Diskussion mit der ehemaligen Hamburger Schulsenatorin Christa Goetsch
Montag, 5. Oktober, 18.00 Uhr
Pfarrzentrum St. Martin
Es geht um die Frage, wie man die Bevölkerung für die geplante Umstellung auf ein Gesamtschulsystem gewinnen könnte. In Hamburg wurde diese Systemumstellung von allen Parteien getragen, aber zuletzt durch eine Volksabstimmung zu Fall gebracht.Die Grünpolitikerin Christa Goetsch war damals (2010) in der Stadtregierung für Bildung verantwortlich .
Veranstaltung:
Dr. Gertrud Nagy: Gemeinsame Schule – Allheilmittel oder Angstmacher?
Dienstag, 22. September 2015, 19.30 Uhr,
AK Vorarlberg, Widnau 2-4, 6800 Feldkirch
Gertrud Nagy, ehemalige Hauptschulleiterin und promovierte Erziehungswissenschafterin; seit 2007 wissenschaftliche Mitarbeit an der Johannes Kepler Universität Linz..
Ihr aktuelles Buch: Die Angst der Mittelschicht vor der Gesamtschule
Es muss etwas geschehen – darüber sind sich politische Parteien und Interessenver-tretungen in Österreich einig und mahnen Bildungsreformen ein. Zur Einführung einer Gesamtschule kommt es bislang nicht, weil die bildungsnahe Mittelschicht zu sehr Qualitäts- und Privilegienverlust durch eine gemeinsame Schule der Zehn- bis Vierzehnjährigen befürchtet und zu wenig die Auswirkungen einer Zweiklassenbildung. Gertrud Nagy bündelt Befunde zum Stand von Bildungs(un)gerechtigkeit und zum Status Quo in der Bildungsdiskussion, fokussiert auf Problemlagen der städtischen Hauptschule und Neuen Mittelschule.
Eine kritische Analyse samt Lösungsvorschlägen von Gerhard Ruedl
Die derzeit vom Zentrum für lernende Schulen den NMS vorgeschlagene Entscheidungsgrundlage für die Umwandlung von 4.0 Scores in eine Ziffernnote war Anlass für das vorliegende Positionspapier. Als Vater eines schulpflichtigen Kindes an einer NMS stelle ich in dieser kritischen Analyse fest, dass die derzeitig gehandhabte Leistungsbeurteilung mit der 4.0 Skala gravierende Mängel hinsichtlich der sogenannten Beurteilungsgerechtigkeit („Gleiche Noten für gleich Leistungen“) aufweist. Mit diesem Positionspapier wird versucht anhand objektiver Daten und Vergleiche diese Mängel evidenzbasiert darzustellen sowie basierend auf den Ergebnissen mögliche Lösungsvorschläge aufzuzeigen, um eine Beurteilungsgerechtigkeit für Kinder gleicher Leistungsniveaus zwischen verschiedenen Beurteilungsformen (Noten 1-5 bzw. 4.0 Skala) sowie für Kinder unterschiedlichen Leistungsniveaus derselben Beurteilungsform (4.0 Skala) zu gewährleisten.
>>> weiter lesen und Positionspapier als Download
Das Skriptum wurde entsprechend der ab 1. September gültigen PRÜFUNGSTAXEN / Prüfungsgebühren aktualisiert. Und zum Vergleich ab 1.9.2014 und 2009 (vor Reduzierung).
>>> Dienstrechtsskriptum S 73
"Flüchtlinge willkommen!"
für eine menschliche Asylpolitik!
Samstag, 3. Oktober
Spätestens die einundsiebzig in einem LKW-Laderaum zu Tode gebrachten Flüchtlinge auf der A4 sind ein humanitärer Auftrag an die Regierung, für ein tätiges Mehr an Menschlichkeit in der Asylpolitik und auch in der Bildungsbudgetpolitik zu sorgen. Die Unabhängigen GewerkschafterInnen rufen ihre Kolleg*innen zur aktiven Unterstützung der Demonstration am 3. Oktober 2015 auf: Flüchtlinge willkommen!
Großdemonstration für eine menschliche Asylpolitik -
Samstag, 3. Oktober 2015 ab 13:00 Uhr, Christian-Broda-Platz (gegenüber Westbahnhof), Wien.
UGÖD: Polit-Hickhack schafft keine Schulplätze für 5000 Flüchtlingskinder
Presseaussendung 01.09.2015 - UGÖD + ÖLI-UG
Unabhängige Gewerkschafter*innen fordern Finanzminister Schelling zur Aufstockung des Bildungsbudgets auf: Schluss mit den Bildungssparpaketen auf Kosten der sozial Schwachen!
Die parteiunabhängige Plattform für eine menschliche Asylpolitik bereitet für 3. Oktober eine Großdemo „Flüchtlinge Willkommen!“ http://menschliche-asylpolitik.at/ vor. Zur selben Zeit versucht sich GÖD-Lehrer*innen-Gewerkschafter Paul Kimberger (FCG-Christgewerkschafter) im parteipolitischen Hickhack gegen die SPÖ-Bildungsministerin, die derzeit mit dem Finanzministerium über eine Aufstockung des Bildungsbudgets verhandelt.
Die Unabhängigen Gewerkschafter*innen haben die GÖD nicht erst aufgrund der durch die Flüchtlingssituation zu erwartenden zusätzlichen 5.000 Schüler*innen zu Aktionen für die Bereitstellung von zusätzlichem Personal durch Bildungs- und Finanzministerium aufgefordert. Dringend notwendig sind in der aktuellen Situation Sonderpädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Muttersprache-Lehrer*innen und Freizeit-Pädagog*innen. Die GÖD-Mehrheit hat aber offensive Verhandlungen mit dem Dienstgeber im Bildungs- und im Finanzministerium für die Bereitstellung der notwendigen Budgetmittel als „unrealistisch“ abgelehnt.
>>> zur Presseaussendung
Aktualisierte Vergleichstabellen + Infos zum neuen Dienstrecht
Informationen,Entscheidungshilfen undGehaltsvergleiche
> Gehalsvergleichstabellen mit Analyse
Wie berichtet, sind die Unabhäengigen Gewerkschafter/innen (UGÖD) vor fünf Wochen mit einem ihrer Vorsitzenden, Reinhart Sellner, in den Vorstand der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) eingezogen. Die UGÖD wurde somit als 3. Fraktion in der GÖD anerkannt.
Die Kooptierung Reinhart Sellners als Vertreter der UGÖD in den GÖD-Vorstand wurde jetzt auch in einem aktuellen Schreiben (-> Faksimile) des Vorsitzenden der GÖD, Fritz Neugebauer, offiziell in der GÖD mitgeteilt.
Die Vorarlberger Lehrer/innen Initiative (VLI) und die Österreichische Lehrer/innen Initiative-Unabhängige Gewerkschafter/innen (ÖLI-UG) gratuliert Reinhart Sellner
zu seinem jahrzehntelangen Durchhaltevermögen im Bemühen um diese Anerkennung und wünscht ihm viel Kraft und Erfolg für die "Mühen der Ebene", wie er seine begonnene Arbeit im GÖD-Vorstand genannt hat.
Der größte Teil der der PHV – Absolvent/innen hat sich für das für die APS-Lehrer/innen finanziell bessere neue Dienstrecht entschieden. Ein Problem gab es für all jene, die das Bachelorstudium noch nicht fertig haben, aber trotzdem im Herbst zu unterrichten beginnen. Denn diese neu eintretenden Pflichtschullehrer/innen mit noch fehlendem Bachelor konnten laut Ministerium nicht in das neue Dienstrecht.
Jetzt ist eine Lösung in Sicht. Blog Gerhard Unterkofler
Laut Gerhard Unterkofler, Personalvertreter und Vorsitzender der Pflichtschullehrergewerk- schaft Vorarlberg, „liegt nun ein positives Ergebnis für zukünftige Lehrer/innen mit noch fehlendem Bachelor vor.“
Im Rahmen der sogenannten „Altersteilzeit“ können pragmatisierte Kolleg/innen, die Teilzeit arbeiten, freiwillig den Pensionsversicherungsbeitrag bis zur Höhe des Versicherungsbetrages entsprechend einer Vollbeschäftigung aufzahlen.
> siehe auch Dienstrechtsskriptum S 30
Für Vertragslehrer/innen ist eine freiwillige Höherversicherung als Alternative zur Altersteilzeit für Pragmatisierte ebenfalls möglich.
Es ist zwar nicht ganz so einfach wie bei Pragmatisierten, führt aber ebenso dazu, dass sich die Teilzeit nicht entsprechend negativ auf die Pensionshöhe auswirkt. Ist dafür aber auch unabhängig von der Teilzeit möglich.
Zum Vergleich: Wenn ein/e Beamter/Beamtin wegen Teilzeit statt € 4.600,- nur € 2.300,- Brutto im Monat verdient und ca. 11 Prozent Pensionsbeitrag freiwillig aufzahlt, sind das € 253,- pro Monat und (14 mal) € 3.542,- pro Jahr.
Diesen Betrag (oder einen anderen selbstgewählten) könnte ein/e Vertragslehrer/in über die freiwillige Höherversicherung ebenfalls einzahlen - maximal € 9.300,- pro Jahr. Das ist 2015 die Höchstbemessungsgrundlage.
> Weitere Informationen dazu (Arbeiterkammer)
> Antragsformular für die Beantragung der freiwilligen Höherversicherung
Alle Kolleg/innen, die am 01.07.2015 die nächste Vorrückung haben, damit im neuen Besoldungssystem in die Zwischenstufe vorrücken, sollten zum Ausgleich der Differenz zum alten System die zweite Wahrungszulage erhalten. Auf dem aktuellen Gehaltszettel ist bei diesen Kolleg/innen dieser Ausgleichsbetrag aber noch nicht eingerechnet.
Der Grund ist, dass die Wahrungszulage nach der ersten Vorrückung im neuen Besoldungsrecht erst am 17.6.2015 im Bundesgesetzblatt verlautbart wurde, die Gehaltsanweisungen für Juli bei den Beamt/innen aber schon vor diesem Tag bearbeitet wurden. Es ist also verständlich, dass sie noch nicht im Abrechnungssystem umgesetzt und programmiert ist.
Für die Bundeslehrer/innen - bei denen noch nicht einmal die am 11.2.2015 im Bundesgesetzblatt verlautbarte Besoldungsreform auf den Juli-Gehaltszetteln aufscheint - gab es vor ein paar Wochen ein Informationsschreiben des Finanzministeriums, dass ab September alle Änderungen (auch die Aufrundung auf volle Eurobeträge bei der Gehaltserhöhung ab 1.3.2015) in einem umgesetzt und nachgezahlt werden.
Gewerkschaft PflichtschullehrerInnen (BL10)
Resolution gegen das Sparen an der Ausbildung der jungen Generationen
Sparen an der Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen ist eine kurzsichtige Politik mit negativen Folgen für unsere Gesellschaft. Wer an der Bildung spart, riskiert teure Folgekosten. Wer zukünftige Erträge und Erfolge will, muss in innovative Strategien und Lösungen investieren und benötigt dazu genügend Geld und keine „Sparpakete“ in den Schulen.
Barbara Wetzinger (ÖLI-UG) ergänzt:
Eine Schule, in der jedes Kind gefördert und kein Kind ausgesondert und beschämt wird, braucht ausreichend Budgetmittel für Personal -LehrerInnen, Verwaltungspersonal, SonderpädagogInnen, Sozial- und FreizeitpädagogInnen, für Schulbau und Ausstattung. Sparen an der Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen ist eine kurzsichtige durch eine restriktive Budget-Politik, die Sozialstaat und Bildungswesen gefährdet, hat negative Folgen für unsere Gesellschaft. Wir brauchen demokratische Reformen und keine „Sparpakete“ in den Schulen.
Wir werden Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen von LehrerInnen und SchülerInnen durch Sparmaßnahmen wie Lehrpflichterhöhung oder Mangelverwaltung unter dem Deckmantel einer sogenannten Schul-Autonomie nicht hinnehmen. Gemeinsam müssen wir mit den anderen LehrerInnengewerkschaften der GÖD gewerkschaftliche Maßnahmen beraten und in der Bundeskonferenz Vorratsbeschlüsse für möglicherweise notwendige Kampfmaßnahmen beantragen.
Weil zur Bildungsreform immer wieder Fragen an uns herangetragen werden, nochmals einige Informationen dazu.
Im Mai wurde im Rahmen der Dienstrechtsreform die Besoldungsreform dahingehend „repariert“, dass niemand durch die Überleitung in das neue Besoldungssystem einen Verlust erleidet. Erreicht wurde dies durch die Einführung der 2. Wahrungszulage.
Wer es genau wissen möchte, dem nützen sicher die Präsentationen zur „Dienstrechtsreform“ und vor allem „Besoldungsreform – Beispiel“.
Weitere Informationen zur im Mai aktualisierten Besoldungsreform
Erwartungen und Gelingensbedingungen einer Schule der 10 bis 14-jährigen
Neues aus der Schule
Dienstag 23. Juni 2015, 20:00 Uhr - Arbeiterkammer Feldkirch
ReferentInnen: Dr. Gabriele Böheim, PH Feldkirch
Prof. Dr. Michael Schratz, UNI Innsbruck
Eine Veranstaltung des Landeselternverbandes
Der Fluch der Kompetenzen
Im Interview mit derStandard (19. Juni 2015, 10:01) analysiert Jochen Krautz, Professor für Kunstpädagogik an der Bergischen Universität Wuppertal, die Folgen der Kompetenzorientierung in den Schulen. Er kommt dabei auf ein interessantes und bemerkenswertes Ergebnis. Für ihn ist das Ziel der Bildung die Förderung der Selbstständigkeit im Denken auf der Grundlage von Wissen und Können. Die Vermittlung von Kompetenzen hingegen zielt auf vordergründiges Funktionieren, auf Bereitschaft zur Anpassung an globalen Wandel. Denn beim Kompetenzbegriff in seiner aktuellen Fassung geht es um kognitive Fähigkeiten zur anwendungsbezogenen Problemlösung und damit findet ein Großteil der Ziele im Bildungsbegriff keinen Platz mehr. Es wird versucht Bildung messbar zu machen, die Vernachlässigung aller anderen Dimensionen von Bildung wird dafür fahrlässig in Kauf genommen. Kompetenzorientierung senkt also das Bildungsniveau und weil Kompetenzen auch ethisch neutral sind, fehlt die Vermittlung des kritischen Urteilsvermögens. Die jungen Menschen lernen zunehmend zu funktionieren und das Gegebene nicht zu hinterfragen, das Interesse an den Dingen geht verloren. Fragen nach Wahrheit und Geltung, die Unterscheidung von Meinung und Argument, die Reflexion von Methoden werden kaum mehr angenommen, weil sie in dieser funktionalistischen Welt überflüssig erscheinen.
Ein angeblich im Namen der Wirtschaft auf Kurs gebrachtes Bildungssystem wird zunehmend dysfunktional, gerade für die Bedürfnisse der Wirtschaft selbst. Vor allem die die Wirtschaft mit ihren Bildungsökonomen in den Bildungsabteilungen der eigenen Interessenverbände, drängte seit 15 Jahren massiv auf diese Entwicklung. Sie schieße sich damit selber ins Knie. Diese Aussage von Jochen Krautz ist zumindest diskussionswürdig. Ist es nicht eher so, dass vor allem die Konzerne, die den Lobbyismus beherrschen, unkritische und funktionierende Befehlsempfänger in ihren Betrieben bevorzugen? Gerade die Verhandlungen zu TTIP, CETA usw. zeigen wohl unmissverständlich, dass sie in ihren Konzernen und in der Gesellschaft geistige Eunuchen und keine demokratiefähige Bürger wollen. Die Elite bildet ihrer Elite selber aus, dazu brauchen sie nicht das öffentliche Bildungssystem.
Die Unabhängige GewerkschafterInnen sind ab 22. Juni 2015 im GÖD-Vorstand.
Der OGH-Spruch vom 25.7.2014 für die statutengemäße Vergabe des 14. Vorstands-mandates an die perteiunabhängige UGÖD wird umgesetzt. Damit ist der mehrjährige Rechts-streit der Unabhängigen GewerkschafterInnen (UGÖD) gegen die Gewerkschaft öffentlicher Dienst (GÖD) beendet und bietet endlich neue Möglichkeiten für eine offensive partei- und regierungsunabhängige Vertretung der ArbeitnehmerInnen in der GÖD.
Dazu gibt es am Dienstag 23. Juni 2015, 10:00 Uhr im Cafe Eiles eine Presseinformation mit
• Beate Neunteufel-Zechner, UGÖD-Vorsitzende – Betriebsrätin der ÖNBib,
• Reinhart Sellner, UGÖD-Vorsitzender, UGÖD-Vertreter im GÖD-Vorstand,
• Gary Fuchsbauer, ÖLI-UG, stv. Vorsitzender BMHS-Bundesvertretung/GÖD
• UGÖD-KollegInnen aus UNI-Personal, Bundesheer, Hoheitsverwaltung
Scharfe Kritik an ÖAAB-Türtscher
Feldkirch. (VN-hk 4./5.6.15) In einem offenen Brief hat Gabriele Böheim (56), Koordinatorin des Schul-Forschungsprojekts, den Sprecher der ÖAAB-Lehrer und der Initiative „Pro Gymnasium“, Wolfgang Türtscher (58), kritisiert. „Sie haben bei einer Pressekonferenz Unterstellungen und unbelegte Aussagen zum Forschungsprojekt ‚Schule der Zehn- bis 14-Jährigen in Vorarlberg‘ gemacht, von denen wir uns distanzieren, da sie nachweislich unrichtig, nicht evidenzbasiert und nicht belegbar sind.“
Türtscher hatte den wissenschaftlichen Wert des Forschungsprojekts angezweifelt und einigen Autoren eine politische Tendenz vorgeworfen. Das Ergebnis des Forschungsprojekts mündete in der Empfehlung, die Gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen in Vorarlberg einzuführen. Entschieden zurückgewiesen hat auch Schullandesrätin Bernadette Mennel (56) die Sager des konservativen Gymnasiallehrers. „Türtschers Äußerungen sind absolut unqualifiziert.“
In einem offenen Brief wehren sich die verantwortlichen Expert/innen der Studie „Schule der 10 bis 14 Jährigen in Vorarlberg", Vizerektorin Gabriele Böheim, o. Prof. Michael Schratz und Prof. Johann Engleitner, gegen die unqualifizierten Äußerungen der Initiative „Pro Gymnasium“ und ihres Sprachrohres, Wolfgang Türtscher.
„Das Ansinnen, dem Projekt in seiner Anlage und in seinen Ergebnissen mangelnde Wissenschaftlichkeit zu unterstellen, zeugt von Unkenntnis. Wir distanzieren uns von derartig unsachlichen Veröffentlichungen und damit verbundener Verunsicherung der Bevölkerung. Wir fordern Sie daher auf, Unterstellungen und falsche Behauptungen in Bezug auf im Projekt tätige Personen, auf die Methode und Ergebnisse des Projekts „Schule der 10‐ bis 14‐Jährigen“ zu unterlassen.“ >>> weiter lesen offerner Brief
Die Zeitung der APS-Vbg (SLV,FL,VLI) mit folgenden Themenschwerpunkten:
„ARGE Gemeinsame Schule Vorarlberg“ fordert konsequente Umsetzung der „Schule der 10- bis 14-Jährigen“
DORNBIRN (ARGE Gemeinsame Schule) Als großen und wichtigen Erfolg wertet die "ARGE Gemeinsame Schule Vorarlberg" die Ankündigung des Landes, mittelfristig eine gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen umsetzen zu wollen. „Damit wird unsere langjährige Forderung endlich erfüllt“, freut sich Peter Fischer, der Sprecher der ARGE. Nun gehe es darum, den Ankündigungen Taten folgen zu lassen und die entsprechenden Rahmenbedingungen für die Realisierung der Gemeinsamen Schule zu schaffen.
Der klaren Absichtserklärung der zuständigen Landesrätin Bernadette Mennel ging eine vom Land in Auftrag gegebene Studie voraus. Das Ergebnis ist eindeutig und bestätigt im Wesentlichen die von der ARGE bereits vor Jahren geäußerte Kritik am zweigliedrigen Schulsystem - nämlich dass die zu frühe Trennung der Kinder in der Schule ungerecht ist und Bildungschancen wesentlich von der Wohnregion und dem Bildungshintergrund des Elternhauses abhängig sind. Als Ausweg schlagen die StudienautorInnen eine Gemeinsame Schule vor.
Breite Allianz „Pro“ Gemeinsame Schule >>> weiter lesen
Kommentar von Reinhart Sellner:
Sparpaket öffentlicher Dienst:
Gleiche Leistung mit weniger Überstunden und weniger Personal
Die Zahl der Überstunden wurde seit 2012 bereits um fast 580.000 reduziert. Durch den 2003 von Schwarz-Blau verordneten und von Rot-Schwarz verlängerten Aufnahmestopp im öffentlichen Dienst wurden bis 2014 20.000 Dienstposten eingespart (Ausnahmen: Polizei, LehrerInnen, Justiz, Finanz) verlängert, 2015 sollte er auslaufen (Steßl, orf.at, 27.10.2014). Mit dem Finanzrahmen 2016-19, den der Ministerrat am 21.4.2015 beschlossen hat, geht der Personalabbau in die nächste Verlängerung (Vorankündigung BM Ostermayer bereits am 17.4. im oe1-Morgenjournal).
Der von der SPÖ-Staatssekretärin angekündigte Abbau von Überstunden wäre gesundheits- und arbeitsmarktpolitisch dringend notwendig, denn auch im öffentlichen Dienst und den ausgegliederten Betrieben haben in den letzten 15 Jahren Überlastungskrankenstände und prekäre Beschäftigungsverhältnisse (Auslagern von Beschäftigung von Personal- zum Sachaufwand) stark zugenommen und nehmen weiter zu. Die Arbeitslosigkeit in Österreich hat 2014 ihren bisherigen Höchststand erreicht, Tendenz weiter steigend. >>> weiter lesen
Schon drei Wochen Streiks in den kommunalen Kitas in NRW. Die Gewerkschaft VERDI fordert von den Kommunen „Bewegung“ bevor Tarifverhandlung begonnen werden können. Die nächste Beratungsrunde der Arbeitgeber wird wahrscheinlich am Donnerstag (28.05.2015) erfolgen.
Laut VERDI wird es eine "Kapitulation" der Erzieher nicht geben.
WDR aktuell: Am Dienstagmorgen (26.05.2015) blieben in NRW rund 1.000 Kindertagesstätten wegen des Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst geschlossen, erklärte der Sprecher von Verdi in NRW, Günter Isemeyer. Inzwischen beteiligen sich nach Angaben der Gewerkschaft etwa 11.000 Beschäftigte am Ausstand, rund 1.000 mehr als in den vergangenen zwei Wochen. Der Streik werde solange weitergehen, bis ein annehmbares Ergebnis vorliege, sagte Isemeyer. Der Gewerkschafter forderte "Bewegung" von den kommunalen Arbeitgebern. Nach fünf ergebnislosen Verhandlungen sollten die Kommunen endlich ein akzeptables Angebot vorlegen.
Staatssekretärin Sonja Stessl (SPÖ) will die Überstunden im Bundesdienst weiter reduzieren. Mit dieser Maßnahme soll ein „mittleren zweistelligen Millionenbetrag“ eingespart werden.
Die Exekutive und der Bildungsbereich sollen davon ausgenommen sein.
Sozialminister Rudolf Hundstofer (SPÖ) hatte zuletzt mit einem klugen Vorschlag zur Reduzierung der Überstunden in der Privatwirtschaft (1 € pro Überstunde zusätzlich in den Sozialversicherungstopf, zum Ausgleich eine Reduzierung des Dienstgeberanteils zum Sozialversicherungsbeitrag) aufhorchen lassen. Damit sollte die hohe Arbeitslosigkeit gesenkt werden. Wirtschaft und ÖVP, die Betonierer jeder Reform, die nicht die Arbeitnehmer/innen zur Kasse bittet, lehnten den Vorschlag Hundstorfers postwendend ab.
Ein ausführlicher Bericht zur Studie „Schule der 10 bis 14 – Jährigen“ in einem ORF-Bericht mit einem Vidobeitrag, der vor allem am Schluss bemerkenswert ist:
Diskussion um Gemeinsame Schule
Die Gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen soll in Vorarlberg Realität werden. An den Gymnasien hält sich die Freude in Grenzen. Zufriedener ist man an den Pflichtschulen. Die angekündigte Umsetzungsphase von rund zehn Jahren sorgt aber für Kritik.
Ebenfalls lesenswerter ORF-Bericht:
Verfechter des Gymnasiums sind skeptisch
Vorarlberg will die Gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen einführen. In acht bis zehn Jahren soll es keine separate AHS-Unterstufe mehr geben, so Bildungslandesrätin Bernadette Mennel (ÖVP). Die Verfechter des Gymnasiums wollen das Feld aber nicht ohne Widerstand räumen.
VLI zur Präsentation des Forschungsprojekts „Schule der 10 bis 14 – Jährigen“
„Es gelingt nicht mehr und es ist fraglich, ob es je gelungen ist, leistungshomogene Gruppen in AHS und NMS zu bilden“. Dies ist einer der Kernsätze, die bei der Präsentation der vom Land Vorarlberg in Auftrag gegebenen Studie „Schule der 10 – 14 Jährigen“. Eindeutig und klar ist die Empfehlung der Studienautoren: „Für das Bundesland Vorarlberg wird mittelfristig landesweit die Einrichtung einer gemeinsamen Schule von der 5. bis zur 8. Schulstufe empfohlen.“ Und zwar auf Basis von „Individualisierung und innerer Differenzierung“.
„Unsere Haltung war immer, dass das differenzierte Schulsystem weder sehr gerecht noch besonders effektiv ist und wir waren immer für eine offene Diskussion über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Schulsysteme und werden auch in Zukunft diese Diskussion führen. Die klaren Aussagen motivieren und lassen uns hoffen, dass unser Schulsystem eines Tages wirklich den Bedürfnissen aller Kinder gerecht wird“ bekräftigt Manfred Sparr, Vorstandsmitglied der VLI, die Sicht der Vorarlberger LehrerInneninitiative.
Für die VLI wird auch entscheidend sein, wie der Bund auf die Bestrebungen Vorarlbergs reagiert. „Wir erwarten eine vorbehaltlose Unterstützung durch die Bundesregierung. Wir hoffen auch, dass die Bundes-ÖVP den Vorarlbergern keine Steine in den Weg legt“ betont Ingrid Scharf, NMS-Lehrerin und VLI-Aktivistin.
Ein erster Schritt ist getan, weitere wichtige Schritte – eine Absicherung durch gesetzliche und finanzielle Rahmenbedingungen, eine wissenschaftliche Begleitung und vor allem auch eine qualitativ verbesserte LehrerInnen-Ausbildung - müssen folgen, damit dieses Projekt auch erfolgreich sein kann.
Presseaussendung der
Unabhängigen Bildungsgewerkschaf (UBG) und der Vorarlberger LehrerInnen Initiative (VLI)
Lauterach, 23.05.2015
„Es gelingt nicht mehr und es ist fraglich, ob es je gelungen ist, leistungshomogene Gruppen in AHS und NMS zu bilden“. Dies ist einer der Kernsätze, der Präsentation der „Schule der 10 – 14 Jährigen“. „Ich finde, das ist ein gutes und richtiges Zeichen für alle LehrerInnen und SchülerInnen. Die deutlichen Aussagen motivieren und geben Hoffnung, dass wir endlich den richtigen Weg für eine bessere Schule einschlagen. Es bestätigt unsere oft wiederholte Position, dass das differenzierte Schulsystem weder effektiv noch gerecht ist. Wir werden uns jedenfalls aktiv in diesen Prozess einbringen“ bekräftigt Gerhard Rüdisser (UBG). >>> Presseaussendung
Gary Fuchsbauer: Eine Wutrede
1991 wurden die "Unabhängigen Gewerkschafter/innen für mehr Demokratie (UG)" gegründet. Seither hat die FCG-GÖD mit allen Mitteln erfolgreich versucht, die UG aus dem GÖD-Vorstand und vom Fraktionsstatus fernzuhalten. Ich war im Laufe der Jahrzehnte bei Gesprächen mit den GÖD-Vorsitzenden Sommer, Dohr und Neugebauer dabei.
Letzterer ist nun der, der mich in Rage bringt, mir die Zornesröte ins Gesicht treibt und diese Wutrede schreiben lässt. Nein, nicht nur weil er der UG seit Jahr(zehnt)en sagt, dass er für ihre Integration in der GÖD und für die Fraktionsanerkennung sei - und offensichtlich dann innergödlich das Gegenteil tut. Vor allem aber, weil er auch sonst das Gegenteil von dem tut, was er nach außen vorgibt.
Für die JournalistInnen und die "Menschen auf der Straße" ist er der Betonierer, der für seine "Beamten" Privilegien sichert. Doch tatsächlich ist er jener Gewerkschaftsboss, der die weitest gehenden Verschlecht-erungen nicht nur zugelassen und jeglichen Widerstand dagegen mit seiner FCG (unter tatkräftiger Hilfe seines Juniorpaters FSG) im Keim erstickt hat. Nein, er hat lange Zeit sogar als Parlamentarier selbst gegen unsere Interessen gestimmt.
Am schlimmsten war dieser Widerspruch wohl .... >>> weiter lesen
Aus für die AHS-Unterstufe in Vorarlberg?
Freitagvormittag präsentierte eine unabhängige Expertengruppe ihre Schlussfolgerungen aus der bislang umfassendsten Befragung von Lehrer/innen, Eltern und Schüler/innen zur Gemeinsamen Schule. Im Rahmen des Forschungsprojektes „Schule der 10- bis 14-Jährigen in Vorarlberg“ wurden über 19.700 Lehr/innen, Eltern und Schüler/innen über ihre Einschätzung des derzeitigen Schulsystems und ihrer Vorstellungen von einer künftigen Schule befragt.
Die Expertengruppe empfiehlt für Vorarlberg mittelfristig landesweit die Einrichtung einer Modellregion „Gemeinsamen Schule der 10 bis 14 Jährigen“. >>> weiter lesen
Bereits im April stellte die UGÖD (Unabhängigen Gewerkschafter/innen in der GÖD) den Antrag auf rasche Einberufung der Bundeskonferenz, damit auf die bereits medial diskutierten neuerlichen Sparpakete im öffentlichen Dienst rechtzeitig reagiert und möglicherweise notwendige Kampfmaßnahmen beraten und Vorratsbeschlüsse gefasst werden kann.
07. Mai 2015: UGÖD fordert Bundeskonferenz
18. Mai 2015: Reinhart Sellner (UGÖD) urgiert
19. Mai 2015: Beschluss des Präsidiums - GÖD-Bundeskonferenz: "ZURÜCKGESTELLT"
GÖD setzt auf Abwarten - UGÖD unterstützt gewerkschaftliche Aktionen an Schulen und Universitäten - JETZT!
"Dem lapidaren "ZURÜCKGESTELLT" fehlt jede Begründung.
Nichts Neues - Fritz Neugebauer wartet wieder, bis es wieder zu spät ist. >>> weiter lesen
Eine Informatonsveranstaltung
für StudentInnen, Jung- und NeulehrerInnen
aus HS, NMS, VS, AHS, BMHS und BS
mit unserem Dienstrechtsexperten Gary Fuchsbauer
Montag, 11. Mai 2015 19.00 Uhr
Hotel Freschen, Rankweil
Endlich meldet sich wieder Remo Largo zu Wort. Einer der wenigen wirklichen Experten zum Thema Kind, Erziehung und Bildung.
Interview mit Remo Largo im migrosmagazin.ch:
«Ein Kind kommt nicht für die Eltern zur Welt»
Er erklärt uns, was Babys brauchen, setzt sich für Scheidungskinder ein und fordert unermüdlich eine kinderfreundlichere Gesellschaft.
Nun nimmt Remo Largo schulischen Erfolg unter die Lupe und fordert: Noten und Prüfungen gehören abgeschafft. LEHRERLÖHNE ZU KLEIN? ........
Auf kurier.at gibt es die Aufgabenstellungen zur ersten zentral geprüften Deutschmatura als Download.
Thema 1: "Macht der Kritik" - Textinterpretation von Patrick Süskinds "Der Zwang zur Tiefe" (540 und 660 Wörtern). Kommentar (270 bis 330 Wörter) zu einem Zeitungsbericht "Was falsches Lob bei Kindern anrichten kann"
Thema 2: "Familie" Eine Zusammenfassung zu einem Zeitungsartikel "Familie - Mythos und Realität" für die Vorbe- reitung für eine Podiumsdiskussion (270 bis 330 Wörter). Verfassen einer Meinungsrede -Thema "Kinder und Familie - meine Zukunft?" auf der Grundlage eines Kommentars "Die gefährliche Sehnsucht nach der Familie" (Die Zeit).
Thema 3: "Armut und soziale Gerechtigkeit" - Erörterung für einen Schüler-Schreibwettbewerb zum Thema "Soziale Gerechtigkeit" (540 bis 660 Wörter). Leserbrief zu drei Zeitungsartikeln zum Thema Bettelverbot (270 bis 330 Wörter).
... sind international auch der Normalfall.
Ein interessanter Artikel über Pleiten, Pech und Pannen im Rahmen der Zentralmatura in den letzten Jahren. Es stellt sich die Frage, weshalb tun wir uns das überhaupt an?
orf.at/stories/: Die Tücken der Zentralmatura
In Frankreich wird das Baccalaureat, kurz Bac, jedes Jahr zum nationalen Psychodrama, auch in anderen Ländern beherrschen die schriftlichen Abschlussprüfungen tagelang die Medien. Dafür verantwortlich ist neben dem großen organisatorischen Aufwand hinter einer landesweit gleichzeitig abgehaltenen Abschlussprüfung die Vielzahl an Pannen der vergangenen Jahre. .....
Kommentar von Gary Fuchsbauer zur Ö1-Reihe „Im Journal zu Gast“ mit Heinisch-Hosek:
Also wenn die Zentralmatura-"Ergebnisse nicht von den Reifeprüfungen der vergangenen Jahre abweichen werden.", dann kehren wir doch besser nächstes Jahr wieder zurück zur bisherigen Reifeprüfung. Dann verwenden wir das bisherige Bifie-Budget zur Erhöhung der Prüfungsgebühren auf das Niveau von 2008/09 und pädagogisch sinnvolle Maßnahmen, lassen VWA/ Diplomarbeiten wieder nur die schreiben, die es wollen und bei denen es sinnvoll ist, trauen den LehrerInnen als akademisch Gebildeten wieder zu, dass sie sinnvoll unterrichten und prüfen und kämpfen gemeinsam mit unserer Ministerin um genug Geld für Bildung.
Und dass ich nicht glaube - auch wenn es Heinisch-Hosek im „Journal zu Gast“ wieder sagte -, dass es so viel sinnvolle Verwaltungsarbeitsentlastung gibt, dass wir 2 Stunden mehr pro Woche unterrichten können (was etwas anderes ist als das auch in diesem Artikel wieder verwendete "in der Klasse stehen"), hab ich schon öfter gesagt.
Und wenn Heinisch-Hosek hofft, dass "die Frage, wie lange man in der Klasse stehe, nicht mehr im Vordergrund stehen" wird, dann ist das eine extrem abqualifizierende Aussage über LehrerInnen, deren Bezahlung praktisch ausschließlich nach ihrer Unterrichtszeit berechnet wird - naja, eigentlich doch nicht: Wenn ich an Bundesschulen jede Woche eine Gratissupplierung und dazu noch weitere 10 in einem Schuljahr mache, stehe ich zwar 48 Stunden mehr in der Klasse, bekomme aber keinen Cent mehr bezahlt.
Siehe auch: Dead Woman Walking - von Harald Walser
Ministerin Heinisch-Hosek freut sich auf die Zentralmatura, gab sie gestern im Ö1-Mittagsjournal bekannt. Die Freude möchte ich ihr keinesfalls nehmen. Ich hoffe aber sehr, dass sie auch nach der kommenden Woche noch Grund zur Freude haben wird, nämlich dann, wenn die am Dienstag beginnende Zentralmatura pannenfrei über die Bühne gegangen sein wird. Falls nicht, wird die Ministerin die Verantwortung dafür zu übernehmen haben.....
Die Lehrer/innen des Gymnasiums Schillerstraße in Feldkirch (Vorarlberg) protestierten heute gegen die geplanten weiteren Sparattacken gegen die Lehrer/innen. Unterstützt wurden sie dabei von vielen Lehrer/innen aus allen Schultypen aus ganz Vorarlberg, den Schüler/innen und Direktor/innen.
Der Zeitpunkt war gut gewählt, da BM Heinisch-Hosek heute in der PHV zu Gast war. Die Protestveranstaltung zeigte auch Wirkung. Eine Delegation der Lehrer/innen des GYS wurde von der Ministerin zu einem Gespräch eingeladen. Wie zu erwarten, brachten die Aussagen der Ministerin nichts Neues und schon gar nichts Erhellendes. Beschwichtigungsversuche prägten den Inhalt. Wichtig war, dass ihr die Demonstration der selbstbewussten und kompromisslosen Bereitschaft der Lehrer/innen zum Widerstand gegen die angekündigte kalte Arbeitszeiterhöhung gezeigt hat, dass erst ein Anfang war und wenn die Regierung weiter auf ihrem Vorhaben besteht, werden weitere Schritte folgen. Dazu Gerhard Pusnik: „Mit der neuerlichen Ankündigung einer Erhöhung der Lehrverpflichtung ist eine Grenze überschritten und die Kolleginnen werden sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen wehren.“ Das stellte auch Barbara Baumann, Lehrer/in im GYS, in ihrer beindruckenden Rede klar: Frau Ministerin Heinisch-Hosek, die von Ihren Regierungsmitgliedern, Fayman und Mitterlehner, geplanten Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung, kommentierten Sie mit den Worten: ´Man kann über alles reden´. Das glaube ich nicht! Ich sage Ihnen, Frau Heinisch-Hosek, darüber kann man mit uns Lehrer/innen nicht reden!“
Georg Konzett, Direktor des GYS verliest den offenen Brief an Frau Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek. "Mit Sorge und Unverständnis" stellen die Direktor/innen der Hittisauer Direktorentagung fest, "dass die strukturelle Unterdotierung des Bildungsbereichs nun fast ausschließlich durch eine Ausweitung der Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer kompensiert werden soll." Eine Gehaltseinbuße von 10 Prozent einer einzelnen Berufsgruppe zuzumuten ist für die vorarlberger Direktor/innen unzumutbar, untragbar und kontraproduktiv.
„Jetzt reicht´s“ - Die Transparente und Statements lassen keinen Zweifel aufkommen, dass die Lehrer/innen bereit sind sich mit allen Mitteln vehement gegen weitere Einsparmaßnahmen auf dem Rücken der Schüler/innen und Lehrer/innen zu wehren.




























Ländle-Lehrer protestierten gegen Arbeitszeiterhöhung
Vol.at: Ein ausführlicher Bericht mit Livestream und Interviews
Die Pädagogen taten ihren Unmut vor der Pädagogischen Hochschule in Feldkirch kund, wo Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) zu Gast war. Die Ministerin gestand den Lehrern ein zehnminütiges Gespräch zu, um die Standpunkte auszutauschen. >>> vol.at
Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek bittet morgen um 13:30 Uhr die LehrerInnen des GYS morgen um 13:30 Uhr zu einem Gespräch.
So wie ich die KollegInnen des GYS Feldkirch kenne, werden sie gegenüber der Ministerin klare Worte finden und klare Worte von ihr einfordern.
Ein erster und wichtiger Schritt im Kampf gegen weitere Sparattacken gegen die LehrerInnen.
Gratulation und Hut ab.
Unterstützt die Kolleg/innen des GYS Feldkirch
bei ihrer Protestveranstaltung gegen weitere massive Sparattacken auf die Lehrer/innen,
indem ihr/eure Schulen:
• der Einladung am Mittwoch folgt
• oder viele Unterstützungsschreiben an >>> Gerhard Pusnik schickt/mailt
• und viele Unterstützungsschreiben in der Facebookseite vlikraft postet
• und viele Unterstützungsschreiben im Bildungsforum postet
Jede Rückmeldung zählt, freut uns und macht uns stark.
Wir lassen uns nicht länger schikanieren und auspressen!
Eine Erhöhung der Lehrverpflichtung geht auch zu Lasten der SchülerInnen. Zwei zusätzliche Unterrichtsstunden für LehrerInnen bedeutet:
• LehrerInnen unterrichten eine Klasse mehr
• zig Korrekturarbeiten zusätzlich und mehr Vorbereitungsaufwand
• weniger Zeit für die SchülerInnen
• 10 % mehr Arbeit zum selben Lohn
• Entlassung von JunglehrerInnen
Trotz der unsäglichen Sparpolitik der österreichischen Regierung sollten wir einem weiteren wichtigen Thema unsere Aufmerksamkeit schenken und die Petition gegen das Massensterben im Mittelmeer und für eine menschliche Politik im Umgang mit unseren Mitmenschen unterstützen.
Die VLI und UBG unterstützen diese Aktion und bitten Euch die
Petition zu unterschreiben und wenn möglich weiterzuleiten.
Gegen Unrecht - Stoppen wir das Massensterben im Mittelmeer!
Wir trauern! Wir sind sprachlos und dürfen nicht schweigen. In wenigen Tagen sind 1100 Frauen, Männer und Kinder hilflos im Mittelmeer ertrunken. Vor denToren der Festung Europa - mehr als 20.000 Menschen starben in den vergangenen 25 Jahren. Link: Petition
Presseaussendung der Unabhängigen Bildungsgewerkschaft ( UBG )
und der Vorarlberger LehrerInneninitiative ( VLI )
Auszug aus der PA: Gerhard Rüdisser, Obmann der UBG, meint: „Wie viele KollegInnen dem Aufruf folgen werden, ist momentan nicht abschätzbar. Denke aber, dass sich einige Hundert PädagogInnen in Feldkirch treffen werden, um der unsäglichen Sparpolitik im Bildungsbereich eine deutliche Absage zu erteilen! Die in den letzten Jahren periodisch durchgeführten Verschlechterungen im Bildungsbereich führen im Endeffekt zur einer Unterhöhlung des Schulsystems und öffnen der Privatisierung des Bildungssektors Tür und Tor“.
Gerhard Pusnik‚ Obmann der Vorarlberger LehrerInneninitiative stellt fest: „Das ist erst ein Anfang und wenn die Regierung weiter auf ihrem Vorhaben besteht, werden weitere Schritte folgen. Mit der neuerlichen Ankündigung einer Erhöhung der Lehrverpflichtung ist eine Grenze überschritten und die Kolleginnen werden sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen wehren.“
Die KollegInnen des Gymnasium Schillerstraße in Feldkirch
organisieren für
Mittwoch, 29.April 2015 13.00 Uhr
Eine Protestkundgebung vor der Schule
Gymnasium Schillerstraße/Pädagogische Hochschule in Feldkirch
BM Heinisch-Hosek ist kommenden Mittwoch zu Gast an der PH Feldkirch. Unter dem Motto „Durch's Reden kommen d'Leut zam“ möchte die Ministerin mit der Basis zum Thema „Qualitätssicherung, Qualitätsentwicklung, QIBB/SQA“ reden.
Mit unserer Kundgebung wollen wir der Ministerin deutlich machen, was wir unter Qualitätsentwicklung verstehen.
Die KollegInnen des Gymnasium Schillerstraße laden KollegInnen aller Schulen zur aktiven Teilnahme,
mit Transparenten, Plakaten, Musikgruppen…..ein.
>>>> Resolution der KollegInnen des Gymnasium Schillerstraße
Der Blog "A) ignorant B) verlogen C) einfach nur ein Trottel" von Christian Schacherreiter
ist gestern in den OÖN erschienen:
„Man mag von der Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung für Lehrer halten, was immer man will. Dass diese „mutige Reform“ unter denen, die nicht davon betroffen sind, viele Sympathisanten hat, ist ebenso bekannt wie nachvollziehbar.“
Wie bitte? Ein solch unsoziales Denkmuster ist für Schacherreiter nachvollziehbar? Der restliche Text ist dafür wirklich lesenswert.
Heute darf sich in den OÖN (Seite 2) ein Redakteur gegen die Lehrer/innen austoben. Lucian Mayringer Kommentar gibt's nicht online. Dafür ein Kommentar von Gary Fuchsbauer
Zuerst meint er, dass die Zwei-Stunden-mehr schon 2009 gekommen wären, wenn Faymann damit nicht "am Ungeschick seiner damaligen Unterrichtsministerin Claudia Schmied" gescheitert wäre. "Und noch mehr am Rückzieher von Ex-VP-Chef Josef Pröll, der sich im letzten Moment auf die Seite der befreundeten Lehrergewerk- schaft schlug." Nun hätten sich mit Vizekanzler und Finanzminister aber die "mächtigsten schwarzen Regierungsmitglieder zur Reform bekannt." Er nennt die Arbeitszeiterhöhung tatsächlich "Reform" und meint: "Bleibt das Duo standhaft, sollten Lehrer also bald mehr Zeit in den Klassen verbringen."
Aber die Pointe ist ja dann die und leider schon aus 2009 bekannte Schlussaussage. Zwar wisse man noch nicht, was die 2 Stunden mehr dem Finanzminister bringen. "Den Kindern wäre jedenfalls damit geholfen, wenn die Lehrer mehr Zeit mit ihnen verbringen."
Dass es tatsächlich noch JournalistInnen gibt, die nicht zwischen 2 Unterrichts-stunden mehr für jede/n Schüler/in und 2 Unterrichtsstunden mehr ohne Gehaltsausgleich und damit im Schnitt 25 Kinder mehr zu betreuen für jede/n Lehrer/in, unterscheiden können, hätt' ich nicht gedacht.
Mit Schacherreiter könnte ich fragen: "Ist er A) ignorant) B) verlogen – oder C) einfach nur ein Trottel?"
Im Rahmen des Pressegespräches nach dem Ministerrat zum Budgetrahmen bis 2019, verkünden Faymann und Mitterlehner, dass ihr „Bundesfinanzrahmen ein Rahmen ist, der noch viele ungelöste Fragen hat„. Fragen, wie zum Beispiel die geplante Verwaltungsreform erfolgen soll, die ja 1,1 Mrd. Euro zur Gegenfinanzierung der Steuerreform einbringen soll.
Weil sie, Kanzler und Vizekanzler, noch mit „entsprechende Auseinandersetzungen“ über ihr geplantes Sparprogramm rechnen, betonen beide, dass es sich dabei keineswegs um ein „Kaputtsparen“ handle, sondern um ein „Dämpfungsprogramm“. Klingt signifikant wie die NLP für die Politik nach Vorbild KH Grasser. Aber nicht nur die Sprache, auch die Art ihrer Politik erinnert gefährlich an die Ära Grasser und Schüssel.
Fakt ist, es muss die Steuerreform für die Besser- und Bestverdiener finanziert werden!
Kaputtsparen hin Dämpfungsprogramm her.
Es wird sich zeigen, welche Bereiche in den vom Ministerrat geplante Dämpfungspfad betroffen sind.
Fix ist, kommt die Arbeitszeit für Lehrer/innen, dass die Bildungsqualität in Österreich einen ordentlichen "Dämpfer" erfahren wird. Weitere Betroffene des „Dämpfungsprogrammes“: Konjunktur, Lebensqualität, Bürgerservice, Vertrauen in den Staat …… Diese Liste kann jeder im Bildungsforum der ÖLI-UG ergänzen.
Budgetrahmen bis 2019
Der Finanzrahmen 2016 bis 2019 wurde am 21.04 vom Ministerrat beschlossen.
Faymann & Mitterlehner zufrieden mit ihrem Sparprogramm, das jetzt ein „Dämpfungspfad“ ist.
Siehe auch ORF "Budgetrahmen bis 2019":
An der Idee, die Unterrichtsverpflichtung der Lehrer um zwei Stunden anzuheben, hält man fest. „Sie wissen, dass uns hier einige Diskussionen bevorstehen“, sagte Faymann zum Thema der Sparvorgaben im Bildungsressort. „Es ist aber noch gar nicht so weit, es gibt keine aktuellen Verhandlungen mit Lehrern.“ Mitterlehner meinte dazu, er und Faymann würden die Anhebung der Unterrichtsverpflichtung für einen „realistischen Ansatz“ halten - „wenn mit den Betroffenen eine Vereinbarung getroffen wird“.
Nach Aussagen von verschiedenen Regierungsmitgliedern soll das Sparprogramm, u.a. mit einer Erhöhung der Unterrichtspflicht bei den konkreten Verhandlungen im Herbst umgesetzt werden. Obwohl schon die Arbeitszeitstudie vor 15 Jahren bei den LehrerInnen eine über das Jahressoll im öffentlichen Dienst von 1756 Stunden hinausgehende Belastung festgestellt hat und seither mit Herausnahme von KV und Kustos aus der Unterrichtspflicht, erhöhten Supplierverpflichtungen, neuen Arbeitsmethoden, weniger Unterstützungspersonal, usw die Arbeitsbelastung weiter angestiegen ist.
Dass der Vorsitzende der ARGE-LehrerInnen in dieser Situation die Einberufung einer GÖD-Bundeskonferenz erwartet, ist klar.
Aber wann wird Neugebauer sie einberufen und wird die FCG-geführte GOeD entschlossen für die LehrerInnen kämpfen, oder wird sie die sein, die - wie ihr Parteifreund Mitterlehner meint - "eine Vereinbarung" für uns treffen wird, die sie uns natürlich (wie immer) nicht zur Urabstimmung vorlegt?
Protestschreiben
Wenn an Schulen Protestresolutionen gegen den von der Regierung beabsichtigten und am Dienstag im Ministerrat beschlossenen Sparkurs im öffentlichen Dienst beschlossen werden, schlägt die ÖLI-UG vor, diese an folgende Adressen zu senden: >>>> zur Adressenliste
10% mehr Arbeit bringt 5% Lohnkostensenkung und teure Demotivation und Überlastung
FM Schelling interessiert es nicht, welche Auswirkungen seine Budgetpolitik auf die einzelnen Ressorts hat. Er will damit "nur erreichen, dass die Ministerien wirtschaftlich vernünftig arbeiten“(ORF 21.4.). Wenn das ein Extopmanager sagt, wird es schon so richtig sein. Also drängt er auf die Erhöhung der Lehrer/innenarbeitszeit um 10% ohne Lohnausgleich. Das bringt laut Berechnungen des Ministeriums eine Kosteneinsparung von € 360 Mio.
Das sind aber gerade einmal 5 % der Personalkosten des Unterrichtsministeriums.
Kommt die Zwangsarbeitszeiterhöhung um 10% für Lehrer/innen steigt die Arbeitsbelastung und sinkt die Motivation überproportional. Das müsste dem ehemaligen Top-Manager Schelling eigentlich bekannt sein. Genauso wie es zum betriebswirtschaftlichen Grundlagenwissen gehört, dass sinkende Motivation der Belegschaft zu enormen Zusatzkosten für das Unternehmen bringt.
Die Wahrscheinlichkeit ist also sehr hoch, dass diese Maßnahme unterm Strich keine Einsparungen für das Budget (und ganz sicher nicht für die Volkswirtschaft) ergibt, sondern nur nachhaltig Frust und teure Demotivation in die Schulen bringt.
Weshalb bringt eine Arbeitszeiterhöhung um 10% für Lehrer/innen nur eine Kosteneinsparung von ca. 5% der Personalkosten?
Ein Budgetrechenfehler des Ministeriums? - Nein, das stimmt schon, sagt Gary Fuchsbauer.
Eine ausführliche budgetäre Begründung, weshalb die Kosteneinsparungen deutlich geringer ausfallen als die Arbeitszeiterhöhung. Die schwer abzuschätzenden Kosten aufgrund der stark steigenden Arbeitsbelastung und Demotivation werden in dieser Analyse nicht berücksichtigt. >>> weiter lesen
Auch wenn die Budgetkrise ein Dauerzustand ist, sind Sparpakete im Öffentlichen Dienst kein Naturgesetz. Von Gerhard Pušnik
Was bisher geschah:
• SPÖ und ÖVP beschließen eine Steuerreform ohne sich vorab zu überlegen, wie diese finanziert wird.
• Über die Medien (Kronenzeitung) werden wir über bevorstehende Einsparungen und eine Lehrverpflichtungserhöhung „informiert“.
• Der Ministerrat beschließt am 21.04. einen Finanz-Rahmen mit Einsparungen im Öffentlichen Dienst.
• Die unsachliche und populistische Berichterstattung erreicht mit dem Häupl-Sager ihren Höhepunkt.
• APS-Gewerkschaft, ÖGB und GÖD reagieren und wenden sich mit Plakaten und Aussendungen gegen das Kaputtsparen des öffentlichen Dienstes, gegen die diffamierenden Sprüche und gegen die Lehrverpflichtungs-erhöhung, fordern mehr Budget für Bildung. >>>> weiter lesen
SPÖ und ÖVP suchen ein Opfer, das für ihre Schnitzer bezahlt
Eine ausführliche Analyse von Andreas Chvatal
Budgetrechnung 2015: Das Defizit steigt von 1,3 % (2014) auf 2,4 % des BIP. In Milliarden, von 4,2 auf 7,9. Der einzige Grund für diesen eklatanten Anstieg heißt Hypo/Heta! Hätte der Staat nicht Unsummen für den Kapitalbedarf der maroden Bank aufwänden müssen, würde das Defizit nur bei 1,0 % liegen (KURIER, 30.3.2015). Um die politische Verantwortung für die Misere zu verschleiern, wird zur Zeit ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss mittels Schwarzstift nach allen Regeln der Kunst behindert.
>>>> weiter lesen
4. Gehaltsvergleich von lpd und l2b1/l2a2 und Berufsschulsondervertrag:
Von Gary Fuchsbauer:
Ab September 2015: Dienstrechts-Wahlmöglichkeit für alle, die vor September 2014 noch nicht in Österreich als Lehrer/in beschäftigt waren. Alle, die in Österreich im Landes- oder Bundesdienst bis incl. Schuljahr 2018/19 neu als Lehrer/in beginnen, müssen sich am Beginn entscheiden, ob sie nach dem bisherigen LehrerInnendienstrecht oder nach dem neuen PädagogInnendienstrecht angestellt werden wollen.
> bisheriges LehrerInnendienstrecht:
> neues PädagogInnendienstrecht:
Landesvertragslehrpersonengesetz § 8, VBG § 40a:
Annahme: 10 Jahre anrechenbare Berufs-Vordienstzeiten nach der Meisterprüfung, weil ja Schul- und Ausbildungszeiten nicht mehr extra gewertet werden. Als Vordienstzeiten gelten seit Februar 2015 nur Bundesheer/Zivildienst, Beschäftigung im öffentlichen Dienst im EWR (incl TR, CH), sowie bis zu 10 Jahre berufsnützliche Beschäftigung in Privatwirtschaft. Im Schema lpd werden allerdings ohne Hochschulabschluss 3, mit weniger als 240-ECTS-Bachelor 2 und mit diesem, aber ohne Master 1 Jahr Besoldungsdienstalter abgezogen. Bei 3-jähr. PH also 2 Jahre Abzug bis zum Erlangen des pädagogi-schen Masters.
Annahme hier: 240-ECTS-Bachelor nach 5 Jahren, kein Master..
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„Es macht keinen Sinn auf dem Häupl-Sager weiter herumzureiten“, stellt Andreas Chvatal, ÖLI-Vorstandsmitglied, zurecht fest. Denn „das lenkt vom Wesentlichen ab: Das Budget muss wieder einmal saniert werden, deshalb sollen die Lehrer/innen 2 Stunden mehr in die Klasse und das darf dann nicht einmal eine Arbeitszeiter-höhung sein!“.
Ein Userkommentar (derStandard.at / von Helga Eisenköck) ist die richtige Antwort an den Wiener Bürgermeister. Sie ist Deutschlehrerin und erklärt ihm, was neben den Stunden in der Klasse alles zu tun ist.
Die Arbeitszeit einer Lehrer/in endet nicht nach den geleisteten Unterrichtsstunden.
Lieber Herr Häupl, ich als Lehrerin weiß, dass Schüler auf ganz unterschiedliche Art und Weise lernen. Daher bemühe ich mich, komplizierte Sachverhalte mehrmals und in abwechslungsreicher Form zu erklären, damit sie jeder verstehen kann.
Ich bin überzeugt davon, dass Ihnen das Arbeitszeitmodell von Lehrern schon oft erklärt worden ist, aber vielleicht noch nicht auf die richtige Art und Weise. Daher probiere ich das an dieser Stelle noch einmal: >>> weiter lesen
3. Gehaltsvergleich von lpd und l1 in den Lehrverpflichtungsgruppen 1-4:
Von Gary Fuchsbauer:
Ab September 2015: Dienstrechts-Wahlmöglichkeit für alle, die vor September 2014 noch nicht in Österreich als Lehrer/in beschäftigt waren. Alle, die in Österreich im Landes- oder Bundesdienst bis incl. Schuljahr 2018/19 neu als Lehrer/in beginnen, müssen sich am Beginn entscheiden, ob sie nach dem bisherigen LehrerInnendienstrecht oder nach dem neuen PädagogInnendienstrecht angestellt werden wollen
> bisheriges LehrerInnendienstrecht:
> neues PädagogInnendienstrecht:
VBG § 40a:
Annahme: keine Vordienstzeiten, weil ja Schul-/Studien-/Ausbildungszeiten nicht mehr extra gewertet werden. Als Vordienstzeiten gelten seit Februar 2015 nur Bundesheer/Zivildienst, Beschäftigung im öffentlichen Dienst im EWR (incl TR, CH), sowie bis zu 10 Jahre berufsnützliche Beschäftigung in Privatwirtschaft.
Annahme hier: Einstieg als Master, DI, o.Ä.
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Einmal mehr gilt: Es braucht eine nachhaltige und ausreichende Finanzierung von Bildung, Sozialstaat und öffentlichen Diensten!
Presseaussendung der UGÖD:
Am 13. April 2015 vermeldeten die Medien bereits, dass ein Sparpaket für "Beamte" drohen würde. Am 14. April 2015 stellte sich der Präsident des ÖGB ausdrücklich hinter die LehrerInnen und gegen eine Gegenfinanzierung der Lohnsteuersenkung über die Einkommen öffentlich Bediensteter oder andere ArbeitnehmerInnengruppen.
"Wir ..... fordern endlich ernsthafte Verhandlungen über eine solidarische Gegenfinanzierung der Lohnsteuersenkung über vermögensbezogene Steuern und eine Solidarabgabe der Reichen," bekräftigt Reinhart Sellner, Vorsitzender der UG im öffentlichen Dienst die Position der Unabhängigen GewerkschafterInnen.
Für die öffentlichen Dienste fordert die UGöD:
Stopp der Umverteilung von Reichtum von den ArbeitnehmerInnen zu den Besitzenden!
Stopp den Bildungs- und Sozialsparpaketen!
Stopp dem Wegsparen von Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst - allein bei den LehrerInnen würden durch die geplante Arbeitszeiterhöhung ca. 10.000 Arbeitsplätze gestrichen
Stopp der Geringschätzung der Arbeit der öffentlich Bediensteten und der demotivierenden Überbelastung durch Budgetkürzungen und Einsparungen
Stopp der Dauerbelastung der ArbeitnehmerInnen im öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft!
>>> zur Presseausendung
Der Kommentar von Scalet in den Vorarlberger Nachrichten (VN) am 16.04.15 ist es nicht wert kommentiert zu werden. Aber er zeigt uns eindrücklich, wie wichtig es sein wird, uns in den nächsten Wochen selbstbewusst, ohne Wenn und Aber und mit allen Mitteln gegen weitere Verschlechterung der Arbeitsbedingungen der Pädagog/innen wehren. Setzen wir diesem unwürdigen Spiel der Häupels, Schellings und Scalets ein Ende. Setzen wir konkrete Gegenmaßnahmen.
Aktionen für das Anheben von vermögensbezogenen Steuern und gegen den fortgesetzten Sozial- und Bildungsabbau durch Sparpakete sind überfällig!
Ein Anfang ist gemacht:
Die APS-Gewerkschaft startet eine Plakataktion, GÖD-Chef Neugebauer im Morgenjournal (15.04) und OGB-Präsident Foglar hat die geplanten Belastungen im der LehrerInnen klar zurückgewiesen: "Das ist ja Unfug!".
Unsere SchülerInnen werden demnächst ihre Reifeprüfungen ablegen, zentral vorgegeben und lokal ausgeführt. Dabei wünschen wir unseren SchülerInnen viel Erfolg.
Auch wir haben in den nächsten Tagen und Wochen Gelegenheit, unsere Reife und unser Selbstbewusstsein unter Beweis zu stellen:
Lassen wir uns nicht weiter von dieser Regierung gängeln und für blöd verkaufen! Wir können ein für alle Mal klarstellen, dass wir bei diesem Katz- und Mausspiel nicht mehr mitmachen.
Nützen wir die nächsten Gelegenheiten – Konferenzen der Abschlussklassen, gewerkschafliche Betriebsver-sammlungen, Dienststellenversammlungen, Elternvereinssitzungen u.a. um diesem unwürdigen Spiel ein Ende zu bereiten. Informieren wir die KollegInnen, diskutieren wir mit ihnen und planen konkrete Gegenmaßnahmen:
Sagen wir klar und deutlich
„Nein!“ → zu Kürzungen im Schulbereich
„Nein!“ → zu den geplanten Sparvorhaben im Öfentlichen Dienst
„Nein!“ → zu weiteren Solidarbeiträgen
„Nein!“ → zur Erhöhung der Unterrichtsverpfichtung
Wer auch immer den Takt vorgibt - einmal ist es Brüssel, dann die Banken und Großkonzerne, dann der Boulevard - die SPÖ/ÖVP-Regierung sucht den leichten Weg. Sie zeigt jedoch wenig Fantasie und Willen bei:
→ Vermögenssteuern
→ einer Solidarabgabe der Reichen
→ Beschränkungen der Parteienförderungen
→ der Kürzung von Inseraten, PR- und Beraterhonoraren
Uns reicht`s!
→ Schluss mit den Bildungs- und Sozialsparpaketen!
→ Schluss mit der Belastung von ArbeitnehmerInnen in der Privatwirtschaf und im öffentlichen Dienst!
ÖGB und GÖD sind gefordert:
Aktionen für das Anheben von vermögensbezogenen Steuern und gegen den fortgesetzten Sozial- und Bildungsabbau durch Sparpakete sind überfällig!
Am 21.04. will der Ministerrat FM Schellings Sparprogramm beschließen.
Aber nicht auf Kosten der Bildung!
Häupl: "Wenn ich 22 Stunden in der Woche arbeite, bin ich Dienstagmittag fertig."
Diese 24 Sekunden sollte man sich akustisch und visuell geben ....
Und einen Tag später lässt er ausrichten, dass er eh nicht die Lehrer/innen, sondern die Gewerkschaften gemeint hat. Und das bei der Feier: 70 Jahre SPÖ nach 1945.
Nun haben sich also Faymann und Mitterlehner bezüglich der Unterrichtspflicht geeinigt. Noch drucksen Faymann und Mitterlehner noch herum. Aber das ist klar: Wenn wir uns nicht ohne Wenn und Aber und mit allen Mitteln dagegen wehren, ziehen sie die Arbeitszeiterhöhung für Lehrer/innen durch. Rücksichtslos.
Wir rechnen und fordern von der GÖD sofortige Streikvorbereitungen!
Regierung einig: Lehrverpflichtung soll um zwei Stunden steigen
derStandard.at 14. April 2015, 14:56
Faymann und Mitterlehner betonen aber: Zuerst Verhandlungen mit Gewerkschaft
Wien – Es war ein verbaler Balanceakt, den Kanzler und Vizekanzler am Dienstag im Ministerrat hinlegten. Ja, die Unterrichtsverpflichtung der Lehrer soll um zwei Stunden steigen. Und ja, es wird generell zu Einsparungen im öffentlichen Dienst kommen. Aber nein, fix sei ohne Verhandlungen mit den Betroffenen nichts, beteuerten Werner Faymann (SPÖ) und Reinhold Mitterlehner (ÖVP) nach der Regierungssitzung unisono.
Häupl in DiePresse.com 14.04.2015 14:05 "Wenn ich 22 Stunden in der Woche arbeite, bin ich Dienstagmittag fertig."
Geht´s noch, Michael?
Statt Schmied und Pröll (2009) - agieren Heinsch-Hosek und Schelling (2015)
Dieselbe Ausgangssituation, dieselbe Drohung:
Vier Stunden Arbeitszeiterhöhung für Lehrer/innen soll das Budgetloch im Bildungsministerium (seit der Spekulationskriese) stopfen.
Die aktuelle Auseinandersetzung um die Erhöhung der Lehrverpflichtung ist nicht nur eine Budgetdiskussion, sondern auch eine Auseinandersetzung um den Stellenwert des öffentlichen Bildungswesens. Schelling wird nicht müde zu betonen, dass er nicht bereit ist, dem Bildungsministeri um die dringend erforderlichen Budgetmittel zur Verfügung zu stellen. Geschweige denn mehr Geld für längst notwendige Reformen auszugeben, um dem österreichischen Bildungswesen einen sinnvollen und nachhaltigen Veränderungsimpuls zu ermöglichen.
Diese angedrohte Maßnahme ist sowohl pädagogisch als auch ökonomisch und sozial widersinnig und macht eines wiederum deutlich: Dieser Bundesregierung ist Bildung nichts wert. Wenn sich die ÖVP-SPÖ-Koalition mit ihrer restriktiven Haltung weiterhin durchsetzt, ist das öffentliche Schulwesen nachhaltig beschädigt, JunglehrerInnen werden nicht mehr angestellt und LehrerIn sein wird endgültig völlig unattraktiv. Wir werden uns, wie 2009, mit allen Mitteln dagegen wehren!
>> Dazu ein treffender Kommentar von Harald Walser:
„Kein Kaputtsparprogramm im Bildungsbereich!“
Unter diesem Titel habe ich heute zu den Plänen von Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek Stellung bezogen und davor gewarnt, sich von Finanzminister Hans Jörg Schelling erpressen zu lassen.
Zum Handkuss kommen LehrerInnen und SchülerInnen, wenn sich das bisherige mangelnde Durchsetzungsvermögen der Bildungsministerin gegenüber dem Finanzminister nicht endlich ins Gegenteil verkehrt und einem entschiedenen Auftreten weicht. Es braucht endlich konkrete Schritte in Richtung Schul- und Bildungsreform. .....
Weitere Links zum Thema:
>> Auf der Krone-Website gibt es dazu eine Online-Umfrage:
ONLINE-UMFRAG: "Sollen unsere Lehrer länger unterrichten müssen?"
Österreichs Lehrer sollen künftig für das gleiche Gehalt mehr Stunden in der Klasse stehen. Die Lehrer protestieren gegen das Vorhaben. Was sagst du, sollen unsere Lehrer mehr Zeit in den Klassen verbringen müssen?
>> derstandard.at:
„Kampfmassnahmen-bei-Erhoehung-der-Lehrer-Arbeitszeit“
>> orf.at:
"Lehrerarbeitszeit: „Neubewertung“ für Heinisch möglich"
>> wien.orf.at:
"Eltern kritisieren „versteckte Kosten"
Bundesministerium für Bildung und Frauen
Ausschreibung: Stelle einer Direktorin/eines Direktors
Im Bereich des Landesschulrates für Vorarlberg gelangt voraussichtlich mit 1. November 2015 an der
Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule 6890 Lustenau, Neudorfstraße 22, die Stelle einer Direktorin/eines Direktors der Verwendungsgruppe L1 bzw. Entlohnungsgruppe l1 mit dem nach den gesetzlichen Bestimmungen für diese Funktion vorgesehenen Wirkungsbereich zur Besetzung.
Kommentar von Gary Fuchsbauer zu einem Bericht in news.orf.at:
Fast drei Viertel der Landeslehrer als „Hackler“ in Pension
Dass der Artikel tendenziös ist, zeigt wohl am besten die Formulierung "Auch den Weg in die Dienstunfähigkeitspension wählten sie", die ich aus dem orf.at - Bericht als Überschrift herausgegriffen habe.
Habt ihr euch schon einmal überlegt, die Dienstunfähigkeit zu wählen?
Und dass der Rechnungshof (und der darüber berichtende ORF) mehr als 15 Monate nach Auslaufen der Hacklerregelung den nun schon seit mindestens eineinhalb Jahren in Pension befindlichen KollegInnen vorwirft, dass sie eine gesetzlich mögliche Pensionsvariante genutzt (hier wäre der Begriff "gewählt" zutreffend) haben, ist sinnlos - außer es gehört zum gerade von einigen wenigen (abnehmende Tendenz) Journalisten betriebenen Beamtenbashing.
Gab es da nicht kürzlich die Statistik, die aufzeigt, dass
a) öffentlich Bedienstete im Schnitt später in Pension gehen als andere, und dass
b) innerhalb der öffentlich Bediensteten die LehrerInnen noch einmal im Schnitt später in Pension gehen?
Die ist wohl schon wieder vergessen. Aber nachzulesen (nach unten scrollen) auf dieser Homepage:
Erstmals Monitoring-Bericht für Beamtenpensionen
Pensionsreform: Länger arbeiten – aber wie?
2. Begutachtungstext zur Dienstrechtsnovelle
Download der Dokumente zur Dienstrechtsnovelle (incl. Reparatur des neuen Besoldungsrechts). Die Begutachtungfrist endet am 15.04.2015
Was sich für die LehrerInnen ändert und welche Einwände es gibt, hat Gary Fuchsbauer kurz zusammengefasst >>> Zusammenfassung.
1. PH-Absolvent/innen: Gehaltsvergleich l2a2 – lpd
Ab September 2015: Dienstrechts-Wahlmöglichkeit für alle, die vor September 2014 noch nicht in Österreich als Lehrer/in beschäftigt waren.
Alle, die in Österreich im Landes- oder Bundesdienst bis incl. Schuljahr 2018/19 neu als Lehrer/in beginnen, müssen sich am Beginn entscheiden, ob sie nach dem bisherigen LehrerInnendienstrecht oder nach dem neuen PädagogInnendienstrecht angestellt werden wollen
> bisheriges LehrerInnendienstrecht: Topf A = Unterricht, Topf B = Vor-/Nachbereitung, Topf C = alles andere, Bezahlung in VS/NMS nach Schema l2a2, Klassenvorstand etc extra bezahlt
> neues PädagogInnendienstrecht: [Landesvertrags-lehrpersonengesetz § 8: 22 Stunden Unterrichtspflicht und 2 weitere Stunden aus den Bereichen Klassenvorstand (klassenführende Lehrkraft), Mentoring (§ 6), Lehrmittelsammlung, Qualitätsmanagement, Fachkoordination, Koordination an NMS (gelten jeweils als 1 Jahreswochen¬stunde), Eltern-/SchülerInnenberatung (36 Einzelstunden entsprechen 1 Jahresstunde), Bezahlung wie alle LehrerInnen nach dem neuen Schema lpd, in NMS pro D-/E-/M-Wochenstunde eine monatliche Zulage von 25 Euro.
Vergleich der Gehaltstabellen von l2a2 und lpd (ohne Zulage) und lpd mit 10 Zulagestunden (12mal im Jahr 10x25 €, umgerechnet auf 12/14 also 214 Euro):
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