Welche Voraussetzungen braucht eine Gemeinsame Schule?
... und weitere Diskussionspunkte zum Thema Schule
Donnerstag, 10. April 2014
18.00 - 19.30
BG Gallusstraße
Eine Veranstaltung der Unabhängige Bildungsgewerkschaft - UBG
und der Vorarlberger LehrerInnen-Initiative - VLI
VLI-Sitzung:Montag, 07. 04. 14 20:00 Uhr
Gasthof Rose Dornbirn Hatlerstraße 31
Wir laden alle Freunde/innen, Kollegen/innen und Interessierten aus AHS, BMHS, Pflicht- und Berufsschulen zum Informationsaustausch ein
Die Unabhängige Bildungsgewerkschaft und die Vorarlberger LehrerInneninitiative sind nach wie vor bemüht, den KollegInnen die verschiedenen Ausformungen der Gemeinsamen Schule nahezubringen. Vor wenigen Wochen waren UBG-Mitglieder auf der dritten Finnlandexkursion, im Mai starten wir die nächste Exkursion nach Südtirol. Dort wird seit über 40 Jahren die Gesamtschule gelebt.
Der Schwerpunkt der diesjährigen Informationsfahrt liegt auf dem Thema „Inklusion“.
Termin: 8. bis 10. Mai
Programm, Reisedaten und sonstige Informationen als Download!
ORF: Zentralklausuren ja, Schulvergleich nein
An den Schulversuchsschulen wird laut heutiger Information von Bildungsministerin Heinisch-Hosek heuer die Zentralmatura wie geplant durchgeführt. Die Prüfung der Datensicherheit beim Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE) sei für die Zentralmatura positiv ausgefallen. Für die vergleichenden Schülertestungen ist die diesbezügliche Prüfung noch nicht abgeschlossen.
An der Praxisschule der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg gelangen gem. § 20 HG 2005 mit 1. September 2014 voraussichtlich und vorbehaltlich eines Widerrufs die im pdf (Download) angeführten Lehrer/innenstellen zur Besetzung.
Das Auswahlverfahren findet an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg durch eine eigens eingerichtete Bestellungskommission statt.
"Gipfel" über Neue Mittelschule
Morgenjournal, 25.3.2014 Regina Pöll
Thema des heutigen Treffens der Landesschulratspräsidenten bei Heinisch-Hosek ist die Forderung einer Reform der NMS, weil die Ergebnisse bei den Leistungstests viel zu schlecht für den hohen finanziellen und auch personellen Aufwand sind.
In welche Richtung eine Reform gehen soll, lässt der Oberösterreichische Landesschulratspräsident, Fritz Enzenhofer, durchblicken: Klassenteilungen statt Team-Teaching. Eine Gruppe für die besseren Schüler/innen und eine für die schwächeren. Auch sein Salzburger Kollege, Plötzeneder, wünscht sich „verstärkt eine innere Differenzierung“.
Bedeutet das ein Zurück zu den Leistungsgruppen mit unter dem NMS-Logo?
Heidi Schrodt im DerStandard 17.03.14
Nach dem Aussetzen der Testungen der Bildungsstandards und der Teilnahme am nächsten Durchgang der internationalen Bildungsvergleichsstudien Pisa und TIMSS durch die Bildungsministerin, wird Heinisch-Hosek nicht nur von einigen Oppositionsparteien heftig kritisiert, sondern vor allem auch von Bildungsexperten aus der Wissenschaft und den Gewerkschaften.
So auch Heidi Schrodt, langjährige Direktorin am Gymnasium Rahlgasse Wien und Vorsitzende von BildungGrenzenlos. Die Absage des nächsten Pisa-Tests ist trotz Kritik und Datenleck das falsche Signal: Die Bildungsforschung benötigt längerfristige internationale Vergleiche wie auch verbesserte Qualitätsstandards
Weshalb im Österreichischen Bildungswesen nichts weiter geht? Eine mögliche Antwort von Heidi Schrodt in ihrem Kommentar: Ausgerechnet im Unterrichtsressort fallen die größten Budgeteinsparungen aller Ressorts an. Das sollte klar ausgesprochen werden. Woher das Geld kommen soll? Fangen wir bei der Reform der Schulverwaltung an! …
Heinisch-Hosek lehnt Haider-Angebot ab, Öberösterreich will trotzdem und Schilcher bedauert ...
Interessante Links zum Thema
Deutschland: Tarifrunde öffentlicher Dienst
Gewerkschaft ver.di fordert 7% plus!
In Potsdam beginnen am Donnerstag die Verhandlungen für 2,1 Millionen Beschäftigte in Bund und Kommunen. Die Gewerkschaften fordern viel. Artikel taz.de
Liebe GÖD, lies das!
Über 7 Prozent mehr Lohn wollen die Gewerkschaften für die rund 2,1 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen. Damit toppen sie die Forderungen der Gewerkschaften aus der Industrie.
>>> Artikel taz.de „Eine offensive 7 vor dem Komma“
Zentralmatura – Testungen
Bundesministerium richtet Hotline ein
Für Fragen zur neuen Matura und dem weiteren Vorgehen rund um die Testungen, hat das Bundesministerium für Bildung und Frauen eine Service-Hotline eingerichtet.
Laut BM Heinisch-Hosek ist die Service-Hotline ist vor allem für Lehrer/innen, Eltern und Schüler/innen gedacht, die Anliegen und Fragen zur Zentralmatura und den entsprechenden Testungen haben. Sie können sich an die Experten des Ministeriums wenden, die unter 01 / 53120-4508 täglich von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr zur Verfügung stehen.
Zentralmatura- und Datensicherheit:
VLI und UBG treten für direkte, lösungsorientierte Gespräche mit Bildungsministerin Heinisch-Hosek ein
Presseaussendung der VLI und UBG
Der parteipolitisch eingefärbte Streit um Datenleck und Matura-Verschiebung samt FCG-/ÖVP-Rücktrittsforderungen an die SPÖ-Ministerin hat bisher nur eines gebracht: Ärger und Verunsicherung an 400 Schulen, die im Mai 2014 zum letzten Probelauf vor der allgemeinen Einführung der schriftlichen Zentralmatura 2015 starten wollen. Diese Verunsicherung behindert SchülerInnen und LehrerInnen, die nur mehr wenige Wochen bis zu den schriftlichen Maturaprüfungen haben. UBG, VLI und ÖLI-UG erwarten von der Bildungsministerin und von den FCG-Vorsitzenden der LehrerInnengewerkschaften der GÖD, dass sie
•umgehend lösungsorientierte Gespräche im Interesse der Betroffenen aufnehmen,
•Unsicherheit beseitigen und
•beide Optionen, Zentralmatura oder „Plan B“ absichern.
>>> Presseaussendung als Download
Einladung der Landesrätin Dr. Bernadette Mennel
zur Vortragsreihe
„Lernerfolg durch Sprache“
„Die sprachliche Vorbildwirkung der Lehrperson“
Donnerstag, 3. April 2014 17.30 Uhr HTL Bregenz
„Soziale Ungleichheit im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit“
Montag, 7. April 2014 17.00 Uhr Vorarlberger Mittelschule Klaus
Zwei wichtige Informationen der BMHS-Gewerkschaft
Zusammenfassung:
Klarstellung zum Zeitkonto
Im letzten Dienstjahr ist der Verbrauch der Gutschrift des Zeitkontos nicht
von einer neu aufzunehmenden Ersatzlehrkraft abhängig, wenn sonst der Verbrauch nicht mehr möglich wäre.
Vorrückungsstichtag – Nichtanrechnung von Praxiszeiten in der Privatwirtschaft.
Kolleg/innen, denen Vordienstzeiten nur deshalb nicht angerechnet wurden, weil sie nicht im öffentlichen Dienst, sondern in der Privatwirtschaft geleistet wurden, können sich diese (falls GÖD-Mitglieder) bei der Gewerkschaft melden, um Rechtsschutz zu erhalten. Die GÖD sucht Betroffene damit sie einen Prozess mit dem Ziel der Änderung der derzeitigen Gesetzeslage.
ÖLI-UG Dienstrechtsskriptum 2014
Das aktualisierte Dienstrechtsskriptum der ÖLI-UG
Stand: 1. 1. 2014
> Gehalts-/Zulagentabellen 2012=2013 und 2014,
> Prüfungsgebühren 2011/12 und 2012-14
> ÖBB-Tarife (bis 31. 12. 2013) für Reiserechnungen
> Zusammenfassung der Regelungen zur modularen Oberstufe
(ab 1.9.2017 verpflichtend, seit 1.9.2013 schulautonom möglich)
Was bietet die
Unabhängige Bildungsgewerkschaft?
Der neue Folder der UBG
AHS-Gewerkschaftsvorsitzender Eckehard Quin missbraucht die Kontaktdaten der GÖD für seinen Fraktionswahlkampf
Aussendung der VLI-UBG: Gerhard Pušnik
Seit einigen Wochen missbraucht E. Quin die Mailadressen der Mitglieder der GÖD für seine privaten, fraktionspolitischen Zwecke. Gleich mehrere Mails pro Woche verschickt der ÖPU/ÖAAB/ÖVP-Funktionär Eckehard Quin an die AHS-Gewerkschafts-Mitglieder. Der ÖGB ist überparteilich, doch das hindert Quin nicht, in selbstherrlicher Manier tausende Mailadressen für seine parteipolitischen Zwecke zu benützen. Keine andere Gewerkschafts-Liste hat Zugang zu den Mailadressen, er allein in seiner Funktion als Vorsitzender verfügt mit seinen ÖPU-Mannen über die Mailadressen.
Dieser Missbrauch schadet nicht nur dem Ansehen des ÖGB, sondern stellt auch einen klaren Verstoß gegen Leitbild, Leitsätze und Statuten des ÖGB dar. Da dem ÖGB Rechtspersönlichkeit zukommt, stellt das Vorgehen des AHS-Gewerkschafts-vorsitzenden Quin keinen Kavaliersdelikt dar. Für Quin ist der ÖGB offensichtlich ein Selbstbedienungsladen. >>Aussendung
Untätigkeit der AHS-GÖD: Wie lange noch?
Wir fordern von der AHS-Gewerkschaft und seinem Vorsitzenden eine offensive, parteiübergreifende Gewerkschaftsarbeit!
Ausendung der VLI-UBG: Gerhard Pušnik
Der Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft, Eckehard Quin, hat bereits im NÖ-Landtagswahlkampf geübt und dabei gelernt, wie man sich mit wenig Aufwand ins Scheinwerferlicht stellt. Seine Pressegespräche führen zu Schlagzeilen ("Matura abschaffen"), wie jüngst geschehen, ein paar Tage danach kann er sich selbst dementieren ("Matura abschaffen? Aber keine Rede davon"). >>> Aussendung
Wie unsere Jugend tickt | Bernhard Heinzlmaier
Performer, Styler, Egoisten. Über eine Jugend, der die Alten die Ideale abgewöhnt haben.
Der Neoliberalismus ist ein Gas (G. Deleuze). Einem Gas kann man kaum Grenzen setzen. Aus der Ökonomie kommend strömt es ungehindert in alle Diskurse und Lebenswelten ein. Ökonomische Imperative greifen auf alle Sphären der Gesellschaft über - Schule, Familie, Kultur, Bildung usw. Die Gesellschaft ist zum Anhängsel des Marktes geworden. In verschulten und autoritär reglementierten Universitäten, in denen Bildung durch die unkritische Akkumulation von Fachwissen und dessen Abprüfung im geistlosen Multiple-Choice-Verfahren verdrängt wird, werden die Jugendlichen systematisch für die Verwendung im Markt hergerichtet. Kritische Reflexionen sind nicht mehr gefragt. Bildung als Erziehung zur Freiheit, Bildung der „Gesinnung“ und des Charakters“ (Humboldt) - längst verabschiedet und auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen. Am Ende verlässt schön verpacktes Humankapital die bildungsökonomisch hocheffizienten Ausbildungsfabriken. Doch die gut ausgebildeten Ungebildeten sind ängstliche Kreaturen. Mit begrenztem Horizont und engem Herz geht diese neue Elite durch die Welt, die Angst im Nacken, von anderen, ebenso „coolen“ Charakteren wie sie selbst aus dem Feld geschlagen zu werden.
Das Filmforum Bregenz zeigt in Zusammenarbeit mit der Grünen Bildungswerkstatt,
der Vorarlberger Lehrer/inneninitiative ( VLI ) und der Unabhängigen Bildungsgewerkschaft ( UBG )den Film:
Sur le chemin de l'école
Auf dem Weg zur Schule
Wann: Mi, 12.3. 20.00 Uhr
Fr, 14.3. 22.00 Uhr
Wo: Metro-Kino Bregenz
In Auf dem Weg zur Schule erzählt Regisseur Pascal Plisson eine globale Bildungsgeschichte – von Mädchen und Jungen, ihren Freunden und Geschwistern in der kenianischen Savanne, im Atlasgebirge Marokkos, in Patagonien und am Golf von Bengalen.
Mit viel Gespür für Situationskomik porträtiert der Film seine kleinen Helden und feiert ganz nebenbei die Bildung, die oft zu Unrecht als Beschwernis wahrgenommen wird. Zahira, Jackson, Samuel und Carlito überraschen uns mit ihrer Leidenschaft, Neugier und ihrer unendlichen Energie.
BIFIE – Pressekonferenz von Harald Walser
BIFIE „ist eine Einrichtung mit zunehmenden Problemen“
NR Walser zählt auf seiner Pressekonferenz und seinem Blog die Pleiten und Pannen des BIFIE auf und thematisiert seine Lösungsvorschläge.
MitarbeiterInnen beklagen politisch motivierte Einflussnahme, die Datenleck-Affäre, das Debakel Zentralmatura und die Rechnungshofkritik wegen viel zu lockerem Umgang mit Geld (zu hohe Budgets, zu viel Personal, zu wenig Kontrolle und zu wenig Effizienz, dazu Doppelgleisigkeiten, Vetternwirtschaft etc.) sind die aktuellen BIFIE-Peinlichkeiten.
Was ist zu tun? Laut Harald Walser ist Entpolitisierung, die Zentralmatura zurück ins Ministerium und eine externe Datenverwaltung angesagt!
Rücktrittsforderungen an die Bildungsministerin sind kein Beitrag zum Datenschutz und zur Reorganisation des BIFIE
Presseaussendung Unabhängige Gewerkschaft
Unabhängige GewerkschafterInnen fordern Rückführung des ausgegliederten BIFIE in die Bundeskompetenz und Mindeststandards für die Vergabe öffentlicher Aufträge an Internetfirmen
Das Datenleck im BIFIE bzw. bei der Kapsch-BusinessCom AG oder ihrer rumänischen Tochterfirma Kapsch SRL ist allem Anschein nach die Folge einer fahrlässigen Auftragsvergabe durch das ausgegliederte und in seiner Geschäftsführung dem BMUKK verantwortliche BIFIE.
Datenleck: 400.000 vertrauliche Schülertests im Internet
DiePresse.com 25.02.14 17:13:
von Julia Neuhauser und Manuel Reinartz
BIFIE = Peinliche Pleiten und Pannen
Wie die Die Presse.com heute exklusiv berichtet, liegen mehr als 400.000 geheime Testergebnisse und 37.000 E-Mail-Adressen von Lehrer/innen ungeschützt auf einem rumänischen Internetserver.
Wieder einmal - die VLI berichtete bereits 2010 - ist für eine folgenreichen Fehler im Bildungsbereich das BIFIE (Bundesinstitut für Bildungsforschung) verantwortlich. Dass das BIFIE davon wusste und nicht handelte, ist alleine schon ausreichend Stoff für einen ausgewachsenen Skandal. Zusammen mit den unzähligen peinlichen Pleiten und Pannen des BIFIE in der Vergangenheit entsteht ein Bild von Inkompetenz, das seinesgleichen sucht. Und genau diese Unfähigkeit ist mit ein wesentlicher Grund für die Stagnation in der Österreichischen Bildungspolitik. Dem Österreichischen Bildungssystem sind dadurch nicht nur sehr hohe Kosten, sondern vor allem ein nachhaltiger Imageschaden entstanden. Politisch verantwortlich ist vor allem die Vorgängerin von Heinisch-Hosek, BM Claudia Schied. MS
Kann man noch tiefer sinken?
Kommentar von Gerhard Pušnik
In den Ausgaben des Regionalzeitungsverbandes (Blättle, Anzeiger, Walgaublatt) vom 07.02.2014 übertitelt deren Chefredakteur, Andreas Feiertag, seinen wöchentlichen Kommentar mit der Frage
„Produzieren Vorarlbergs Schulen die meisten Trottel?“
In diesem besonders niveaulosen Artikel, in dem Kraut und Rüben vermischt werden, schreibt dieser Andreas Feiertag weiter, es wollen
„Mütter und Väter selbstverständlich auch wissen, welches Bildungs-institut die meisten Trottel produziert.“
...... gesamter Text
Eine andere Gewerkschaftspolitik ist möglich:
Join the Union, Change the Union!
Eine Aussendung der UGÖD – Reinhart Sellner
Liebe KollegInnen im öffentlichen Dienst und in den ausgegliederten Betrieben!
Seit der Großdemonstration am Ballhausplatz am 18. Dezember 2013 sind einige Wochen vergangen und es ist still geworden, in der GÖD.
Aus 2,3% Gehaltserhöhung zur Inflationsabgeltung für 2013 ist nichts geworden.
Eine Aufhebung des Aufnahmestopps, ein Ende der prekären Dienstverhältnisse und nachhaltige Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in Dienststellen und ausgegliederten Betrieben stehen weiterhin nicht auf der Agenda der neuen Bundesregierung.
Die Rücknahme des von SPÖ und ÖVP verordneten Sparpaketes „LehrerInnendienstrecht“ mit negativen Folgewirkungen für den gesamten öffentlichen Dienst ist nicht zu erwarten.
Eine Budgetkonsolidierung durch soziale und transparente Umverteilung von Reichtum und Spekulationsgewinnen (vermögensbezogene Steuern) wird von der ÖVP abgelehnt, der Koalitionspartner SPÖ hat´s akzeptiert.
Investitionen in den öffentlichen Dienst, in Bildung, Soziales, Gesundheit und Verwaltung sind nicht zu erwarten, denn der „Budgetpfad“ rechnet mit weiteren Personal-Einsparungen, Ausgliederungen und Auslagerungen von Bund, Ländern und Gemeinden. Für ein „ausgeglicheneres“ Budget samt Hypo-Pleite sollen nicht Krisenverursacher und Krisengewinnler zahlen, sondern die Lohn- und MehrwertsteuerzahlerInnen, die prekär Beschäftigten, die Arbeitslosen, die Alten und die Jungen, deren Zukunft grad noch Wahlkampfthema war.
Eine andere Gewerkschaftspolitik ist möglich: Join the Union, Change the Union!
VVVV Gesamte Aussendung unten als als Download VVVV
Kommt die gemeinsame Schule in Vorarlberg?
Die ersten Ergebnisse der großangelegten Vorarlberger Studie zum Thema Schule setzen die ÖVP unter Druck.
Vorarlberg.ORF.News: Rund 72 Prozent der Eltern, Pädagogen und Schüler in Vorarlberg wollen, dass die Bildungsentscheidung von der vierten Klasse Volksschule auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird. Das heißt auch, dass sich fast ebenso viele für eine Gemeinsame Schule aussprechen. So lauten erste Ergebnisse der großangelegten Befragung des Landes zum Thema Schule.
Bekannt gegeben hat die Ergebnisse der Moderator Olaf Axel Burow am Rande der Zukunftswerkstatt an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg. Zur großen Überraschung der Anwesenden und zum Ärger der Vizerektorin der PHV Gabriele Böheim: „Er hat da etwas falsch verstanden“ (VN).
Die Opposition fordert „Ein klares Bekenntnis zur gemeinsamen Schule noch vor der Landtagswahl“ (die Grünen). Schullandesrätin Bernadette Mennel blockt ab: „Rohergebnisse herausnehmen ist unseriös“ (ORF)
Fazit: Es ist und bleibt wie´s ist – Stillstand in der Bildungspolitik.
Weitere Presseberichte: Die Presse ; VOL.at
Bildungsstandard-Test:
Schlechte Noten für die Bildungspolitik
73.655 Schüler/innen wurden österreichweit in den vierten Klassen Volksschule auf ihre Mathematikkenntnisse und 76.728 Schüler/innen der achten Schulstufe auf ihre Englischkenntnisse getestet.
An die 25% der Zehnjährigen scheitert in Mathematik an den "Bildungsstandards".
Die Leistungen in Englisch in den Neuen Mittelschulen (NMS) entsprechen den Hauptschulen, die AHS ist weit vorne. Wie zu erwarten, beeinflusst der Familienhintergrund die Leistungen der Kinder nach wie vor stark.
Halbe Sachen in der Bildungspolitik kosten viel, bringen aber nicht die erwarteten Ergebnisse.
Alarmierendes Vorarlberger Ergebnis bei Bildungsstandardtests. Volksschüler sind Schlusslicht. Vorarlberger Nachrichten
Die neue Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek bewertet die Mathematik-Ergebnisse insgesamt positiv – “in Vorarlberg higegen herrscht Tristesse". VN
Sozialstatus prägt den Schulerfolg – Eine Schulreform ohne Reform der Elementarpädagogik und der Schaffung sozial fairer Rahmenbedingungen bringt nichts.
Christian Wiesner (BIFIE-Direktor) ist überrascht, „dass der Leistungsunterschied in Englisch nichts mit dem Migrationshintergrund (18 Prozent der Schüler) zu tun hat, sondern fast ausschließlich auf den sozialen Hintergrund zurückzuführen ist. Der Abstand von 39 Punkten verringert sich auf sechs, wenn nur Jugendliche mit gleichem sozialem Hintergrund verglichen werden. Die Mädchen sind hier besser als die Buben.“ Derstandard
Dass sogar ein Bildungsexperte zugibt, dass ihn dieses Ergebnis „überrascht“, ist zwar löblich, liegt aber sicher nicht daran, dass es sich dabei um eine wirklich neue Erkenntnis handelt, sondern ist eher auf seine Ahnungslosigkeit im Bildungsbereich zurück zu führen. Ist vielleicht die Qualität der in Österreich gehandelten „Bildungsexpert/innen“ die Ursache der traurigen österreichischen Bildungspolitk der „halben Sachen“?
Die Neue Mittelschule NMS hat Hauptschulniveau.
Die Neuen Mittelschulen schneiden leistungsmäßig wie die Hauptschulen ab, obwohl die NMS finanziell wesentlich besser ausgestattet sind. Eine Ursache könnte der deutlich höhere Anteil an sozial benachteiligten Schülern sein (25 % sehr hoch oder hoch; HS: 19 %, AHS: 5 %).
Bildungsstandards zerstören den Unterricht
Teaching to the test: Durch die Kompetenzorientierung geht die Kommunikation zwischen Lehrer/innen und Schüler/innen verloren, so der Schweizer Pädagogen Künzli im derStandard.at. Die Vorgaben dafür, was Schüler/innen können und Lehrer/innen unterrichten müssen, seien zu eng gefasst. Lehrer/innen würden dann nur mehr eine Kompetenz nach der anderen abhaken. Studien aus Ländern, die auf Kompetenzorientierung setzen, hätten zudem gezeigt, dass Lehrer/innen dann nur mehr das lehren, was auch messbar ist. Ein "Teaching to the Test" – also die Reduzierung der Lehrinhalte auf das, was abgeprüft wird – sei die Folge.
So sieht das auch Stefan Hopmann vom Institut für Bildungswissenschaft der Uni Wien.
Gehalt für Bundesbedienstete fixiert
Wiener.Zeitung.at 29.01.2014
Gegen die Stimmen der FPÖ hat der Nationalrat am Mittwochnachmittag den mit der GÖD ausverhandelten Abschluss - ab März ein Plus von 1,4 Prozent + Fixbetrag von € 14,50 - beschlossen.
Als durchschnittliches Gehaltsplus wurden 1,88 Prozent errechnet, was für Ärger bei den Freiheitlichen sorgte. Denn deren Mandatar Christian Lausch machte darauf aufmerksam, dass dieser Wert nur stimmen würde, wenn die Erhöhung wie üblich am 1. Jänner wirksam geworden wäre. So aber blieben aufs Jahr hochgerechnet nur "läppische" 1,57 Prozent an Erhöhung.
Erfreulich ist, dass sich die FPÖ scheinbar auf der VLI/ÖLI-UG Homepage schlau macht, da meines Wissens nur die VLI/ÖLI-UG auf diesen Umstand aufmerksam gemacht hat. Ärgerlich ist, dass trotzdem in der Grafik zu diesem Artikel eine durchschnittliche Gehaltserhöhung von 1,88% statt den "läppischen" 1,57% angegeben ist.
Auch den Grünen ist die Anhebung zu gering ausgefallen. Denn der öffentliche Dienst müsse attraktiv bleiben und dazu gehöre auch eine attraktive Bezahlung, meinte Mandatar Albert Steinhauser.
Zugestimmt haben sie trotzdem.
"Ist die Erhöhung der Beamten-Gehälter angemessen?"
Online-Abstimmung bei Presse.com
Eine gute Gelegenheit, die Meinung kund zu tun! Wenn uns auch die GÖD eine Urabstimmung darüber verweigert hat.
So etwas hat es weltweit sicher noch nie gegeben:
GÖD streikt für weniger Gehalt
Die fünfte Runde der Gehaltsverhandlungen wird von der GÖD abgebrochen, weil die Regierung nur 1,6% (Fayman redet von 1,7%) Gehaltserhöhung anbietet. Danach organisiert die GÖD einen Streik mit 40.000! Menschen in Wien. Thema „Kaufkraft stärken“. Ein Monat Später akzeptiert die GÖD in der sechsten Gehaltsverhandlungsrunde das Angebot der Regierung mit durchschnittlich 1,57 % Gehaltserhöhung – also um 0,03% (laut Fayman 0,13%) weniger als vor dem Streik. Geht´s noch, GÖD?!
BürgerInneninitiative zur Aufhebung der LehrerInnendienstrechtsnovelle - für ein faires Dienstrecht
Auch wenn diese vom ARGE-LehrerInnen eingebrachte APS-Petition keine gewerkschaftliche (Kampf?)Maßnahme ist, wie sie die GÖD für den Fall der Annahme der Dienstrechtsnovelle beschlossen hat: Die Petition will SPÖ- und ÖVP-Abgeordnete zum Umdenken bewegen, aber die Zahl von bisher erreichten rund 2700 Unterschriften ist keine, die in den Regierungsparteien Druck ausüben kann und unsere Forderung nach einem fairen, demokratischen Dienstrecht weiterbringt, denn es gibt 120.000 LehrerInnen, StudentInnen und viele andere Mit-Betroffene nicht eingerechnet.
Mitbetroffene sind SchülerInnen, Eltern (Schulqualität) und alle öffentlich Bediensteten, für die seitens der Regierung ein neues allgemeines Dienstrecht geplant wird - das arbeitnehmerInnenfeindliche Sparpaket vom 17.12. wird, wenn wir alle und unsere Gewerkschaften keine Rücknahme erreichen, dafür der Präjudizfall sein. Auch in den Ausgegliederten und in der Privatwirtschaft schafft ein Dienstrecht mit All-inclusiv - Arbeitszeiterhöhung, Personaleinsparung, Arbeitsverdichtung und weitere Entkoppelung von Qualifikation (bei künftig allen LehrerInnen vollakademisches Studium) und Einkommen.
Möglichkeit zur elektronischen Unterzeichnung nützen
>>zur Unterstützung-Zustimmungserklärung
Bundesdienst
Gehaltsverhandlungen
2014
Einigung in der 6. Verhandlungrunde
Neugebauer und Ostermayer zufrieden - WIR NICHT!
Durchschnittlich 1,57 % Gehaltserhöhung für 2014 und ab März 2015 steigen die Gehälter um 0,1% über der Inflationsrate.
Das Angebot der Regierung in der letzten (5.) Verhandlungsrunde war 1,6% (0,03% mehr!).
Das Ergebnis der Gehaltsverhandlungen ist ein Doppelabschluss für heuer und das nächste Jahr. Ab März 2014 werden die Gehälter sozial gestaffelt durchschnittlich um 1,88 % (auf das ganze Jahr 2014 umgerechnet ergibt sich nur eine durchschnittliche Erhöhung um 1,57%) angehoben, wobei die niedrigsten Einkommen um 2,5 % erhöht werden, die höchsten um 1,5 %. Nach einer Nulllohnrunde 2013, ist wie in den Jahren davor das Verhandlungsergebnis 2014 der schlechteste Abschluss aller Branchen. Ab März 2015 bis Ende 2015 steigen die Gehälter dann um 0,1 Prozent über der Inflationsrate.
Konkret:
Ab 1.3.2014 werden die Gehälter um 1,4 Prozent und dazu um 14,50 Euro erhöht (Inflationsabgeltung 2,33% also für ein Monatsgehalt von 1560 €). Zulagen und Vergütungen werden um 2,02 Prozent erhöht.
Ab 1.3.2015 werden die Gehälter um die Inflationsrate (Okt.13-Sept.14) und 0,1 Prozent erhöht.
Kommentar Gary Fuchsbauer: „Am Di., 21.1., bin ich zu einer GÖD-Bundeskonferenz eingeladen. Falls dort über diese Gehaltsvereinbarung abgestimmt wird, werde ich dagegen stimmen, da nach 14 Monaten Nulllohnerhöhung ein Abschluss unter der Inflationsrate inakzeptabel ist und alle anderen Branchen zw. 2,5 und 3,2 Prozent Erhöhung bekamen.“
Nervöse ÖVP
Die schaumgebremsten Diskussion über die Modellregionen für Gesamtschulen und der Haslauerwunsch nach einer Vermögenssteuer sind nicht der Grund für die große Nervosität der ÖVP, sondern eine Folge davon. Die Ursache für die ängstliche Gereiztheit der Spindeleggermannschaft ist durch die schleichende, aber manifeste Selbsterkenntnis über ihre hoffnungslos unzeitgemäße Politik erklärbar.
Diese unkontrollierten Spannungen innerhalb der ÖVP produzieren abstruse Reaktionen am laufenden Band:
So kommentiert Spindelegger die kurzfristig einberufene nächtliche Krisensitzung von Sonntag auf Montag als einen „normalen Vorgang“ in der ÖVP und meint, dass die Frage der Modellversuche nun – bei fixer Beibehaltung des Gymnasiums – ausdiskutiert werden soll.
Geht´s noch, ÖVP?!
Pressemeldungen dazu
>> derstandard.at (14.01.14): Busek: "ÖVP wird Obmanndebatte nicht erspart bleiben"
>> Die Presse (12.01.14): Dass das aktuelle Selbstzerfleischungsritual in der Volkspartei unter dem Vorwand der Bildungspolitik .....
>> VN (13.01.14): ÖVP-Chef Spindelegger nach Krisensitzung:
Gesamtschulregion Vorarlberg
Ein frommer Landeshauptmanns-Wunsch
+ ein Spindelegger, der kein Christkindl sein will
+ ein SPÖ-Bundeskanzler, der grundsätzlich dafür ist
+ zuschaut
= eine Chance für die Betroffenen
Von Reinhart Sellner
Die Gesamtschulregion Vorarlberg steht nicht im Koalitionspakt
Modellregionen, wie sie schon von Heinisch-Hoseks Vorgängerin angedacht wurden, sind allem Anschein nach kein Rückzugsmanöver, sondern ein österreichischer Weg, die von ÖVP und GÖD jahrzehntelang verhinderte Reform der Sekundarstufe 2 in Gang zu bringen. In Finnland wurde die Gemeinschaftsschule erst in dünn besiedelten Regionen im Norden realisiert (allerdings mit dem politisch von allen Parteien getragenen Gesamtplan der schrittweisen Ausweitung bis in die Ballungsräume im Süden und Südwesten, wo es zu diesem Zeitpunkt noch starken Widerstand von GymnasiallehrerInnen gab), in Österreich bietet sich im Westen Vorarlberg als Einstiegsregion an:
>> Gesamter Text
>> Entschließungsantrag - Walser - Modellregion
>> Dazu ein Brief an die neue Unterrichtsministerin
>> ÖVP auf bildungspolitischer Geisterfahrt! - Blog Walser
Gesamtschulregion Vorarlberg
Vorarlberg befragte 23.000 Lehrer, Eltern und Schüler zur Gemeinsamen Schule für Zehn- bis 14-Jährige - Gesamtrücklaufquote rund 85 Prozent
derstandard.at 09.01.14
Im November wurden 22.880 Lehrer, Eltern und Schüler zur Weiterentwicklung der Sekundarstufe I befragt. Der Endbericht sollte im Mai 2015 vorliegen.
Kommentar zur Umfrage von Reinhart Sellner:
Ich frage mich, ob nachhaltige Bildungspolitik die Rechtfertigung von Umfragen braucht, an denen sich die berufsbedingt jahrzehntelang betroffenen LehrerInnen mit 50%, die SchülerInnen, die keine Gesamtschule mehr erleben können, aber per Klassenausfüllen in der Sekundarstufe II zu 90% beteiligen, während sozial- und bildungswissenschaftliche Studien, Lern- und Unterrichtsforschung bis hin zur angstfreien Lernnotwendigkeit der Hirnforschung außen weiterhin kaum Beachtung finden und politisch irrelevant erscheinen, weil sie nicht aufs nächste Wahlergebnis hochgerechnet werden können. ...
>> DerStandard: Großes Interesse an Umfrage zu Gesamtschule
Einladung zum BundeslehrerInnentag von Österreichischer LehrerInnen Initiative (ÖLI-UG) und Unabhängiger Bildungsgewerkschaft (UBG)
am Mittwoch, 19. März 2014,
im Volkshaus Dornach,
Niedermayrweg 7, 4040 Linz-Urfahr.
Programm:
8:45 Uhr: Büchertische, Info-Stände, Gespräch mit Koll. von ÖLI-UG und UBG
9:00 Uhr: Begrüßung, Informationen von ÖLI-UG und UBG
9:15 Uhr: Dienstrechtsreform:
Information und Gespräch mit Josef Gary Fuchsbauer, ÖLI-UG, GÖD-ARGE-LehrerInnen
10.00 Uhr: Müssen sich LehrerInnen von Politik und Medien alles gefallen lassen?
Ulla Kramar-Schmid und Christa Zöchling, Redakteurinnen des Profil, stellen sich nach Kurzreferaten der Diskussion mit uns LehrerInnen
12:30 Uhr: Mittagessen – Möglichkeit zum weiteren Gedankenaustausch
Vorarlberg und die Gesamtschule:
VN (+Foto) 09.01.14
Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) lassen keine Modellregion zur Gemeinsamen Schule zu. Doch Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) will weiter an dem Projekt arbeiten. Ergebnisse sollen in einem Jahr vorliegen, wie er im VN-Interview betont. Link zum Artikel
