORARLBERG. UBG
Zum Download: Plakat
87 Mio. Euro (2010 – 2014) für das BIFIE
bm:ukk: „Es gibt keine Alternative zum BIFIE: Die Entwicklung, Implementierung, Auswertung und begleitende Evaluierung der standardisierten, kompetenzorientierten Reifeprüfung und der Bildungsstandards macht eine deutliche Anhebung der finanziellen Zuwendungen (Basiszuwendungen) notwendig.“
Auf Grund der bisherigen Befassung des BIFIE mit der Entwicklung und Vorbereitung der
Implementierung der standardisierten, kompetenzorientierten Reifeprüfung im Bereich der allgemein bildenden höheren Schulen sowie weiters im Hinblick auf die dort vorhandenen Fachressourcen bestehen keine (wirtschaftlich und fachlich sinnvollen) Alternativen zur Ergänzung der Kernaufgaben des BIFIE um die neue einzuführende standardisierte, kompetenzorientierte Reifeprüfung. Zur Anhebung der Basiszuwendung bestehen im Hinblick auf die Wahrnehmung der Kernaufgaben des BIFIE keine Alternativen. Weiters bestehen auch keine Alternativen zum kostenrelevanten Ausbau im Hinblick auf die Implementierung, Auswertung und begleitende Evaluierung der Bildungsstandards für die 4. und 8. Schulstufe als eine der Kernaufgaben des BIFIE.
So lautet die Begründung des bm:ukk für die großzügigen Auftragsvergaben und den damit verbundenen Geldsegen an das BIFIE. Gibt es wirklich keine Alternative? Vorschläge gab und gibt es genügend (siehe dazu zum Beispiel die Ausführungen in der VLIKRAFT November 2009).
Interessant ist, dass das Ministerium, von dem man ja nicht behaupten kann, dass es personell unterbesetzt ist, außerstande ist, diese Aufgabe selbst wahrzunehmen. Das BIFIE – Management wird´s freuen: Eine gute Ausgangsposition für die bisherigen und zukünftigen Verhandlungen des BIFIE mit dem Ministerium.
Die VLI rät BM Schmied zu der folgende Argumentation für die nächsten Budgetverhandlungen mit FM Pröll:
Auf Grund der bisherigen Erfahrungen im gesamten Bildungsbereich sowie weiters im Hinblick auf die vorhandenen Kompetenz- und Fachressourcen bestanden und bestehen keine (wirtschaftlich und fachlich sinnvollen) Alternativen zur Ergänzung der Kernaufgaben des Lehrpersonals an den österreichischen Schulen. Zur Anhebung der Basiszuwendung bestehen im Hinblick auf die Wahrnehmung der Kernaufgaben des Lehrpersonals keine Alternativen. Weiters bestehen auch keine Alternativen zur kostenrelevanten Anpassung des Dienstrechtes im Hinblick auf die Implementierung zeitgerechter Pädagogik und anforderungsgerechter Bezahlung des Lehrpersonals.
Die Zahlen im Detail:
|
|
Basiszuwendung (in €) an das BIFIE für: |
|||||
|
|
Standards |
Standard-isierte, kompetenz-orientierte Reifeprüfung |
Neue Mittelschule Nationaler Bildungs-bericht |
PISA ua |
Management |
Gesamt |
|
2010 |
6.110.000 |
4.560.000 |
500.000 |
980.000 |
2.870.000 |
15.020.000 |
|
2011 |
5.810.000 |
4.960.000 |
500.000 |
1.000.000 |
2.870.000 |
15.140.000 |
|
2012 |
7.920.000 |
6.360.000 |
500.000 |
1.000.000 |
2.870.000 |
18.650.000 |
|
2013 |
9.000.000 |
6.760.000 |
500.000 |
1.000.000 |
2.870.000 |
20.130.000 |
|
2014 |
9.310.000 |
3.860.000 |
500.000 |
1.000.000 |
2.870.000 |
17.540.000 |
|
|
38.150.000 |
26.500.000 |
2.500.000 |
4.980.000 |
14.350.000 |
|
|
86.480.000 |
||||||
|
Basiszuwendung (in €) an das BIFIE für standardisierte, kompetenzorientierte Reifeprüfung: |
||||
|
|
|
AHS |
BMHS |
Gesamt |
|
2010 |
Entwicklungskosten |
1.780.000 |
1.190.000 |
4.560.000 |
|
Unterrichtsgegenstände |
|
50.000 |
||
|
Implementation/Logistik |
720.000 |
820.000 |
||
|
2011 |
Entwicklungskosten |
1.780.000 |
1.190.000 |
4.960.000 |
|
Unterrichtsgegenstände |
|
50.000 |
||
|
Implementation/Logistik |
920.000 |
1.020.000 |
||
|
2012 |
Entwicklungskosten |
1.780.000 |
1.190.000 |
6.360.000 |
|
Unterrichtsgegenstände |
|
50.000 |
||
|
Kompensationsaufgaben |
500.000 |
500.000 |
||
|
Implementation/Logistik |
1.120.000 |
1.220.000 |
||
|
2013 |
Entwicklungskosten |
1.780.000 |
1.190.000 |
6.760.000 |
|
Unterrichtsgegenstände |
|
50.000 |
||
|
Kompensationsaufgaben |
500.000 |
500.000 |
||
|
Implementation/Logistik |
1.320.000 |
1.420.000 |
||
|
2014 |
Entwicklungskosten |
|
1.190.000 |
3.860.000 |
|
Unterrichtsgegenstände |
|
50.000 |
||
|
Kompensationsaufgaben |
500.000 |
500.000 |
||
|
Implementation/Logistik |
|
1.620.000 |
||
|
26.500.000 |
||||
Kompensationsaufgaben: Schülerinnen und Schüler, die eine negative Beurteilung in einem der (standardisierten) Klausurgegenstände erhalten haben, können eine mündliche (kompetenzorientierte und extern erstellte) Kompensationsprüfung ablegen. Die für die Erstellung/Entwicklung dieser Prüfungsitems anfallenden Gelder und die damit verbundenen Logistikkosten werden dem BIFIE mit satten € 500.000,- pro Jahr und Schultyp (AHS und BMHS) abgegolten.
Zur Erinnerung: Ab 01.01.2010 bekommt ein/e Prüfer/in für die mündliche Reifeprüfung € 10,80 pro Prüfung (Erstellung/Entwicklung der Fragen, Durchführung der Prüfung und Erfüllung der Aufgaben als Mitglied der Reifeprüfungskommission!). Ev. mit Abzug der MDL für den Prüfungstag. MS
Link zum BIFIE
Wird das BG Blumenstraße zur ÖPU-Schule?
BG Blumenstraße veröffentlicht auf ihrer Schulhomepage eine Stellungnahme der ÖPU gegen die Gemeinsame Schule.
ÖPU in Bedrängnis: Ihre Position zur Gemeinsamen Schule ist medial und inhaltlich unattraktiv, weil parteipolitisch, ideologisch und nicht sachlich:
Scheinbar mangelt es der ÖPU einerseits an eigenen Medien, die sie für ihre blidungs(partei)poltischen Statements nutzen können und andererseits zeigten ihre Leserbriefserien in den Vorarlberger Medien wegen langweiliger Wiederholungen immer derselben falschen Behauptungen nicht die von ihnen gewünschte Wirkung. Nicht anders ist es zu erklären, wie man auf die Idee kommen kann, eine Schulhomepage als Plattform für ideologische, parteipolitische Statements zu missbrauchen.
In der Überschrift des Artikels (eigentlich nur eine Zusammenfassung der ÖPU – Leserbriefe in den letzten Wochen) wird suggeriert, dass der Lehrkörper der Schule hinter dem Schreiben steht. Soll der Rest des Lehrkörpers, zugegeben nicht die Mehrheit, jetzt genauso unprofessionell agieren und seine Meinung auf der Schulhomepage veröffentlichen? Mit welchen negativen Folgen für das Ansehen der Schule in der Öffentlichkeit und intern auf das Schulklima? Haben der Vorsitzende des Dienststellenausschusses, Günther Kapeller und der Direktor des BG Blumenstraße dies nicht bedacht oder nehmen sie es billigend in Kauf? MaS
Samstagsinterview in der Landesrundschau 8:30:
Bildungssprecher der SPÖ, Elmar Mayer, fordert die gemeinsame Schule und beschimpft ihre wichtigsten Unterstützer in Vorarlberg.
Er ist offensichtlich „schlampig“ über die Vorarlberger Gewerkschafts- und Personalvertretungsszene im Bildungsbereich informiert.
Für die Vorarlberger LehrerInnen Initiative (VLI) und die Unabhängige Bildungsgewerkschaft (UBG) ist seine pauschale Kritik an den Gewerkschaften nicht nachvollziehbar.
Mayer behauptet im Samstagsinterview des ORF Vorarlberg, dass alle AHS – Gewerkschaften die gemeinsame Schule verhindern. Mayer müsste es eigentlich besser wissen. Denn jede Lehrerin und jeder Lehrer in Vorarlberg weiß, dass die Vorarlberger LehrerInnen Initiative (VLI), die Unabhängige Bildungsgewerkschaft (UBG) und die Österreichische LehrerInnen Initiative (ÖLI-UG) seit vielen Jahren für die Einführung der gemeinsame Schule der 6- bis 15 Jährigen kämpfen.
Er müsste eigentlich auch wissen, dass die schwarz dominierte GÖD mitverantwortlich ist für die Verschlechterungen der letzten Jahre und die GÖD gemeinsam mit der ÖVP bildungspolitische Reformen verhindert.
Die VLI ist die Mehrheitsfraktion in der AHS und BMHS – Personalvertretung, die UBG die größte und vor allem aktivste LehrerInnen - Gewerkschaft in Vorarlberg.
Schwer vorstellbar, dass der vormalige Bildungssprecher der SPÖ (vormals im Vorarlberger Landtag) im Nationalrat nichts mitbekommen hat von den Vortragsreihen und Workshops mit den renommierten BildungsexpertInnen und den Diskussionsveranstaltungen, die die UBG und VLI seit zehn Jahren regelmäßig veranstalten.
Im Sinne einer positiven Entwicklung des Österreichischen Bildungssystems können wir nur hoffen, dass Mayers Chefin, BM Schmied, besser informiert ist als ihr Bildungssprecher im Nationalrat. MS
Landesrundschau Radio Vorarlberg 8:30
Eltern wünschen sich ganztägiges Schulangebot
Laut einer vom bm:ukk in Auftrag gegebenen Studie (IFES), wünschen sich zwei Drittel der befragten Eltern für ihre Kinder ein ganztägiges Schulangebot, also die Ganztagesschule.
Link: Vorarlberg heute "Ganztagesschule"
Jetzt machen wir Schule für die Leut!
Nicht wirklich ein Bericht vom „Netzwerk im Dialog mit der Ministerin“.
Eine Veranstaltung des bmukk mit AbsolventInnen der Leadership Academy und DirektorInnen und Lerndesigner/innen der VMS. Veranstaltungen dieser Art werden in allen Bundesländern durchgeführt. Veranstaltungsort: Festspielhaus in Bregenz
Damit alle Teilnehmer des Dialogs gleich wissen, auf welcher Seite sie heute zu stehen haben, eröffnet BM Schmied die Tagung mit: „Ich muss aufpassen, dass ich Erlebnisse mit Gewerkschaftsfunktionären nicht auf Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, projiziere!“ Und außerdem ist ihre Arbeit besonders schwierig, weil „das österreichische Schulsystem in besonderem Maße mit Angst durchsetzt ist“.
Prof. Wilfried Schley legt nach: „Wovor habt Ihr Angst? Wir müssen lernen Veränderungen positiv zu sehen … wissen WAS … und WIE wir verändern wollen … und uns mit der dritten Dimension des Veränderungsprozesses, der ZEIT“ auseinandersetzen.
In ihrem zweiten Redebeitrag sagt uns BM Schmied, WAS sie verändern will: „Wir brauchen einen Musterwechsel … von der Verordnung- und Erlasskultur zur Verantwortungskultur und zur Stärkung der Standorte“. Gut so, Frau Minister!
Dass sie es versteht in Konflikten (mit den ängstlichen Lehrer/innen?) souverän die feine Klinge zu führen, zeigt sich beim WIE sie sich in Zukunft durchsetzen wird. Sie wird sich in Zukunft nicht mehr „mit dem Widerstand beschäftigen …, sondern andere Verbündete“ suchen und mit ihnen gemeinsam, „mit dem Florett streitend, … die Pumpgun“ zückenden Gegner in die Wüste schicken. Josef Pröll kann sie damit nicht gemeint haben, denn der löst Konflikte mit Vorliebe mittels Landminen (um in ihrer Diktion zu bleiben) und gezinkten Rechenschiebern. Bleiben also nur die Rieglers, Scholik und Rainer über?
Für die dritte Dimension, die ZEIT, fehlt die Redezeit. Aber wer so spielerisch elegant mit dem Degen umzugehen versteht, spielt auch mit der Zeit, weiß, dass die Zeit nicht alle Wunden heilt (Schrotschussverletzungen sollen ja besonders langwierig sein) und hofft deshalb, dass die Erhöhung der Lehrverpflichtung und der Anwesenheitszeit der Lehrer/innen in der Schule noch in ihrer Amtszeit als Unterrichtsministerin Realität wird.
Es gibt aber auch Positives vom „Netzwerk im Dialog mit der Ministerin“ zu berichten.
Es folgt ein sehr imposantes Video über Nikolaus Harnoncourt. Eine Kernaussage des berühmten Dirigenten:„Das Schönste/Beste ist immer am Rande des Abgrundes …“
Das beruhigt, unsere BM hat also noch viel Platz.
Nächster Programmpunkt: Vorarlberg-Beispiele innovativer Praxis:
Alle Anwesenden sollen ihre direkten Tischnachbarn begrüßen. Damit stimmte Manfred Sonderegger, Direktor der PTS Bludenz, kurz vor der Mittagspause seine Direktoren - Kolleg/innen zu seiner Kurzpräsentation „Wie läuft ein bedarfs- und bedürfnisorientiertes Lernen?“ ein. HD Gudrun Brunner berichtete von ihrem Projekt „Wie gelingt uns die ganztägige Unterrichtsvernetzung?“ und VD Andrea Tiesler, VS Altach, schließt den Themenkreis mit ihren interessanten Erfahrungen bei der Umsetzung des Schulversuches „Direkte Leistungsvorlage“ nach Rupert Vierlinger.
BM Schmied lobt die Powerpoint–unterstützten Präsentationen und empfiehlt die Lektüre des Buches „Präsentieren Sie noch oder faszinieren sie schon? Der Irrtum Powerpoint“. Ein Lehrbeispiel, wie man sich mit der Zeit ein Heer von Verbündeten schafft.
Nach der Mittagspause (Motto: „Kulinarische Stärkung und Markt der innovativen Praxis“) zeigte uns der Schauspieler und Regisseur, Martin Sommerlechner, mit Schüler/innen des BORG Lauterach in eindrucksvoller Weise, dass kreatives Arbeiten - vor allem das Theaterspielen - das „eigene Ich (der Schüler/innen) befördert“, das Bewusstsein der eigenen Möglichkeiten erweitert, die Teamfähigkeit unter Beweis stellt, die Stimme und das Auftreten stärkt. Bravo!
Ich bin zufrieden, der Besuch der Veranstaltung hat sich doch noch rentiert.
Auf geht`s, jetzt machen wir Schule für die Leut! MS
LSI APS – Entscheidung: Wolfgang Rothmund vor Karin Engstler.
Die Grünen kritisieren in Form eines Offenen Briefes diese Personalentscheidung
Dazu ein Auszug aus dem Offenen Brief an LR Stemer und BM Schmied:
Was wollen Sie nun wirklich, Herr Landesrat? Bewahren oder reformieren? Diese Personalentscheidung widerspricht diametral Ihren sonstigen Bekundungen für eine „neue Pädagogik“ und die Weiterentwicklung der Schule. Sie ist ein Schlag ins Gesicht aller Pädagogen und Pädagoginnen in Vorarlberg, die sich im Zuge der Vorarlberger Mittelschule engagiert an der Weiterentwicklung der Schule beteiligen!
Zum zweiten halten wir anlässlich des internationalen Frauentags am 8. März fest, dass wir es - angesichts einer durchschnittlichen Frauenquote in Führungsfunktionen von knapp 10% - als unglaublichen Affront gegenüber Frauen generell empfinden, wenn bei gleicher Qualifikation dem Mann der Vortritt gewährt wird.
„Heimat bist du großer Söhne und Töchter.“
bmukk startet Infokampagne
Pressekonferenz (18.01.2010) zur morgen startenden Informations- und Bewusstseins-Kampagne: Im Mittelpunkt die Kinder und ihre Talente.
BM Schmied will mit dieser Kampagne die Bedeutung der Bildung und die Notwendigkeit der Bildungsreform „in das Bewusstsein der Österreicher/innen versenken“ und erwartet sich dadurch Rückendeckung in der Bevölkerung für die Bildungsreform.
"Heimat bist du großer Söhne und Töchter.“
Die Kampagne startet am Dienstag, den 20. Jänner 2010 mit Zeitungsinseraten. TV und Internet folgt am Mittwoch. Prominente Unterstützung, soll für eine schnelle und erfolgreiche Verbreitung der Kampagne sorgen. Christina Stürmer steuert eine neue Version der Bundeshymne bei (hören).
"Wir wollen die beste Bildung für unsere Kinder und unsere Heimat", betont BM Schmied und das gehe nur, wenn die öffentliche Stimmung für das Bildungsthema bewegt werde.
Bildungsreform auf einen Blick (zurück):
In 17 Punkten – von der Berufsreifeprüfung bis + 7.100 Lehrer/innen seit 2007 - werden die bisherigen Maßnahmen des bmukk bezüglich einer Bildungsreform alphabtisch aufgezählt und (über Links zur HP des bmukk) erläutert (diebildungsreform).
Weniger Rück- dafür mehr Gewicht auf eine Vorausschau könnte man von einer Infokampagne pro Bildungsreform schon erwarten. MS
Mehr dazu: zur HP der ÖLI-UG
Zur Bildungsreformhomepage: diebildungsreform
Ministerielle Rechenkünstler:
Waren es am Samstag noch 120 Mio. €, sind es heute "nur mehr" 85 Mio. €!
Zweifach interessant, da das Finanzministerium (BM Pröll) bereits am 9.Dezember 2009 die Zahlungen von 85 Mio. € an die BIG und die Nicht-Inanspruchnahme der Stundungen genehmigte, im Jänner 2010 in der Presse daraus 120 Mio. € machte und BM Schmied erst nach vier Tagen und nach etlichen Interviews merkte, dass es nicht 120 Mio. € sondern 85 Mio. € sind.
Ein verantwortungsloses und ärgerliches politisches "Geplänkel" - zum Schaden des Österreichischen Bildungssystems:
Wir brauchen eine bessere Bezahlung, eine Sanierung der l2-Besoldung, mehr LehrerInnen, eine einheitliche Ausbildung der Lehrer/innen auf Master-Niveau, mehr Geld an den Schulen!
Und eine kämpferische Gewerkschaft!
Und eine starke UBG (Unabhängige Bildungsgewerkschaft) in ganz Österreich! MS
Schmied: Mit falschen Berechnungen und Mietstundungstrick die Lehrer/innen ausgepokert und so ihren Minister - Job gerettet? BM Schmied verzichtet auf 85 (120) Mio. €
Schmied verzichtet für 2009 auf die Stundung der Mieten für die Schulgebäude im Wert von 85 (120) Millionen Euro. Sie begründet dies damit, dass die Kosten für die Lehrer/innen weniger stark gestiegen sind als prognostiziert. Zugleich habe die Einführung der Altersteilzeit mehr als vorhergesehen zur Entlastung des Bildungsbudgets beigetragen.
Die Stundung der Mieten an die Bundesimmobiliengesellschaft war Kernpunkt des Kompromisses zwischen Regierung und Lehrer/innengewerkschaft, nachdem Schmied davor die Lehrverpflichtung um zwei Stunden erhöhen wollte. Die von ihrem Ressort im Rahmen dieser Verhandlungen im Frühjahr 2009 vorgelegten Daten und Berechnungen wurden von der UBG und VLI immer angezweifelt. Zurecht, wie sich nun herausgestellt hat.
Mit dem Mietstundungstrick konnte die Ministerin ihren „böswillig beabsichtigten Rechenfehler“ vertuschen und ihren Job als Ministerin retten. Die Lehrer/innen zahlen die Zeche mit den weiteren massiven Gehaltseinbußen seit Frühjahr 2009 und dem niedrigen Gehaltsabschluss für 2010.
Das Vertrauen verspielt – Frau Minister!
Im Frühling beharrte Schmied wegen Budgetnotstand fast schon panisch auf eine Erhöhung der Lehrverpflichtung. Jetzt stellt sich heraus, dass sie das Geld gar nicht benötigt hätte. Ein politisch verheerendes Agieren, das auch bei wohlwollender Betrachtung nicht dazu angetan ist, vertrauensbildend zu wirken. Kein gutes Vorzeichen für die Verhandlungen über die dringend notwendige Verbesserung des Lehrer/innendienstrechtes.
Nach dem tollen Gehaltsabschluss (Neugebauers Erfolg!) zeigt sich nun auch, wie gut das Bildungsressort (finanziell und abgefeimt) aufgestellt ist und wie gut die FCG-ARGE-Gewerkschafter/innen im Frühjahr verhandelt haben.
Die Lehrer/innen haben wieder einmal ihren Beitrag geleistet! MS
Neuer Vorstand der VLI
Ergebnis der Generalversammlung vom 14. 12. 2009:
Manfred Sparr (Obmann)
Gerhard Pušnik (Stellvertreter)
Franz Bickel (Stellvertreter)
Katharina Bachmann (Schriftführerin)
Gerhard Rüdisser (Kassier)
Walter Moosbrugger (KM: Koordinator APS)
Die Wahl des neuen Vorstandes erfolgte einstimmig.
0,9 % mehr Gehalt für Beamte + € 4.- pro Monat.
Kein Grund zur Freude, Herr Neugebauer!
Die 4 Euro Fixbetrag sind zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber Kaufkraftstärkung ist das keine! Damit wird nicht einmal die seit September gestrichene Bildungszulage (€ 7,30) ausgeglichen. Und die 0,6 %, die uns auf Metaller, Handel und PensionistInnen auf Dauer fehlen, ist spürbarer Verlust.
Pröll freut sich auf orf.at:".. Pröll betonte, dass es sich um den drittniedrigsten Abschluss der vergangenen 40 Jahre handle sowie den niedrigsten im Vergleich mit den bisherigen Kollektivvertragsabschlüssen für kommendes Jahr." Wie wahr! MS.
Wenn alles „offen“ ist: Situation
der „Vorarlberger Mittelschule“
Die „Unabhängige Bildungsgewerkschaft“ (UBG) und die VLI hat im Zusammenhang mit der „Vorarlberger Mittelschule“ (VMS) schon mehrfach auf die Schwierigkeiten bei der Umsetzung dieses problematischen Konzepts – Einführung einer zusätzlichen Differenzierung – hingewiesen. LR Stemer versucht nun zum wiederholten Male mit der Behauptung, die VMS sei ein „entwicklungsoffenes Modellprojekt“, die Probleme klein zu reden. MS. è mehr dazu
Robert Sutterlütti 1956 - 2009
Wir sind zutiefst betroffen – Robert ist freiwillig aus dem Leben geschieden.
Er hat unsere Arbeit in der VLI über mehr als 20 Jahre durch seine zahlreichen Impulse und wertvollen Beiträge bereichert und belebt! Seine ehrliche Kollegialität und Loyalität, sein Engagement wird für uns immer Ansporn sein.
Er wird uns sehr fehlen.
EuGH-Urteil: Anrechnung von Vordienstzeiten vor dem 18. Geburtstag
Jetzt den Antrag stellen …
Es geht kurz gesagt darum: Ein UNI – Bediensteter hat die Anrechnung seiner Lehrzeit im öffentlichen Dienst vor dem 18. Lebensjahr eingeklagt, weil einer Kollegin die Lehrzeit nach dem 18. Lebensjahr als Vordienstzeit voll angerechnet wurde. Der EuGH gab dem Kläger recht, weil es sich dabei um eine Diskriminierung aufgrund des Alters handelt. MaS
