Brief an Barazon von Gerhard Pušnik (ÖLI-UG)
Sehr geehrter Herr Barazon!
Ihr Silvester-Kommentar auf S. 2 der SN unter dem Titel „Die bildungsfernen Kinder hätten ihre Chance in der Volksschule“ lässt das Herz höher hüpfen, allerdings nur jenes der besonders konservativen ÖVP-Kreise und der Gewerkschaftsfunktionäre der „Österreichischen Professoren-Union (ÖPU)“.
Allein Ihre Wortwahl: „Angriff, Sozialisten, Grüne, Träume, Kämpfer, tapfer, eifrig“ in den ersten Sätzen, kombiniert mit der Behauptung, Sozialisten und Grüne seien „wild entschlossen, ihre Träume von der Gesamtschule zu verwirklichen“, lässt vermuten, dass es Ihnen nicht um eine sachliche Auseinandersetzung und um eine bessere Schule für alle geht.
Es dürfte auch Ihnen nicht entgangen sein, dass am 17.11.2015 ein Bildungsrefom-Papier präsentiert wurde, das den koalitionären Beschluss der Beschränkung für Gesamtschulmodelle auf 15% der Schulen eines Bundeslandes beinhaltet und damit die Realisierung einer gemeinsamen Schule der 10 -14Jährigen unterbindet. Sie wiederholen alte Vorurteile (Gesamtschule heißt Niveauverlust). Ihrer Vorstellung nach werden Kinder in behaglich eingerichteten Wohnzimmern bürgerlicher Innenstadtbewohner aufs Gymnasium vorbereitet, die Mentoren häuslichen Lernens sind bei Ihnen immer noch Großeltern und Eltern.
Wie weit Sie von der Realtität Schule entfernt sind, Herr Barazon, belegt der Satz „Man schränkt die Volksschule zu einem verlängerten Kindergarten ein. Und zahlreiche Eltern sabotieren sogar die bescheidenen Anforderungen! Die Putzis sind ja noch so klein, die sollen spielen!“
Die Anforderungen an die Kleinen sind z.T. enorm. Der Druck, den Eltern, Großeltern, ExpertInnen, Vereine etc. und die Schule auf die Kinder erzeugen, wirkt oft auch kontraproduktiv und hat wenig mit Bildung und Entwicklung zu kreativen, selbstbestimmenden und solidarischen jungen Erwachsenen zu tun.
In Bundesländern wie Vorarlberg wird max. 25% der Kinder mit 9 ½ Jahren der Zutritt in eine AHS gestattet, dutzende Kinder mit sog. Gymnasialreife werden nicht aufgenommen. Das ist ein politischer Beschluss, der seit Jahrzehnten gilt und hat nichts mit den Begabungen und Leistungen zu tun. Die Tatsache, dass in Salzburg einige Kinder im Gymnasium landen und die überwiegende Mehrheit in der NMS hat auch nichts damit zu tun, dass deren „Eltern bei jeder Gelegenheit über Literatur, Musik oder Politik sprechen“, Großmütter das Lesen von Plakaten üben oder mit ihnen ins Theater gehen. Aber es hat sehr viel damit zu, was deren Eltern und Großeltern sind und waren, nämlich gutsituierte Bürger und Großbürger. Die Schwierigkeiten und Probleme in allen Schulbereichen sind beträchtlich, mit den putzigen Empfehlungen eines überheblichen Bildungsbürgers werden wir kein einziges davon lösen.
Mit besten Grüßen, Gerhard Pušnik
ÖLI-AHS Österreichische LehrerInnen Initiative
"Nein", sie sei nicht für die Gemeinsame Schule, verkündigte die Bundespräsidentschaftskandidatin Griss letzhin in einem „Falter – Interview“. Die Gesamtschule sei doch nur ein Taferl und deshalb nicht entscheidend. Andere Dinge wie die Motivation der Lehrer seien wichtiger. Und außerdem sei die Debatte viel zu ideologisiert und lenke nur ab. Frau Griss ist also für die frühe Trennung mit 9 Jahren in, wie es Niki Glattauer in seinem Kommentar im Kurier „Nicht bös’ sein, Frau Dr. Griss...“ treffend formuliert, „vermeintliche Winner und definitive Loser (darauf läuft’s in den Städten nämlich seit Jahrzehnten hinaus)“. Nach ihrer ebenso eindeutigen Nichtabgrenzung zur FPÖ hat sie mit ihrem „Nein“ zur Gesamtschule ihr politisch ideologisches Bild bereits gut erkennbar geschärft. Ob zu ihren Gunsten? Wohl eher nicht. Die kommende Präsidentschaftswahl wird es zeigen.
Entschieden hat sich bereits Niki Glattauer: „Jetzt ist das Jahr noch gar nicht zu Ende – und schon weiß ich, wen ich bei der nächsten Bundespräsidentschaftswahl nicht wählen werde. Nämlich Frau Dr. Irmgard Griss. Nicht bös’ sein, Frau Dr. Griss, ist nicht persönlich, aber Sie sagten im "Falter" auf die Frage "Sind Sie für die Gesamtschule?" klipp und klar "Nein" und dann, ich zitiere: "Ich glaube auch nicht, dass das Taferl entscheidend ist. Wichtig sind die Motivation der Lehrer, die Wertschätzung, die ihnen entgegengebracht wird, und ihre Ausbildung. Die Gesamtschuldebatte lenkt ab, sie ist viel zu ideologisiert. (…)"
Alter Schwede, das hätte 1:1 von Österreichs pädagogischer Tea-Party-Bewegung kommen können. …..“ >>> Kommentar Niki Glattauer
“Willkommen in Deutschland“
WEGWEISUNG FÜR MUSLIMISCHE MIGRANTEN ZU EINEM GELINGENDEN MITEINANDER IN DEUTSCHLAND
Dem Münchner Forum für Islam ist in Zusammenarbeit mit der Stadt München eine beispielgebende Broschüre gelungen - einen (fast) perfekten Knigge für muslimische Flüchtlinge. „Der Knigge erklärt, begründet – und verletzt nicht“, schreibt dazu The Huffington Post.
In der Broschüre wird ein weiter Bogen von den großen Themen wie die Würde des Menschen, das Grundgesetz, die Demokratie und die Gleichberechtigung bis zu den einfach praktischen Dingen wie Mülltrennung und Grußformeln gespannt.
Neu ist auch der Versuch für die in Deutschland geltenden Regeln eine „islamische Legitimation“ zu finden. „Meist sind es Koranverse, seltener auch Überlieferungen aus dem Propheten Mohammed“ (The Huffington Post).
Die 16-seitige Broschüre „Willkommen in Deutschland“ gibt es in den sprachen Deutsch, Englisch und Arabisch.
Abschließend noch einmal dazu The Huffington Post: „Natürlich kann man auch über diese Broschüre diskutieren. Sicher werden islamische Theologen da auch andere Argumente bringen können. Aber dieser Knigge ist ein Leitfaden auf Augenhöhe – und wenn er als Diskussionsgrundlage dient, ist schon viel erreicht.
Zwar ist der Leitfaden für Migranten gedacht. Aber Deutsche können da genauso viel lernen. Deutschland hat in den vergangenen Tagen viel über ein Integrationspflichtgesetz diskutiert, das CDU-Vize Julia Klöckner ins Spiel gebracht hatte. Vielleicht zeigt die Broschüre, worauf man aufbauen könnte. Oder dass man doch gar nicht so weit voneinander entfernt ist.“
Ein Vergleich mit dem eher weniger gelungenen Folder des BMI von Johanna Mikl-Leitner „Refugee-Guide.at“ unterstreicht die Qualität der Münchner Broschüre.
Presseaussendung der ARGE Gemeinsame Schule:
Die ARGE begrüßt ausdrücklich den Projektplan zur Einführung der Gemeinsamen Schule in der Modellregion Vorarlberg
Die Unbeirrbarkeit von Bildungslandesrätin Bernadette Mennel verdient größten Respekt. Das Festhalten am Projekt „Gemeinsame Schule für die 10- bis 14-Jährigen“ in einer Modellregion Vorarlberg erfordert nicht nur Mut und Stehvermögen, sondern auch die feste Überzeugung von der Notwendigkeit einer grundlegenden Veränderung im österreichischen Bildungssystem. Mennel stellt sich damit offensiv gegen die Pseudobildungsreform, die die Bundesregierung im November vorgelegt hat und die u. a. nur eine 15% Modellregion zulassen möchte. Das wären in Vorarlberg gerade ein bis zwei Schulen! >> weiter lesen
Diese Woche erhielt wieder jedes Mitglied der GÖD – BMHS die BMHS-Gewerkschaftszeitung "Weg in die Wirtschaft" (WiW). Und in dieser Ausgabe finden sich gleich zwei überraschende und vor allem erfreuliche Aussagen. „Ich habe mit großer Freude die ersten beiden Artikel gelesen (Autonomie, Pausensprache). Beiträge, die uns bei der Beitrittswerbung zur Gewerkschaft unterstützen“, freut sich Gary Fuchsbauer.
So erfreulich wie neu ist die klare Positionierung für ein auf Zeit gewählte(s) Schulleitung-(steam) von Jürgen Rainer in seinem Leitartikel . Eine alte und zentrale Forderung der ÖLI-UG.
Auszug: „Mehr Autonomie an den Schulen verlangt aber auch mehr Demokratie in den Schulen [....]. Eine autonome Schule benötigt keinen LSR und keine Schulaufsicht, denn sie sichert die Qualität ihrer Ausbildung vor Ort. Ich bin auch davon überzeugt, dass jede Schulgemeinschaft in der Lage ist, ihre Schulleitung selbst zu bestimmen. [....] Und sollte man sich vor Ort einmal geirrt haben, lässt sich die Fehlentscheidung rasch wieder korrigieren.“
Die Ausführungen zum Thema verpflichtend Deutsch als Pausensprache von Dieter Reichenauer „Unterrichtssprache Deutsch - Pausensprache?“ sind sehr interessant und eine gute Ergänzung zu den bisherigen Beiträgen auf dieser HP zu diesem Thema.
Auszug:
"Umgang mit Mehrsprachigkeit: Schulz schreibt, es sei eine Illusion zu glauben, Einsprachigkeit sei das einzig Sinnvolle für eine Gesellschaft und Zweisprachigkeit nur eine Ausnahme und mit Problemen behaftet. „Zweisprachigkeit ist somit keine Ausnahme, sondern eine teilweise ignorierte Tatsache.“ Im Grunde gehe es nicht darum, ob nun eine Mehrsprachigkeit bestehe oder nicht, sondern darum, wie mit Mehrsprachigkeit umgegangen werden könne, dass sie sich für alle Beteiligten positiv auswirke. Es liege also an schulpolitischen Maßnahmen und ihren Herangehensweisen und Einstellungen zum Thema Mehrsprachigkeit (vgl. Schulz 2011, S. 18)."
Weil es die Zeitung WiW nicht online gibt, hat die ÖLI die Autoren Juergen Rainer, BMHS-Gewerkschaftsvorsitzender, und Dieter Reichenauer, Dienstrechtsreferent, um die Texte gebeten und dankenswerter Weise erhalten:
>> Jürgen Rainer – Leitartikel
>> Dieter Reichenauer - Unterrichtssprache Deutsch - Pausensprache
Falter 51/15: Interview von FLORIAN KLENK
Wie bereits mehrfach auf dieser HP berichtet, hat der Wiener Islamwissenschaftler Ednan Aslan mit seiner umstrittenen Kindergartenstudie vor allem für Kritik und Aufregung gesorgt. Nach der Veröffentlichung einer Zwischenstudie des Islamwissenschaftler Ednan Aslan vom Institut für Islamische Studien der Uni Wien durch Außenminister Sebastian Kurz, wurde Aslan von seinen Kollegen aus Wissenschaftskreisen und Vertretern der Glaubensgemeinschaft massiv attackiert.
„Wir müssen den Islam von diesem Dreck reinigen!“
Der Wiener Islamwissenschaftler Ednan Aslan über seine umstrittene Kindergartenstudie, die Attacken der Glaubensgemeinschaft und seine Hoffnung auf ein Feuer der Aufklärung für den Islam
>> Gesamter Artikel online (leider nur mit Abo oder 49 Cent).
Eine Studie von Schwerdt & Wuppermann: "Is traditional teaching really all that bad?", eine groß angelegte Analyse von Daten aus den Vereinigten Staaten, bescheinigt dem Frontalunterricht eine höhere Effizienz als problemorientierter und/oder offener Unterricht.
Inge Kloepfer, Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, hat zu dieser Studie einen Artikel mit dem Titel „Frontalunterricht macht klug“ (faz.net 15.12.2015) geschrieben.
Ihre Analyse kritisiert die oft oberflächliche Interpretation, das Ergebnisses der Studie soll als Aufforderung verstanden werden, ganz zum Frontalunterricht zurückzukehren und relativiert damit auch den Titel ihres Artikels. Was Heidi Schrodt zu einem Kommentar im FB veranlasste: „Inhalt und Überschrift stimmen nicht überein, dennoch recht lesenswert“. „Wobei die Aussagen der Studie mit dem FAZ-Beitrag nur marginal zu tun haben, die gewählte Überschrift + Untertitel genau jene Form von ideologiegesteuerter Diskussion widerspiegelt, die im Beitrag so vehement kritisiert wird“, meint dazu zum Beispiel Dietmar Osinger in einem Kommentar in der FB-Gruppe „Bildung ist Zukunft“.
Die Antwort auf die zentrale Frage, „Also alles zurück zur alten Schule?“, bekommt die/der Leser/in im letzten Absatz: Nein, kein ernstzunehmender Pädagoge will wieder Lehrermonologe wie sie zu Zeiten des 19. oder 20. Jahrhunderts noch überwiegend üblich waren. Der Lehrer solle präsentieren, erklären, Zusammenhänge stiften. Zwischendurch müssten die Schüler selbst ausprobieren, debattieren, trainieren. „Aber nicht zu lange alleine“, sagt Felten. Und auch Bildungsökonom Schwerdt warnt davor, seine Ergebnisse als Aufforderung zu lesen, ganz zum Frontalunterricht zurückzukehren. Aber wieder ein bisschen mehr davon steigere Schülerleistungen nun einmal unmittelbar.
KREIDEKREIS – die Zeitung der ÖLI-UG
Vorankündigung: Der neue Kreidekreis 01/2016 geht in den nächsten Tagen in Druck
Heute konnten wir einen ersten Blick auf den neuen Kreidekreis werfen. Er ist neu gestaltet, bunter und inhaltlich vielfältiger. Und man erkennt sofort: Der mühsame Umgestaltungsprozess in den letzten Monaten hat sich bezahlt gemacht ...
Auszug Editorial von Chefredakteur Gerhard Pušnik
„Was die beiden Regierungsparteien in Sachen Bildung derzeit zu bieten haben, das sehen Sie auf Seite 1. Das lange angekündigte und von Ministerin Heinisch-Hosek und Staatssekretär Mahrer am 17. Nov. abgeklatschte Papier der Bildungsreformkommission ist recht dünn - deshalb jedoch nicht weniger gefährlich für das öffentliche Schulwesen - ausgefallen.
Der Kreidekreis ist neu gestaltet, bunter und inhaltlich vielfältiger. Wir bedanken uns bei den bewährten Kreidekreis- AutorInnen und bei den ExpertInnen für ihre Beiträge. Zahlreiche Themen dieser Ausgabe können Sie auf unsere Webseite www.oeliug.at vertiefen und aktualisiert nachlesen. Wir würden uns freuen über viele Rückmeldungen zu unseren Bemühungen und natürlich über Kommentare zu den einzelnen Beiträgen“
Inhalt
Gödlich: Wahl abgesagt - Flüchtlingsklasse - Reform! Reform??? - Neue Oberstufe - Aus dem Inneren der GÖD - Expertisen, Wahn und Milliarden - Deutsch reden oder Pappn halten - Recht praktisch | PVG - Kunst & Kultur
Auch heuer sind die ÖLI-U und UBG mit einer eigenen Veranstaltungsreihe präsent.
BundeslehrerInnentag:
Donnerstag, 3. März 2016, 8:45 Uhr - Volkshaus Dornach, Niedermayrw.7, Linz-Urfahr
Der Besuch ist allen BundeslehrerInnen aus Oberösterreich gemäß LSR-Erlass gestattet. Alle anderen LehrerInnen können teilnehmen, wenn es als Fortbildung genehmigt wird.
Programm
08:45 Uhr Büchertische, Info-Stände, Gespräch mit KollegInnen von ÖLI-UG und UBG
09:00 Uhr Begrüßung, ÖLI- und UBG-Informationen
09:15 Uhr Aktuelles aus der Gewerkschaft - Informationen von Josef Gary Fuchsbauer,
10.00 Uhr zur Auswahl
A | Großer Saal
Univ. Prof. Rudolf de Cillia - Inst. für Sprachwissenschaft, Universität Wien
Sprache und Macht. Ausgrenzung durch Sprache - Referat und Diskussion
B | Seminarraum
Information / Schulung zu Dienst-/Besoldungs-/Vertrags-/Pensions-/Personalvertretungsrecht mit Gary Fuchsbauer.
12:15 Uhr Mittagessen – Gedanken- und Erfahrungsaustausch.
13:30 Uhr Seminarraum:
Austausch über Inhalte künftiger Gewerkschaftsarbeit angesichts der Gewerkschaftskongresse 2016. Was soll die Gewerkschaft tun? Was soll die ÖLI tun? Wie können wir uns weiter vernetzen? Gesprächsleitung: Michael Maurer, ÖLI-UG
Gegen Irreführung und Generalverdacht
Die „Plattform Christen und Muslime“ bemüht sich um eine Klarstellung im Streit um die islamischen Kindergärten in Wien.
Um der notwendigen Objektivität willen kann die Durchführung von qualitativ-empirischer Forschung nur von ausgewiesenen und neutralen Sozialwissenschaftler/innen vorgenommen werden, die weder positiv noch negativ in die Sache involviert sind. Eine solche Forschung arbeitet mit thematisch offenen Interviews, die auf freiwilliger Bereitschaft zur Teilnahme beruhen. Hinzu kommt die Verpflichtung, die Interviewpartner/innen anonym zu halten. Daher kann auf diesem Weg eine „detaillierte theologisch-politische Landkarte der Kindergärten“ (Ednan Aslan, Der Standard 17.12.15) nicht erstellt werden.
>> Plattform Christen und Muslime
Wie berichtet, wird der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bis auf ein 1% seine gesamten Facebook-Aktien im Wert von über 45 Milliarden Dollar in eine neue Stiftung einbringen. Ausnahmslos wohltätigen Zwecken soll laut Zuckerberg die Stiftung dienen. Derzeit sind die Stiftungsziele noch „ziemlich unkonkret“, berichtet spiegel.de. „Mit dabei ist jedenfalls: "personalized learning".“
Personalized learning / individualisiertes Lernen ist in der modernen Pädagogik nicht mehr wegzudenken. Die den individuellen Fähigkeiten des Lernenden angepasste Lehr- und Lernmethoden gelten als der wichtigste Schlüssel für erfolgreiches Lernen. Das erfordert nicht nur eine genaue Analyse der Stärken, Schwächen, besonderen Fähigkeiten und des Lerntempos jeder/s einzelnen Schülerin/Schülers. Es müssen auch die Schüler/innen individuell abgestimmte Materialien, Unterrichtsmethoden und der dafür erforderliche Zeitbedarf ermittelt und bereitgestellt werden. Eine, im heutigen Regelschulwesen mit ihren großen Heterogenen Klassen eine schier unlösbare Aufgabe für die Lehrenden und die Schulorganisation.
Hier setzt Marc Zuckerberg Hilfe an. Mit neuen Technologien können die individuellen Erfordernisse der Schüler/innen schnell und dynamisch ermittelt und daraus die besten Lehr-und Lernmethoden und die erforderlichen Unterrichtsmaterialen entwickelt. Mit dieser Unterstützung kann vielleicht zukünftig der/die Lehrer/in das bisher Unmögliche schaffen: Die Organisation des individuellen Lernens. Für jedes Kind den optimalen Lernrythmus, die erfolgreichste Unterrichtsmethode, die zeitlichen-, räumlichen- und technischen Ressourcen für jeden Kompetenzbereich in jedem Unterrichtsfach zu ermitteln und ihm zur Verfügung zu stellen bzw. zu ermöglichen.
spiegel.de: „Der Facebook-Chef konzentriert sich - wenig überraschend - auf den technologischen Aspekt: Schüler auf der ganzen Welt sollen Zugang zu Software haben, die analysiert, wie jeder einzelne lernt und wo seine Schwächen liegen. "Ihr werdet schnell besser in den Fächern, die euch am meisten interessieren, und ihr bekommt jede nötige Hilfe auf den Gebieten, die euch am schwersten fallen", verspricht Zuckerberg. Man sei gerade dabei, diese verheißungsvolle neue Technologie zu entwickeln.“
Bundesschulsprecher Maximilian Gnesda fordert Einführung von Schulgemeinschaftsaus-schüssen auf Landes- und Bundesebene
In einer Presseaussendung kritisiert Gnesda, dass auch ein Monat nach der Präsentation des Bidungsremormpapiers, trotz mehrmaliger Aufforderung, weiterhin keine Rede von einer Einbindung der Schulpartner ist.
Damit die Schulpartner auch nach der Neuorganisation der Verwaltung im Bildungsbereich bestmöglich vertreten sind, fordert der Schülervertreter die Schaffung demokratischer Gremien. „Die Landes-Schulgemeinschaftsausschüsse müssen als Ersatz für die politisch besetzten Kollegien eingeführt werden“, begründet Gnesda seine Forderung.
Die neu zu schaffenden Landes- und Bundes-Schulgemeinschaftsausschüsse sollen laut dem Bundesschulsprecher durch die Schulpartner in gleicher Anzahl und Stimmrechten besetzt werden. Die Entscheidungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten soll jenen der SGAs in den Schulen entsprechen.
Heute wurden die Vorarlberger Schulen vom Landesschulrat für Vorarlberg über die neue Online Plattform informiert. Sie soll die Pädagoginnen und Pädagogen beim Umgang mit jungen Flüchtlingen unterstützen. Die Informationen für die Plattform wurden in Zusammenarbeit zwischen Landesschulrat, Land Vorarlberg und Pädagogischer Hochschule Vorarlberg gesammelt.
In der Rubrik KINDERGARTEN UND SCHULE bietet die Plattform allgemeinen Informationen, Arbeitsmaterial und Links, Fort- und Weiterbildungsangebote und Kontakte zu wichtigen Ansprechpersonen.
Die Inhalte werden laut LSR laufend auf dem aktuellen Stand gehalten und mit neuen Informationen ergänzt. Auf der Homepage sind auch sämtliche andere Aktivitäten im Land zum Thema Flüchtlinge beschrieben, wie etwa Ehrenamts- und Integrationsprojekte, Daten, Fakten und interessante Veranstaltungen.
Der neue Wiener Stadtschulratspräsident Jürgen Czernohorszky fordert im Kurier-Interview mehr Ganztagsschulen und Unterstützung durch den Finanzminister, berichtet über das Antiradikalisierungsnetzwerk und will 100 Sozialarbeiter für die Wiener Schulen einsetzten.
Czernohorszky weist auf die zentrale Rolle der Schulen bei der Verhinderung der Radikalisier- ung hin. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, müssen sich die Bildungsverantwortlichen vertieft damit auseinandersetzten, dass im österreichischen Bildungssystem „möglichst kein Kind zurückbleibt. Zum Beispiel durch mehr Personal. Es gibt hier in Wien das Vorhaben, 100 zusätzliche Leute für die Sozialarbeit in Schulen zur Verfügung zu stellen. Ein Thema ist auch, dass es das gegenwärtige Schulsystem nicht ausreichend schafft, Kindern mit geringen Chancen mehr Chancen zu ermöglichen. Bis zu einem gewissen Grad wird Bildung vererbt. Einer der Gründe ist, dass es zu wenig Ganztagsschulangebote gibt. Weil eine Schule, die ein Kind um 12, 1, 2 Uhr entlässt, tut das auch mit dem sprichwörtlichen Rucksack an Aufgaben und Herausforderungen. Da gibt es zwei Möglichkeiten: entweder das Kind wird dabei unterstützt, oder eben nicht. Das ist auch ein Grund, warum die Stadt Wien das Fördermodell 2.0 ins Leben gerufen hat. Das ist aber nicht nur ein Match für Wien, sondern für ganz Österreich. Ballungszentren brauchen da mehr Unterstützung – daher erwarte ich mir vom Finanzminister, dass er im Zuge der Finanzausgleichsverhandlun- gen je nach sozialen Herausforderungen mehr an Ressourcen zur Verfügung stellt.“ (kurier.at) ......
Laut Statistik Austria 2014/2015 ist die Gesamtschülerzahl in Österreich weiterhin rückläufig. Aber nicht alle Schultypen spüren diesen Trend.
Die Gewinner:
Die Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik (BAKIP) / Sozialpädagogik (BASOP), die AHS-Oberstufe, die Höheren technischen Lehranstalten (HTL) und Bildungsanstalten und Höheren Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe (HLW) sind die Gewinner. Die BAKIP legte mit einem Schülerplus von über 37% gegenüber 2004/05 jedoch deutlich mehr zu als die AHS (+ knapp über 12%), die HTL (+ knapp unter 8%) und die HLW (+ 6%). Wobei die HLW allerdings Schüler/innen verloren. Die BHS gesamt liegt mit einem Zuwachs von 2,1% noch leicht im Plus.
Die Aufsteiger:
In den Volksschulen zeichnet sich eine Trendumkehr ab. Im Schuljahr 2014/15 nahm die Schüler/innenzahl wieder leicht zu.
Die Verlierer:
Hauptschulen und NMS sind die klaren Verlierer in den Schulen der 10- bis 14-Jährigen. Mit einem Minus von 22,70 % im Vergleich zu vor zehn Jahren schneiden sie deutlich schlechter ab als die AHS – Unterstufe, die „nur“ einen Verlust von 3 % im selben Zeitraum hinnehmen müssen.
Die berufsbildenden mittleren Schulen (BMS) müssen ein Minus von annähernd 17% hinnehmen, die Polytechnische Schulen sogar über - 27% und die Berufsschulen pendeln sich bei einem knappen - 1,4% ein. Im Bereich der BHS verliert in erster Linie die Handelsakademie (- 8,8%).
„Mit 1,086 Millionen Schülern gab es 2014/15 mehr als 101.000 Schüler weniger als noch vor zehn Jahren. Das entspricht einem Minus von 8,5 Prozent gegenüber 2004/05 bzw. 0,6 Prozent gegenüber 2013/14. Grund dafür ist der Geburtenrückgang seit den frühen 1990er-Jahren.“ (derstandard.at)
„Trotz des Schülerrückgangs stieg deren Gesamtzahl (nach Vollzeitäquivalenten) leicht auf rund 105.300. Im Jahr davor lag sie noch bei rund 105.100, 2012/13 bei 105.000.“ (ORF.at)
Ausgangssituation: Die im November von der Bildungsreformkommission präsentierte „Bildungsreform 2015“ fordert eine stärkere Positionierung der Früherziehung/Elementarpädagogik (0 bis 6 Jahre). Deshalb werden 5-6 Sunden Elemente der Früherziehung in den Lehrplan der BAKIP übernommen. Das macht eine Änderung der Stundentafel notwendig. Die bisherigen Vorschläge des bmbf sind im Lehrkörper der BAKIPs sehr umstritten.
Der ÖLI-UG liegen nun einige Informationen von der Besprechung der BAKIP-Direktor/innen am Donnerstag in Salzburg und vom „Workshop“ zur Lehrplanbearbeitung in BE/WE/TG am Freitag in Wien vor.
Eine Zusammenfassung des aktuellen Diskussionsstandes zu den geplanten Änderungen (schon ziemlich gesicherte Ergebnisse):
+4 (5) Stunden Fachtheoretische- und praktischen Fächer:
+1 Pädagogik
+2 Didaktik
+1 (2) Praxis
+1 Stunde Naturwissenschaftlichen Fächer:
-1 Physik
-1 Chemie
-1 Biologie
+1 Biologie (Physiologische Grundlagen)
+3 Angewandte Naturwissenschaften
-2 Stunden Kreative Fächer und Musik/Instrumental
+1 Musik (Stimmbildung)
-1 BE/WE/TG (im 5. Jahrgang)
-2 Instrumental (im 3. + 4. Jahrgang Option Gitarre oder Flöte)
-1 Stunde Geographie und Wirtschaftskunde
-1 Stunde Organisation, Management, Recht und wissenschaftliches Arbeiten
Weitere Informationssplitter:
Zwei Praxiswochen in die unterrichtsfreie Zeit verlegen
Läuft alles nach Plan des bmbf, soll der neue Lehrplan ab dem Schuljahr 2016/17 aufsteigend ab der ersten Klasse eingeführt werden.
Die Enttäuschung der Kindergartenpädagog/innen über die Bildungsreform 2015 ist groß. Neue Wege die Österreich in der Elementarpädagogik schon vor Jahrzehnten gehen hätte sollen, werden im aktuellen Bildungsreformpapier entweder ignoriert oder nur wiederwillig und unzureichend angegangen. „Österreich steht im internationalen Vergleich nicht nur bezüglich der elementarpädagogischen Rahmenbedingungen sondern auch hinsichtlich der Ausbildung von Kindergartenpädagoginnen in keinem guten Licht“, schreibt Martina Krassnitzer in ihrem Kommentar in HELDEN VON HEUTE. Trixi Halama (ÖLI-UG) ärgert sich in einem FB-Kommentar über die alles beherrschende Sparwut in der österreichischen Bildungspolitik - vor allem in der Elementarpädagogik. In Österreich sind „Gruppen mit bis zu 25 (!) Kids mit nur einer Assistentin“ immer noch kein Tabu. Pädagogische Welten entfernt von z.B. „Schweden mit einem Personalschlüssel von 1:5“. „Ein Bettel“ nennt Trixi Halama die Bezahlung der Kindergartenpädagog/innen und stellt besorgt die Frage: „Wer arbeitet so wenig wertgeschätzt und überfordert gut und gerne?!“
In der neuen Rubrik „Meinungen“ der HELDEN VON HEUTE, schreiben Helden-Autorinnen über Themen, die sie persönlich betreffen. Den Anfang macht ein bemerkenswerter Kommentar der Redakteurin Martina Krassnitzer. Als Kindergartenpädagogin und Leiterin eines Kindergartens, ist sie jeden Tag mit den Auswirkungen unserer Bildungspolitik konfrontiert. Das aktuelle Vorhaben ist in ihren Augen ein Desaster.
Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (BMHS) reagiert auf die vielen heftigen Reaktionen über den geplanten neuen Lehrplan für die BAKIP. Hauptkritikpunkt ist, wie berichtet*, die Änderung der Stundentafel mit massiven Einschnitten im künstlerisch/kreativen Bereich durch die Integration der Früherziehung in den Lehrplan. In einem Schreiben an SC Stelzmüller schlägt die Gewerkschaft eine Verschiebung der geplanten Lehrplanänderung um ein Jahr vor: „Zwecks besserer Akzeptanz und „Nachhaltigkeit“ für die Semestrierung erlauben wir uns vorzuschlagen, die LP-Änderung betreff Integration der Früherziehung um ein Jahr zu verschieben....“
Die geplanten Änderungen der Stundentafel enthalten:
+ 7 Std. Früherziehung; + 5 Std. „Angewandte Naturwissenschaften“; + 1 Std. Wissenschaftliches Arbeiten
- 2 Std. Biologie; - 2 Std. Physik; - 2 Std. Chemie
- 1 Std. Geschichte und Sozialkunde; - 1 Std. Geografie und Wirtschaftskunde
- 3 Std. Instrumentalunterrricht
- 1 Std. BE oder TG oder WE in der 5. Klasse; - 1 Std. BE 3. Klasse
* Bildungsreform: Sparwut prägt ersten konkreten Umsetzungsschritt
Kinder brauchen Freiheit, um sich entwickeln zu können. Was für PädagogInnen selbstverständlich ist, sieht die Bundesregierung anders: Kinder und Jugendliche gefährden unsere Freiheit. Diesen Eindruck erzeugen jedenfalls die Überwachungspläne der Bildungsreformkommission.
Was harmlos als „verpflichtende Potentialanalyse“ und „bundesweit einheitlicher Bildungskom- pass“ bezeichnet wird, führt in Verbindung mit dem bereits existierenden System „Sokrates Bund“ zu einer weitreichenden staatlichen Kontrolle und Überwachung aller Kinder und Jugendlichen. Das als Bildungskompass bezeichnete „einheitliche Portfolio-System“ ist angesichts der facettenreichen pädagogischen Potenziale von Portfolios (Entwicklung, Selbst-steuerung, Selbstbestimmung, Reflexion) extrem kurzsichtig gedacht. Es ist nur von „Dokumen-tation, Evaluation und Weiterverfolgung“ die Rede. Das positiv konnotierte und in der Bildungs- welt akzeptierte Konzept wird so von der Kommission verwendet, um das Überwachungsmittel Bildungskompass dahinter zu verstecken.
„Im Bildungssystem muss die Freiheit des Menschen im Mittelpunkt stehen, nicht die Über- wachung“, kommentiert Univ. Prof. Dr. Theo Hug von der Universität Innsbruck die Vorschläge. Das sieht Univ. Prof. Dr. Christian Swertz von der Universität Wien ähnlich: „Wir erklären Kindern und Jugendlichen, wie sie ihre Privatsphäre in sozialen Netzwerken schützen. Demnächst müssen wir ihnen auch erklären, wie sie ihre Privatsphäre in Kindergärten und Schulen schützen“. >>> weiter lesen
Die neuen "Schulnotizen" sind da
Die Schulnotizen sind eine regelmäßig erscheinende Zeitschrift der APS - Vorarlberg
SLV, Freie Lehrer/innen, VLI. Schwerpuktthemen in dieser Ausgabe:
Staatssekretär Mahrer im Interview (DiePresse.at): Ein wenig mehr Elementarpädagogik, viele offene Finanzierungsfragen, erfolgreiche Verhinderung der Gesamtschule, Effizienzsteigerung bei Gehältern der Lehrer/innen und Schellings "freundliche Nasenlöcher" ...
Die parteipolitische Dimension der groß angekündigten Bildungsreform war bereits vor der Präsentation am 17. November offensichtlich. Die neu konstruierten Bildungsdirektionen sind das zweifelhafte Ergebnis. Das vorgelegte Reformpapier bestätigte eine weitere Befürchtung. Die „Betonierer“ in der ÖVP haben sich durchgesetzt, die Gesamtschule wird nachhaltig verhindert.
Je mehr Details und Informationen zur Umsetzung der einzelnen Pakete der Bildungsreform an die Öffentlichkeit dringen, wird endgültig klar, die Bildungsreform mutiert zu einem veritablen Sparpaket. Das zeigt sich bereits an der ersten konkreten Umsetzung. Die Lehrplanreform der BAKIP ist der erste konkret geplante Teil der Umsetzung der Bildungsreform. Sie ist geprägt durch die dramatische Streichung von Instrumentalmusikunterricht und anderer Kreativfächer. Sie ist primär eine Sparmaßnahme. Es geht darum Lehrpersonal einzusparen und nicht um pädagogische Überlegungen.
Die Schulen können laut Bildungsreformpapier künftig fünf Prozent der Lehrer/innen in Unterstützungspersonal umwandeln. Auch diese Regelung zeigt, wohin die Bildungsreform geht: Der Bund erspart sich das dringend notwendige und seit Jahren versprochene Unterstützungspersonal, zu Lasten des Unterrichtsangebotes. „Gibt es zu viel Lehrer?“ fragt in diesem Zusammenhang Julia Neuhauser (Die Presse) und erhält von Staatssekretär Mahrer die Antwort: “Ich weiß nicht, ob es zu viele sind. Die Frage ist etwa, ob es das Teamteaching immer braucht. Oder ob es oft nicht besser wäre, anstatt eines zweiten Mathematiklehrers in der Klasse einen Sozialarbeiter einzusetzen.“ Er weiß also sehr wenig von der Schule und hat keine Ahnung von Pädagogik, aber sein Sparwille ist genauso unübersehbar wie bedrohlich: „Ich glaube schon, dass die Reform kostenneutral machbar ist. Es wird Effizienzsteigerungen geben, etwa durch die neu geschaffene Transparenz bei den Lehrergehältern. Dadurch werden sich die einen oder anderen Spassettln aufhören.“
Kommt alles doch nicht so schlimm wie es derzeit aussieht? Mahrer ist über des Finanzminist-ers „freundliche Nasenlöcher“ erfreut. Das soll wohl im neu-coolen Politikerslang die Bereit-schaft Schellings bedeuten, mehr Geld in die leeren Budgettöpfe des Bildungsministeriums zu leiten. Die bisherigen Erfahrungen mit Finanzministern aus der ÖVP lässt aber nur eine Deutung zu: Schelling schnupft sich auch noch die letzten Ressourcen aus dem Unterrichtsbudget.
Die zukünftige Ausbildung der Elementarpädagog/innen wird nicht, wie internationaler Standard, tertiär auf der UNI (Master), sondern weiterhin an der BAKIP (Matura) erfolgen. Das machte es zur traurigen Gewissheit, was die Kenner der österreichischen Bildungspolitik geahnt haben. Die Bildungsreformer/innen hatten nie eine signifikante Verbesserung im Bereich der Elementarpädagogik im Sinn.
Ein wenig mehr Elementarpädagogik im Bereich der „Frühen Kindheit“ zu Lasten der Kreativfächer
Durch die geplante Lehrplanreform 2016 für die BAKIP bekommt der Bereich der „Frühen Kindheit“ einen höheren Stellenwert zu Lasten der Instrumentalmusik und anderer Kreativfächer. Das bringt aber für die Ausbildungsqualität reichlich wenig, wenn das dafür erforderliche professionelle Lehrpersonal fehlt oder nicht eingesetzt wird. Dieser Bereich im Ausbildungsbogen der Kindergartenpädagog/innen ist internationaler Standard. Aber können jene Lehrpersonen, die heute diesen Fachbereich unterrichten, meist nur eine Matura besitzen und sich wissenschaftlich nicht weiterentwickelt mussten, die dafür inhaltlichen Erfordernisse erfüllen? Steht also in den nächsten Jahren ausreichend Personal in Bezug auf Anzahl und Qualifikation zur Verfügung?
Primärziel Sparen
Die dramatische Streichung von Instrumentalmusikunterricht und anderer Kreativfächer ist primär eine Sparmaßnahme. Es geht darum Lehrpersonal einzusparen und nicht um pädagogische Überlegungen: Streicht man für eine Klasse mit 25 Schüler/innen eine Instrumentalstunde werden mindestens fünf Lehrer/innen-Stunden eingespart. Für eine zusätzliche Pädagogikstunde wird nur eine benötigt. (Siehe auch die Stellungnahme Bundesarbeitsgemeinschaft für Musik >> Download)
Standard-Testungen von Dreijährigen sind kein Ersatz für qualifizierte laufende individuelle Beobachtung und Förderung der Kinder, können auch selektiv und ausgrenzend eingesetzt werden und den Druck auf Kinder, Eltern und PädagogInnen erhöhen. Diese Bedenken betreffen ebenso die geplante „durchgehende Sprachstandards- und Entwicklungsdokumentation“
Zu alledem soll am Ende der Pflichtschule das Screening mit einem „Talente-Check“ abschließen, den die Wirtschaftskammern mit den Ländern machen. Ganz am Schluss, holen sie die Wirtschaftskammer und die Industriellenvereinigung für ihre Klientel die elf Jahre gesammelten Screening-Daten der Kids - für den Talente-Check.
Im heutigen DerStandard.at-Interview nimmt Genetiker Hengstschläger Stellung zum Bildungskompass.
Geht es nach dem „Erfinder“ des Bildungskompasses, soll nach „Vorbild des Mutter-Kind-Passes … etwas Ähnliches für die Bildung eingeführt werden.“ Die Details kennt auch Hengstschläger nicht. Interessant ist, was er im Interview mit keinem Wort erwähnt, nämlich der Abschluss des „Screenings“ am Ende der Pflichtschule. Und dafür hat er auch einen nachvollziehbaren Grund, denn der hat es in sich. Laut Staatssekretär Mahrer (ebenfalls im Der Standard) endet nach elf Jahren das Dauerscreening mit einem „Talente-Check“, „den die Wirtschaftskammern mit den Ländern machen.“ Ganz am Schluss, holen sie die Wirtschaftskammer und die Industriellen-vereinigung für ihre Klientel die elf Jahre gesammelten Screening-Daten der Kids - für den „Talente-Check“. So etwas erzählt man selbstverständlich nicht freiwillig, lässt diese Vorgangsweise die in dieser Angelegenheit das vielstrapazierte Datenschutzgarantiever-sprechen äußerst absurd erscheinen. Wichtiger ist Hengstschläger die Feststellung, dass die Eltern ein Vetorecht dann erhalten sollen, wenn ihr Kind Probleme mit einer bestimmten Lehrperson hat: „Es kann nicht sein, dass die Karriere eines Menschen von einem Menschen abhängt, der ihn nicht leiden kann.“
Wichtig ist, dass wir uns sicher sein können, dass die zukünftigen Arbeitgeber unsere Kinder/Jugendlichen mögen - also kein Thema für ein Vetorecht der Betroffenen?
Eine Veranstaltung der
Vorarlberger LehrerInnen Initiative - VLI und der Unabhängigen Bildungsgewerkschaft - UBG
Einladung:Das Land Vorarlberg 1861 – 2015 (= Geschichte Vorarlbergs 3)
Vortrag und Gespräch mit Meinrad Pichler
Montag, 30.11.2015, 19.30 Uhr
Hotel Krone, Dornbirn
Der dritte Band der Geschichte Vorarlbergs beschreibt die geschichtliche Entwicklung beginnend mit der Konstituierung des ersten Landtags im Jahre 1861 bis zur Gegenwart.
An diesem Abend wird Meinrad Pichler den von ihm verfassten Band der Vorarlberger Landesgeschichte vorstellen und insbesondere auf den Bereich Bildung eingehen.
Eintritt frei. Um Anmeldung wird gebeten:
Im gestrigen Interview im DerStandard.at ließ Staatsekretär Mahrer durch seine verwunderlichen Aussagen über das „Screening“ aller Kinder ab 3,5 Jahren aufhorchen. Mahrer, will möglichst früh „mit dem Festhalten von Talenten und Begabungen beginnen“ und am Ende der Pflichtschule das Screening mit einem „Talente-Check“ abschließen, „den die Wirtschaftskammern mit den Ländern machen.“ „Natürlich datengeschützt … einsehbar … für die Schülerinnen und Schüler selbst, für die Eltern, vor allem aber für die Pädagoginnen und Pädagogen.“ Da fehlt doch noch etwas Wesentliches. Ganz am Schluss, wenn es um das Festhalten der Talente für die Klientel der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung geht, holen sie sich die elf Jahre gesammelten Screening-Daten der Kids für den Talente-Check. Da feioert ein tiefschwarzer Neoliberalismus wieder fröhliche Ursprünge.
Ich finde, ganz im Ernst, Screenings und Checks haben in der Schule flächendeckend nichts verloren. Kommentar von Gerhard Pušnik
Ich habe schon vor 10 Jahren in der vlikraft ( die Zeitung der Vorarlberger LehrerInnen Initiative VLI) die pränatale Diagnostik für alle gefordert, damit wir früh genug wissen, welche Kinder in die AHS kommen werden. Der damalige LSR Stemer wollte davon jedoch nichts wissen. Ich frage mich, wozu gibt es Screenings und Checks erst ab 3,5 Jahren? Weshalb wird nicht einfach der Mutter-Kind-Pass um ein paar Seiten erweitert und weitergeführt? Fragen über Fragen.
Glaubt wirklich jemand, die „Begabungen, Stärken, Schwächen, Talente des Kindes“ werden erhoben, um das Kind in seiner Entwicklung, Entfaltung, Selbstermächtigung, kritischen Haltung so gut es geht zu fördern und seinen Fähigkeiten, seinen Bedürfnissen, seinem eigenen Willen gemäß zu maximaler Handlungsfähigkeit zu verhelfen?
Und mit 15 Jahren überprüft die Wirtschaftskammer unter Mithilfe des Landes mit einem Talente-Abgreif-Test, an welches Förderband, zu welcher Lehrstelle, in welche HTL oder Hasch der oder die seit Geburt Gescreente gerade passt?
Ich finde, ganz im Ernst, Screenings und Checks haben in der Schule flächendeckend nichts verloren.
Was sollte denn anderes rauskommen als die Ahnung, die wir eh haben?
Die Bestätigung, dass eine/r auch ganz ohne Talente Staatssekretär oder Bildungsministerin werden kann.
Dienstrechtsskriptum der ÖLI-UG aktualisiert
Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick
Kurz' Integrationsplan: Schöne Worte, offene Finanzierungsfragen
(derStandard.at 20.11.15 I. Brickner)
Schöne Worte vom Podium, irritierte Fragen von den Journalisten bei der Vorstellung des 50-Punkte-Plans zur Integration. Floskeln wie "klare Perspektiven, aber auch klare Regeln", prägten die Antworten.
Die Prioritäten des Plans sind laut Kurz: „Erstens Spracherwerb, zweitens Einführung am Arbeitsmarkt, drittens Vermittlung österreichischer und europäischer Grundwerte". Viel Polemik, denn der Kurz-Plan zum Thema Spracherwerb steht auf äußerst wackeligen Budgetfüßen und von den Maßnahmen zur Einführung am Arbeitsmarkt sind laut Sozialminister Hundstorfer einige gesetzlich "längst möglich", andere "bereits jetzt oder demnächst in Umsetzung". Wenig Kompetenz, dafür umso mehr Hang zur Polemik zeigt Kurz bei seinen Vorstellungen der Wertevermittlung, du unter anderem vorsieht, "pädagogische Interventionsmaßnahmen" für Schüler einzuführen, die "radikales oder rassistisches Verhalten" zeigen.
Eine klare Antwort darauf gibt Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, in seiner Presseaussendung „Sebastian Kurz setzt auf schwarze Pädagogik“ (Apa)
Struwwelpeter à la Kurz hat nichts im schulischen Alltag zu suchen.
„Die bildungspolitischen Integrationsmaßnahmen, die Minister Sebastian Kurz implementieren will, stellen ein beredtes Zeugnis von tiefer Unfähigkeit und rein dekorativer Betriebsamkeit dar“, kommentiert der Grüne Bildungssprecher Harald Walser den Integrationsplan. Es sei an sich schon problematisch genug, wenn Kurz ohne jegliche Kompetenz und fachliche Expertise meint, für Schulen Erziehungs- und Strafmaßnahmen – euphemistisch als pädagogische Interventionsmaßnahme bezeichnet – verordnen zu wollen. Schlicht atemberaubend inkompetent sei aber, wie er sich das vorstellt. „Bei auffällig rassistischem und radikalem Verhalten Nachsitzen als geeignete Erziehungsmaßnahme ins Auge zu fassen, würde man eher in einem Kabarettprogramm verorten, als in einem Ministerium“, sagt Walser. Jeder Mensch, der auch nur irgendeine Ahnung von Pädagogik hat, weiß, wie sinnlos und letztlich sogar kontraproduktiv Bestrafungen sind, die aus dem Repertoire der so genannten ‚schwarzen Pädagogik’ stammen und zurecht im schulischen Alltag nichts mehr verloren haben.
Die NOST wird, wenn alles klappt, ab dem Schuljahr 2017/18 flächendeckend eingeführt sein.
Einige Schulversuche laufen bereits. Die Vorarlberger Lehrer/innen VLI wird in ihrer Zeitung „vlikraft“ über die Erfahrungen einer Schule berichten, die die NOST im Schulversuch umsetzt.
Einen guten Überblick zur Neuen Oberstufe verschafft die interessante und informative Broschü- re des bmbf „Grundinformationen und Ziele im Überblick“. Sie ist im Internet abrufbar.Zusätzlich stellt das bmbf ein ausführliches Informationspaket zur Verfügung. (siehe unten).
Laut BM Heinisch-Hosek ergeben sich durch die Neue Oberstufe zwei wesentliche Neuerungen in den AHS, BHS und BMS. „Die Verankerung bedarfsgerechter Fördermaßnahmen samt individueller Lernbegleitung für Schüler/innen, sowie die semesterweise Lehrstoffverteilung in Kompetenzmodule.“
Jedes Semester muss positiv abgeschlossen werden - eine weitere maßgebliche Neuerung im Zusammenwirken mit der semesterweisen Lehrstoffverteilung. Zusammen mit einer gut funktionierenden Lernbetreuung ist zu erwarten, dass das Wiederholen ganzer Schuljahre deutlich reduziert werden kann. „Alle positiv erbrachten Leistungen bleiben erhalten, nur negativ Abgeschlossenes muss ausgebessert werden.“
Die vom bmbf gestaltete Informationsbroschüre zur NOST ist eine lesenswerte „Basisinformation zu den grundlegenden pädagogischen und organisatorischen Prozessen der neuen Oberstufe“. Das bmbf verspricht auch, dass bis „zur flächendeckenden Umsetzung der neuen Oberstufe ab dem Schuljahr 2017/18 … diese Basisinformation unter Einbindung der Rückmeldungen aus der gelebten Schulpraxis laufend weiterentwickelt“ wird.
Gesamtes Informationspaket:
Grundinformationen und Ziele im Überblick: Basisinformation zur NOST. Grafiken und exemplarische Darstellungen veranschaulichen die neuen Regelungen.
Die rechtlichen Grundlagen: Eine thematisch geordnete Zusammenschau aller gesetzlichen Bestimmungen zur neuen Oberstufe sowie Erläuterungen.
Individuelle Lernbegleitung: Detaillierte Informationen und unterstützenden Materialien für Lernbegleiter/innen.
Die neue Oberstufe kompakt: Handreichung für Schüler/innen.
Sämtliche Informationsunterlagen unter diesem Link: Wird laufend aktuallisiert und ergänzt.






Die negativen Stimmen zu dem am Dienstag veröffentlichte Bildungsreformpapier reißen nicht ab. Der Unterpunkt im Autonomiepaket, die „Finanzielle Autonomie“, in dem die Umwandlung und Rückführung von pädagogischem Lehrpersonal in Supportpersonal im Rahmen von max. 5% ermöglicht werden soll, wird von den Pädagog/innen scharf kritisiert.
Was bedeutet das konkret für die Schulen, die das schon lange versprochene Supportpersonal dringend benötigen? Entweder Supportpersonal und weniger Unterricht oder Unterricht wie gehabt, aber dann gibt’s kein Supportpersonal! Abstruse Sparpolitik nennt das ein Lehrer/innenvertreter der ÖLI-UG.
„Die Umwandlung von Lehrer/innenstellen in Supportpersonalstellen auf das Schärfste abzulehnen“, ist die klare Reaktion von Gary Fuchsbauer und stellt die retorische Frage: "Kennt irgendjemand einen Schulbereich, wo es
Einerseits zu viele Lehrer/innenstellen gibt, also auch weniger Lehrer/innen zur Aufrechterhaltung des gewünschten pädagogischen Niveaus ausreichen würden oder dieses Niveau auch durch anderes (sicher billiger sein müssendes) Personal hergestellt werden kann? Und Andererseits keine Lehrer/innen gibt, die diese wegzurationalisierenden Stellen derzeit haben? Oder wollen wir Lehrer/innen kündigen, um anderes Personal aufzunehmen?“
In diesem Zusammenhang weist Ralf Wimmer auf die Aussagen des Sektionschefs Nekula in der gestrige Journal-Panorama-Diskussion in ö1 hin: Der „SC Nekula verwies reichlich nebulös auf Synergien, die zur "Umwandlung von pädagogischem in supportpersonal" an den Schulen zu nützen seien.“ Weiter äußert sich dazu Wimmer nur lakonisch: „Da freuen wir uns schon auf die neue Schulautonomie. Was werden wir da nicht alles suchen dürfen!“
Reinhart Sellner stellt klar: „Unterstützungspersonal ist zusätzliches, derzeit nicht vorhandenes Personal“ und weist noch darauf hin, dass zukünftig auch Übersetzer/innen immer wichtiger werden und den Bedarf weiter erhöhen. Anstatt den Schulen das erforderliche Personal zur Verfügung zu stellen, „schwebt dem Finanzminister das autonome Umwidmen von Lehrer/innendienstposten“, um sich die Kosten für zusätzliches Personal zu sparen. Es kümmert ihn scheinbar nicht, dass durch diese Maßnahme der Unterrichtsbetrieb stark leidet. Sellner: „Die Lehrer/innenarbeit müssen dann weniger, schon im derzeitigen Betrieb stark belastete Lehrer/innen leisten.“ Das Problem der Bereitstellung von Sonderpädagog/innen, Muttersprach-Lehrer/innen, Sozialarbeiter/innen, Freizeitpädagog/innen, Psycholog/innen und Übersetzer/innen wird den Schulen umgehängt, ärgert sich Sellner und hängt gleich noch ein weiteres Problem an: „Dazu kommt die Aufspaltung der Zuständigkeiten in Landes- und Bundeslehrer/innen, Land/Gemeinde vs. Bund, die regionale, Standorte unterschiedlicher Schultypen verbindende Lösungen verhindert.“
Aber noch ist nix fix, weil Zweidrittelmehrheiten für wesentliche Teile dieses Pakets notwendig sind.
Ich sehe viele Gefahren im neuen Reformvorhaben, daher habe ich folgendes an die Bundesministerin Heinisch-Hosek geschrieben:
Sehr geehrte Frau Bundesministerin Heinisch-Hosek,
Zuerst das Positive. Ich finde das zweite Kindergartenjahr großartig, da Entwicklungsdefizite früher entdeckt und behandelt werden können.
Ich finde aber auch, dass die Lehrer mehr Autonomie für ihren Unterricht bekommen sollen, nicht aber die Direktoren. Das ist das falsche Ende der Fahnenstange.
Gründe: Lehrer sind dafür verantwortlich, dass der Lehrplan eingehalten wird. Sie sind auch für den Bildungsstand der Kinder verantwortlich, nicht der Direktor. Wenn die Kinder versagen, wird der Lehrer dafür zur Verantwortung gezogen, zumindest von den Eltern.
Sie sollten also die Schwerpunkte in ihrer Klasse bestimmen, denn sie kennen die Schwächen und Stärken ihrer Kinder besser, als jeder Direktor.
KEIN Direktor und keine Direktorin, weder in der Volksschule noch in den höheren Schulen sollten in den Unterrichtsstil Eines Lehrers eingreifen dürfen. Ausnahme: Gefährdung des Kindeswohls durch den Lehrer und seinen Unterricht.
Warum ich das alles weiß? >> weiter lesen
Heute Mittag gab es von Bildungsministerin Heinisch-Hosek und Staatssekretär Harald Mahrer die ersten verwendbaren Informationen zum Bildungsreformpaket, das im Vorfeld vor allem durch die heftige Diskussion zwischen Bund und Ländern über die zukünftige Zuständigkeit für die Lehrer/innen geprägt war.
Die Eckpunkte der Bildungsreform:
1. Elementarpädagogikpaket
2. Schuleingangsphase- und Volksschulpaket, sprachliche Förderung
3. Autonomiepaket
4. Modell-Region-Paket, Schule der 6 – 14-Jährigen
5. Schulorganisations-Paket, Bildungsdirektion
6. Bildungsinnovationspaket
7. Weiterer Fahrplan
>>> ausführlicher Bericht zur Bildungsreform
Mit am meisten Spannung erwartet wurde das Ergebnis der Verhandlungen um die Neugestaltung der Schulorganisation. Herausgekommen ist ein Schulverwaltungskompromiss mit sehr kleinem gemeinsamen Nenner.
Künftig wird es neun Bildungsdirektionen geben. Diese „Bund-Länder-Behörden“ soll die bisherigen Landesschulräte (Bund) und Schulabteilungen der Landesregierung (Land) ersetzen. Die Bildungsdirektion verwaltet die Bund- und Landeslehrer/innen gemeinsam, aber der Dienstgeber für die Lehrer/innen der AHS und BMHS bleibt weiterhin der Bund und für die APS-Lehrer/innen die Länder. Abgerechnet werden die Gehälter der Lehrer/innen über das Bundesrechenzentrum.
Die auf fünf Jahre befristete Bestellung der/des Direktorin/Direktors der Bildungsdirektion erfolgt auf Vorschlag des Landeshauptmannes durch das Bildungsministerium. Die bisherigen amtsführenden Präsident/innen, ihre Vizes und die Kollegien der Landesschulräte gibt es dann nicht mehr.
Einen Zusatz haben die Länder noch hineinverhandelt: Im Landesgesetz kann vorgesehen werden, dass der Landeshauptmann oder das zuständige Mitglied der Landesregierung Präsident der neuen Behörde werden kann. (DerStandard.at)
Die Organisation der künftigen Bildungsdirektionen soll zwar mittels Bundesgesetz, aber „unter Mitwirkung der Länder“ geregelt werden, so Mahrer in orf.at.
>>> ausführlicher Bericht zur Bildungsreform
Weshalb eine bundeseinheitliche Verwaltung besser ist für die Bildung in Österreich als die „Verländerung“, hat Reinhart Sellner (ÖLI-UG) in seinem DerStandard-Kommentar „Gute Gründe für die "Verbundlichung" aller Lehrer“ auf den Punkt gebracht.
Es gibt auch praktische Beispiele die zeigen, welch seltsame Blüten der bereits so selbstver-ständlich gewordene wie fragwürdige parteipolitische Einfluss der Landespolitik auf „ihre“ Schulen (VS und NMS) treiben kann: Die Unabhängige Bildungsgewerkschaft UBG ist bekannt für ihre innovativen und erfolgreichen Projekte und Veranstaltungen zum Thema Bildung. Ihr aktuelles Projekt in Vorarlberg, „Schulen schauen – Brücken bauen“, eine interessante Kennenlernreihe für Lehrer/innen, Eltern und Interessierte, wäre um ein Haar aus parteipolitischen Erwägungen am Widerstand der zuständigen Politikerin und der Landesschulinspektorin gescheitert. Obwohl seit ihrer Gründung vor 15 Jahren die UBG parteipolitisch hundertprozentig unabhängig ist, war es für die schwarzen Bildungsverantwortlichen im Ländle undenkbar, dass die UBG sich durch eine hervorragende und innovative Veranstaltung in den Schulen „profilieren“ könnte. Gerettet wurde das Projekt durch eine Trick. Die Veranstaltung läuft jetzt unter der „ARGE Gemeinsame Schule in Vorarlberg“, ein breiter Zusammen-schluss von Elternverbänden, Schüler- und Lehrervertretungen zur Förderung der gemeinsamen Schule. Damit können scheinbar die immer noch und immer wieder parteipolitisch agierenden Bildungsverantwortlichen im Ländle leben. Wirkliche Schulentwicklung ist in solch einem Umfeld wohl unmöglich.
Wie die Schulmacht der Länder begrenzt werden soll, fragt sich Lisa Nimmervoll auch im DerStandard (15.11.15). Der Bund will eine einheitliche Verwaltung und mehr Einblick, aber ganz ohne Landeseinfluss wird es nicht gehen. Momentan sind sie die formal obersten Herrscher über die Pflichtschulen in Österreich: die Landeshauptmänner. Als Präsidenten der jeweiligen Landesschulräte unterstehen ihnen demnach alle Lehrerinnen und Lehrer in den Volks-, Haupt-, Neuen Mittel-, Sonder-, Polytechnischen und Berufsschulen. Damit thronen also Parteipolitiker auf den Chefsesseln im neunfach ausgestalteten Pflichtschulsystem.
Damit könnte ab Dienstag, wenn die Regierung ihre Bildungsreform vorlegen will, aber Schluss sein. Denn das Ziel der Bundesverhandler ist es, wenigstens die derzeitigen neun Schulverwaltungsvarianten zu vereinheitlichen, wenngleich ein komplettes Hinausdrängen der Länder realpolitisch unrealistisch ist.
Wir können nur hoffen, dass der zu erwartende Kompromiss die die derzeitige Macht der Länder auf „ihre Schulen“ spürbar einzudämmen ….
Weitere Interessante Links zum Thema:
ORF: Selbst gesetzte Frist endet am Dienstag
ORF: Nur ein Mitglied nicht aus Politik
ORF: Verbundlichung oder „Verländerung“?
ORF: Wechselseitige Zuständigkeiten
Die Terroranschläge in Paris schockieren. Wir sind fassungslos und erfüllt mit Trauer. Unsere Gedanken sind denen, die direkt von dieser Terrorgewalt in Paris in Ankara und Beirut betroffen sind. In Gedanken sind wir auch bei den Menschen, die sich auf der Flucht aus dem täglichen Kriegsterror in ihrer Heimat befinden, in Syrien und im Irak. Auf der Flucht in die Nachbarländer oder zu uns nach Europa.
Ein Zeichen der Solidarität setzen
Compact: „ Das Attentat von Paris macht fassungslos und erfüllt uns mit Trauer. Gemeinsam mit Menschen aus ganz Europa setzen wir ein Zeichen der Solidarität – mit den Opfern des Terrors und mit den Menschen, die vor ihm fliehen."
>> Solidaritätserklärung unterzeichnen...
Engagement gegen Radikalisierung, Terror und Krieg
Besonders jetzt, nach diesen fürchterlichen Anschlägen in Paris, Ankara und Beirut ist entschiedenes Engagement gegen Krieg und Terror von allen erforderlich. Vor allem die Pädagog/innen müssen dabei eine führende Rolle übernehmen. Die Machtspiele in der großen Welt- bis hin zur kleinen Regionalpolitik reichen für nachhaltige Lösungen nicht aus.
Aus aktuellem Anlass, insbesondere der Radikalisierung und des verstärkten Terrors in Europa, ist es dringend notwendig, die Diskussion noch intensiver unter den Pädagog/innen und vor allem in den Schulen zu führen. „Wir müssen einen Ansatz finden, um die Veränderungen und Geschehnisse halbwegs zu verstehen“, argumentiert Gerhard Pušnik in einem Mail an den Vorstand der VLI. Und appelliert an die VLI: „Wir sind einmal mehr gefordert in unserer Haltung den Entwicklungen gegenüber, d.h. wir können und sollten die Diskussion offensiv führen. Wir müssen uns verstärkt schul- und gesellschaftspolitisch äußern, positionieren, vor allem über das hinaus, was am 17.11. präsentiert wird.“
Volksschulen . Neue Mittelschulen . AHS + BMHS . Alternativschulen
Die Unabhängige Bildungsgewerkschaft UBG startet unter der ARGE Gemeinsame Schule Vorarlberg eine interessante Kennenlernreihe für LehrerInnen, Eltern und Interessierte. >Plakat
Herbst 2015 - BRÜCKE I
Termin 01. 12. 2015 | Ersatztermin 15. 12. 2015 | 07:50 bis 12:00 h
Schulen VS Bürs | NMS Bürs
Frühjahr 2016 - BRÜCKE II
Termin 02. 02. 2016 | Ersatztermin 09. 2. 2016 | 08:00 bis 16:00 h
Schulen VS Bregenz Augasse | BG Bregenz Gallusstraße | HAK/HASch Bregenz
BRÜCKE III
Termin 01. 03. 2016 | Ersatztermin 08. 03. 2016 | 08:00 bis 12:00 h
Schulen VS Lustenau Hasenfeld | NMS Lustenau Hasenfeld
„Mit diesem Abschluss wird neben der vollen Abgeltung der Inflation von 1,06 Prozent auch mehr als ein Drittel des für heuer prognostizierten Wirtschaftswachstums abgegolten!“ (GÖD – Plakat). Die Formulierung „endlich wieder einmal ein Abschluss über der Inflationsrate“, wäre nach der unerträglichen Nulllohnrunde und den Abschlüssen unter der Inflationsrate der letzten Jahre, wohl zutreffender. Die Inflationsprognosen von WIFO & Co für 2016 gehen in Richtung 1,7% oder mehr und dämpfen die Freude über den (endlich einmal) erreichten Reallohnzuwachs, der de facto doch wieder ein Reallohnverlust werden wird. Mit "Was soll´s, es hätte den bisherigen Erfahrungen entsprechend, durchaus schlechter ausgehen können", trifft ein Kommentar im ÖLI-Forum die Stimmung unter den Bundesbediensteten nach Bekanntwerden des Gehaltsabschlusses recht gut. Dagegen zeigten Neugebauer und Co. noch nie einen Genier, sogar die katastrophalen Gehaltsabschlüsse in der Vergangenheit als tollen Erfolg darzustellen.
Gehaltsabschluss besser als in der Vergangenheit, aber …
Im Prozentbereich kommt das Verhandlungsergebnis der GÖD annähernd – bis auf 0,2% - an das der Metaller (PRO-GE) heran. Diesbezüglich wurden die Bundesbediensteten mit 0,55% (2010) 3,4% (2013) von den Verhandlern der GÖD nicht verwöhnt.
Dazu Reinhart Sellner, für die UGÖD Mitglied im Bundesvorstand der GÖD, dazu: „Das Verhandlungsergebnis, hält im Prozentbereich mit dem der Metaller mit, liegt über der Inflationsrate und es sollte in Verbindung mit der Lohnsteuertarifreform netto spürbar sein.“ Ein Wehrmutstropfen sei, so Sellner weiter, dass keine solidarische Verteilung erfolgte, „keinen Mindestbetrag, der den jungen KollegInnen und den Niedrig-/Mittellohngruppen mehr bringen würde“. Auch das Beenden des Anstellungsstopps und dem fortgesetzten Kostensenken durch prekäre Beschäftigung hätte sich Sellner als Verhandlungspunkt gewünscht. „Ein entsprechendes Begleitabkommen war für das GÖD-Verhandlungsteam scheinbar kein Thema, genauso wie Überlegungen in Richtung einer Option Geld-/Zeitabgeltung der 1,3%. Bei den Metallern war das ein Gegenstand der Verhandlungen.“
derStandard.at 10. 11.15, 13:09
Sozialpartner und unabhängige Lehrer für "Steuerung durch Bund" – Neos: "Klitzekleine Schritte"
Erich Foglar rät dringend von der Verländerung der Lehrer/innen und damit der Übertragung der Bildungdkompezenzen an die Länder ab. Erich Foglar: "Mir geht es um die Kinder und nicht um die Länder". Foglar bestätigt nochmals die Forderungen der Sozialpartner an die Verhandler/innen der Bildungsreform.
>> Siehe dazu : „Bildungsreform - Sozialpartner fordern: Bildung neu organisieren“.
Die NEOS erwarten sich von Heinisch-Hosek am 17. November einen parlamentarischen Phasenplan zur Umsetzung der Vorschläge, damit sich das „Dilettieren“ aufhört. In diesem Plan soll enthalten sein, wie Schulpartner, Öffentlichkeit und Opposition eingebunden und die nächsten neun Monate des parlamentarischen Prozesses strukturiert werden.
Klar für die Verwaltung der Lehrer/innen durch den BUND positioniert haben sich schon die Österreichischen Lehrerinitiative – Unabhängige Gewrkschafter/innen (ÖLI-UG). Für sie wird mit der angekündigten Schulverwaltungsreform entschieden, "ob die seit Jahrzehnten versprochene große Schulreform endlich verwirklicht oder weiterhin von Standespolitik und Landes-Partei-Interessen verhindert werden kann", schrieb Vorsitzender Reinhart Sellner in einer Aussendung. "Wir wollen eine gemeinsame Schule mit ganztägiger Betreuung in der Kompetenz des Bundes, damit die (bisher durch neun Landesdienstgeber verwalteten) LandeslehrerInnen und ihre AHS- und BMHS-KollegInnen gleichberechtigt und ohne teure Mehrfachverwaltung zusammenarbeiten."
Es müsse "bundesweit einheitliche Rahmenbedingungen für Schulautonomie" geben, und – Stichwort "keine Schulreform unter dem Spardiktat" – es müssten auch die für "bestmögliche Bildung erforderlichen Budgets" zur Verfügung gestellt werden, fordern die unabhängigen Lehrergewerkschafter. >> Siehe Bericht unten: „Stichtag 17. November, Schulverwaltungsreform: Es geht um die Zukunft der Kinder und Jugendlichen und ihrer Lehrer/innen!“
DerStandard.at: Lisa Nimmervoll10.11 2015
Endrunde im großen Poker um die Bildungsreform. Es geht nur mehr um die Macht im Bildungsbereich. Wer soll künftig für alle Lehrer/innen zuständig sein?
Klar gegen die Verländerung der Lehrer/innen sind das bmbf, die SPÖ und die Grünen, weil diese Mehrkosten in Höhe von 470 Millionen Euro verursachen würde, wie die SPÖ vorgerechnet hat und die Bildungsqualität sinken würde.
Die ÖVP – in dieser Sache vor allem die schwarzen Landesfürsten – ortet Denkfehler im Rechenmodell der SPÖ und rechnet vor, dass es billiger würde, weil die Zuständigkeit der Länder für die Lehrerinnen und Lehrer gegenüber dem jetzigen Verwaltungsnetzwerk um 18,9 Millionen Euro weniger kosten würde.
Der Bildungssprecher der Grünen, Harald Walser, kann in dem vom Bildungsministerium errechneten 470-Millionen-Euro-"Länderaufschlag" für den Fall einer Verländerung der Lehrerverwaltung "keinen Denkfehler" erkennen.
Auch für den Schulentwicklungsexperten Josef Oberneder, Vizerektor der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich, steht fest: "Ich bin total gegen eine Verländerung der Lehrerverwaltung. Damit droht wirklich die Gefahr einer Provinzialisierung. Und neun Bildungssysteme in einem so kleinen Land wie Österreich – das kann man vergessen." Aber: "Es ist letztlich eine politische Entscheidung." Und Obereder weiter: "Wenn man schulreformmäßig denkt, muss der Bund Bildung als kollektives Gut sicherstellen. Das heißt: Qualitäts- sicherung muss zentral organisiert und garantiert werden."
Auf ein weiteres, schon lange bekanntes und bisher sehr kostspieliges Problem weist der Bildungsexperte Lorenz Lassnigg vom Institut für Höhere Studien (IHS) hin. Das jetzige System mit der Zuständigkeit der Länder für die Pflichtschullehrer/innen ist "finanziell intransparent". Ihm fehlt für die von Haslauer errechnete Verbilligung durch die Verländerung ein nachvollziehbarer Beweis.
Etwa die Hälfte des Schulbudgets des Bildungsministeriums werde über die Länder ausgeschüttet, ohne dass der Bund genau wisse, was damit geschehe.
Es geht um Macht. Was sonst?
Presseaussendung/OTS 09.11.2015/
Österreichische LehrerInnen Initiative-Unabhängige GewerkschafterInnen/ÖLI-UG
Es geht um die Zukunft der Kinder und Jugendlichen und ihrer Lehrerinnen und Lehrer!
Wir unabhängigen GewerkschafterInnen der ÖLI sind engagierte Lehrerinnen und Lehrer aller Schultypen mit derzeit 10 (!) verschiedenen Dienstgebern und Dienstrechten, mit PH- oder Uni-Ausbildung, vertreten von 5 (!) standes- und landes-politisch orientierten LehrerInnengewerkschaften der GÖD.
• Wir wollen die bestmögliche Bildung und Ausbildung für alle in Österreich lebenden
Kinder und Jugendlichen, unabhängig vom Vermögen und dem Herkunftsland ihrer
Eltern, unabhängig von
Staatsbürgerschaft und Flüchtlingsstatus
• Wir wollen, dass kein Kind, kein Jugendlicher ausgegrenzt und allein gelassen wird
• Wir wollen als parteiunabhängige Lehrpersonen, dass alle LehrerInnen, alle Kinder-
gartenpädagogInnen, Schul-SozialarbeiterInnen, PsychologInnen, FreizeitpädagogInnen,
Verwaltungspersonal und SchulwartInnen entsprechend dem Bedarf der Schulen und
Kindergärten angestellt, gut bezahlt und nicht durch Einsparung von LehrerInnenstellen
finanziert werden. >>>
Soziale und demokratische Schulreform braucht eine bundesweit einheitliche Schul-Verwaltung
Den Grünen wurde ein Brief von Wielfried Haslauer an jene Landeshauptmänner, die mit ihm gemeinsam die Bildungsreform verhandeln, zugespielt. In Wielfried Haslauers Brief legt er die offensichtlich mit den anderen Landeshauptmännern akkordierte Position der Bundesländer fest. Und die ist weit schlimmer als befürchtet, so Harald Walser und hätte folgende Konsequenzen:
• Alle Macht den Landeshauptleuten.
• Landeshauptleute werden Präsidenten der Bildungsdirektionen.
• Die Bestellung von SchuldirektorInnen an Bundes- und Landesschulen erfolgt durch die
Landeshauptleute. Statt der Objektivierungsverfahren bei der Postenvergabe gibt es ein
„verkürztes Verfahren“.
• Die Kontrolle durch die Landtage oder die Landesrechnungshöfe ist praktisch ausgeschaltet.
• Die Schulaufsicht bleibt bestehen und wird den Landeshauptleuten unterstellt.
• Es gibt keine Verwaltungsvereinfachung, weil die Zweiteilung in Landes- und Bundes-
bedienstete erhalten bleiben soll. Alle Bediensteten sollen mit „Gestellungsverträgen“ den
Bildungsdirektionen übertragen werden.
• Für die Gemeinsame Schule will Haslauer nur einen Bezirk pro Bundesland als Modellregion
genehmigen. Das wäre für die von Vorarlberg fürs gesamte Bundesland angestrebte Modell-
region das Aus.
Wie die SPÖ sind auch die Grünen gegen die von den Landeshauptleuten geforderte Verländerung der Leher/innen. Sie werden laut Walser alles daran setzen, um den Machtgelüsten der Landeshauptmänner Einhalt zu gebieten und wollen stattdessen eine komplette Entpolitisierung der Schulverwaltung. Es muss gelten: Sachkompetenz rein, Parteipolitik raus. Zudem fordern wir eine unabhängige Evaluierungsinstanz statt des derzeitigen Inspektionssystems.
Diese Petition richtet sich an Bildungsministerin Heinisch-Hosek
Von Flüchtlinge - Willkommen in der Steiermark
"Am 21.10.2015 musste die steirische Bildungslandesrätin das Aus für den außerordentlichen (Pflicht-)Schulbesuch unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge verkünden, die schon älter als 15 Jahre sind. Damit folgte sie einer Weisung des Bundesministeriums für Bildung, welches begründet, es entspreche nicht dem Gesetz, dass diese Jugendlichen auf Pflicht-schulen gehen. Dies bedeutet das Ende eines besonders erfolgreichen und nachhaltigen Integrationsangebots und den Wegfall eines enormen Mehrwerts sowohl für die Jugend-lichen als auch die Aufnahmegesellschaft. Betroffen ist nicht nur die Steiermark, sondern alle Bundesländer, denn das Gesetz gilt österreichweit. ...
Nach Österreich geflüchteten Jugendlichen fehlt das familiäre Netzwerk, umso wichtiger ist in dieser Funktion die Schule für sie. Wer ernsthaft an einem gut funktionierenden Miteinander interessiert ist, darf jugendlichen Flüchtlingen nicht das einzige Umfeld nehmen, in dem sie am Gesellschaftsleben partizipieren können. Deshalb fordern wir das zuständige Bildungsministerium und die österreichische Regierung auf:
Eine gesetzliche Regelung zu schaffen, die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen bis zur Volljährigkeit den Zugang zum regulären österreichischen Schulsystem ermöglicht."
von Renate Brunnbauer und Reinhart Sellner
Die jugendlichen Flüchtlinge brauchen einen Alltag mit Gleichaltrigen. Deutschunterricht und Berufsvorbereitung müssen schnell und professionell angeboten werden. Für 15- und 16-jährige kann das auch die Polytechnische Schule (PTS) leisten, wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen – etwa durch zeitlich begrenzte Ausnahmebestimmungen – geschaffen und die entsprechenden Ressourcen zur Verfügung stehen.
Derzeit stehen viele jugendliche Flüchtlinge vor verschlossenen Türen. Der Besuch eines 10. oder 11. Schul-jahres in der PTS wird ihnen verwehrt, obwohl sie in vielen Schulen willkommen wären. Manche von ihnen haben die ersten Schulwochen noch als Schüler- Innen im Klassenzimmer verbracht, müssen im Herbst aber die Schulen verlassen. Wer nicht mehr im Pflichtschulalter ist, darf nach derzeitiger Rechtslage nicht an eine PTS aufgenommen werden. Für sie/ihn sind im Finanzausgleich keine Budgetmittel vorgesehen.
In der Steiermark hat der Landesschulrat in der akuten Notsituation Flüchtlinge im nicht mehr schulpflichtigen Alter in Polytechnischen Schulen/PTS aufgenommen. Bund/BMBF sollen diese humane, formalrechtlich nicht zulässige Mehrausgabe des Amts der Landesregierung finanzieren. Über 50 außerordentliche SchülerInnen sollen nun die Schule verlassen ... > weiter lesen > Kommentar dazu von Reinhart Sellner
Samstag, 14. November, um 14 Uhr Protest vor dem Innenministerium
Tausende Flüchtlinge müssen derzeit unter fürchterlichen Bedingungen an der Grenze ausharren und was macht die Regierung: Sie will einen Zaun bauen!
Aktion:Bringt eure leeren Kartons und Schuhschachteln! Wir errichten vor dem Innen-ministerium eine symbolische Mauer, um sie dann gemeinsam einzureißen! Um Österreich und Europa keine Mauer!
Eine beispiellose Welle der Solidarität für Flüchtlinge rollt durch Europa. Die Menschen fordern: „Flüchtlinge Willkommen! Öffnet die Grenzen!“ Tausende Flüchtlinge und solidar- ische Helfer/innen haben die europäischen Regierungen gezwungen, die Grenzen zu öffnen. Jetzt will die österreichische Regierung zu¬rück zur „Normalität“ mit Zäunen, Grenzposten und Absperrungen, durchgesetzt von Militär und Polizei – nicht nur an den Außengrenzen, sondern auch innerhalb der EU.
Großbritannien und Frankreich schikanieren Flüchtlinge in Calais. Bayern droht damit, die Grenze zu Österreich zu schließen. Österreich errichtet einen Grenz¬zaun zu Slowenien. Der slowenische Ministerpräsident hat um einen europäi¬schen Militäreinsatz gebeten, um seine Grenze zu Kroatien zu schützen. Entlang der „Balkanroute“ gingen Ungarn und Mazedonien mit brutaler Gewalt gegen Flüchtlinge an den Grenzen zu Serbien bzw. Griechenland vor. Die griechische Regierung hält die Landgrenze zur Türkei geschlossen und treibt damit tausende Flüchtlinge über die mörderische Seeroute.
Nachdem schutzsuchende Menschen bereits unter den widrigsten Umständen aus ihren Heimatländern flüchten mussten, müssen sie jetzt unter fürchterlichen Bedingungen an den Grenzen ausharren. Tausende sind bereits im Mittelmeer gestorben. Und jetzt kommt der Winter. Die Situation verlangt eine sofortige, internationalistische Antwort – keinen Stacheldraht und keine Gewalt gegen Flüchtlinge. Überall helfen die Menschen Flüchtlin- gen und leisten Widerstand gegen die menschenverachtende Politik ihrer Regierungen.
Einstimmiger Beschluss des ÖGB-Bundesvorstands - Resolution
Der Bundesvorstand des Österreichischen Gewerkschaftsbundes hat eine entsprechende Resolution einstimmig - mit den Stimmen der VertreterInnen aller Gewerkschaften und Fraktionen - beschlossen.
Darin bekennt sich der ÖGB kompromisslos zum Menschenrecht auf Asyl!
Die Flucht nach Europa ist für die allermeisten AsylwerberInnen oft die einzige Überlebenschance, weil in ihrer Heimat Krieg und Verfolgung herrschen (z. B. Syrien, Afghanistan, Irak).
Der ÖGB weist in seinem Rundschreiben darauf hin, dass Österreich in der Vergangenheit bei internationalen Krisen eine deutlich höhere Anzahl an Flüchtlingen aufgenommen hat als in der aktuellen Situation. Österreich kann diese Herausforderung bewältigen, wenn Menschlichkeit unser Handeln leitet:
Denn Helfen ist unsere moralische Verpflichtung, statt Stacheldraht sind solidarische EU-Regelungen erforderlich, Hilfe statt Hetze, Ängste abbauen, gelebte Solidarität und Hilfsbereitschaft, Perspektiven und Erleichterung beim Zugang zum Arbeitsmarkt schaffen und Investitionen für Beschäftigung sind gefordert.
Forderungen des ÖGB: > Resolution ÖGB
Erste Analyse des Kurier der bisher spärlich nach Außen gelangten Informationen und Kommentare dazu von Reinhart Sellner (ÖLI-UG)
„Max’ und Moritz’ Lehrer Lämpel ist nicht mehr: Die pädagogische Schulreform soll den Schulalltag modernisieren“ (kurier), „aber die strukturellen Defizite, soziale und demokratische, weiter fortschreiben“ (Sellner)
Schulautonomie
Fix ist, die Schulautonomie soll massiv ausgebaut werden. „Damit wird die Schulwahl zweifellos noch wichtiger“ (k) und verursacht mehr unfaire „Konkurrenz der Standorte statt, wie zum Beispiel in Finnland, gute und sozial indiziert mit Ressourcen ausgestattete Schulen für alle in ihrem Wohngebiet, also an jedem Standort, zu garantieren“ (S)
>>> weiter lesen
Presseaussendung VLI
„Die Arbeits- und Lernbedingungen am Sportgymnasium sind schon lange unzumutbar, das ist schon lange bekannt, gut dokumentiert und wurde von uns immer wieder angesprochen. Dass nichts passiert ist, liegt an der Zögerlichkeit und den Versäumnissen der politisch Verantwortlichen im Land“, hält Gerhard Pušnik, jenen entgegen, die behaupten, sie hätten nichts davon gewusst. „Klar ist, dass der Bund für die Finanzierung der Bundesschulen verantwortlich ist. Die Initiative, die Vorarbeiten und Planungen müssen allerdings im Land gemacht werden“, hält Gerhard Pušnik fest.
„Da läuft einiges schief im Ländle. Aus Erfahrung wissen wir, dass das Land in dieser
Angelegenheit viel aktiver sein müsste, damit endlich etwas weiter geht. Wir haben hier ein weiteres Beispiel für die Unrichtigkeit der ständig wiederholten Behauptung der
Bildungsverantwortlichen im Landhaus, dass die Länder alles besser machen können als
der Bund. Wie zu erwarten, möchte die FPÖ aus so einer Situation politisches Kleingeld
machen. Ein Gespräch zwischen FP-Egger und Landesrätin Mennel bringt in der Sache
allerdings überhaupt nichts. LehrerInnen und Schulleitung müssen endlich ernst genommen werden. Eine Entscheidung für den Neubau ist längst überfällig“, meint der Stellvertretende Obmann der VLI, Manfred Sparr. >>>>
One World Filmclubs: "Viele von euch verfolgen die Situation der Flüchtlinge in den Medien, wollen sich informieren, selbst aktiv werden und haben uns gefragt, ob wir Filme zum Thema haben. Ja haben wir! Hier geht’s zum speziell für euch zusammengestellten Filmpaket. Informiert euch, blickt hinter die Kulissen, diskutiert mit MitschülerInnen und FreundInnen, ladet Gäste ein. Für Rückfragen, weitere Informationen und spezielle Tipps für einen Filmclubabend stehen wir euch natürlich gerne zur Verfügung."
Alle Filmtipps mit Kurzbeschreibungen als PDF zum Lesen und verschicken
Filme zum Thema Flucht:
Little Alien - NEU: Shipwreck (Kurzfilm) - NEU: The Land Between - Exile Family Movie
Filme, die einige der Ursachen und Hintergründe behandeln, die Menschen zu Flucht und Migration veranlassen:
Afghan Star - Blood in the Mobile - Call Me Kuchu - Die Welt im Ausverkauf - Forbidden Voices - Natasha - The Invisible Men
Filme zum Thema Integration:
Aleyna - Little Miss Neukölln - Das Arrangement - NEU: Halbmondwahrheiten - Me, my gipsy family and Woody - Allen - Our School - NEU: Queen (Kurzfilm) - NEU: Evdeki Ses - 22m2 Österreich
Für das laufende Jahr erfolgt eine nachträgliche Anpassung des Bildungsbudgets um 300 Mio. Euro. Das ist kein Geschenk des Finanzministers, sondern war auch dringend erforderlich um die „strukturelle Finanzlücke“ von 343 Mio. Euro im Bildungsressort zumindest teilweise zu schließen. Die fehlende „Lücke“ von 43 Mio. soll laut FM Schelling durch Sparmaßnahmen geschlossen werden.
Für 2016 wurde das Bildungsbudget (8,1 Milliarden) um 106,4 Mio. in Vergleich zu 2015 erhöht. „Das Plus von 106 Mio. reicht aber nicht einmal um die Gehaltserhöhung der Lehrer zu bezahlen“, kommentierte Heinisch-Hosek im Morgenjournal die Budgeterhöhung.
Dagegen wird die Ministerin mit „ein positiver Tag für unser Bildungssystem“ im derStandard.at zitiert. Resigniert und zynisch, in Anbetracht der Tatsache, dass sich 2016 mit dieser Budgetzuteilung wohl oder übel ein weiteres „strukturelles Budgetloch“ auftut, die zusätzlichen 106 Mio. bei weitem nicht ausreichen um die kommenden Ausgaben abzudecken, geschweige denn die dringend erforderlichen Bildungsinnovationen voranzutreiben.
Überhaupt sind einige Kommentare zum Bildungsbudget aus der SPÖ-Ecke, vorsichtig formuliert, seltsam euphorisch und lakaienhaft. Die OTS der FSG-GÖD-BMHS: „Danke Bundesregierung: Kein Sparen in den Schulen. Soviel Lob muss sein.“ Von Heinrich Himmer ist dafür ein besonders gelungenes Beispiel. Lässt er sich darin doch ohne Genier wie folgt zitieren: „Als Gewerkschafter muss man anerkennen, wie sehr diese Bundesre-gierung für eine ausreichende Finanzierung der Schulen - auch in schwierigen Zeiten - eintritt. Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat ihr Versprechen gehalten und ein gutes Ergebnis erreicht. Dafür ein großes Danke“.
Und der „Lückenrest“? Und die fehlende budgetäre Abdeckung der Fixen Ausgaben 2016? Das soll durch „Einsparungen gestopft“ (Schelling) werden. „Die Hoffnung heißt Bildungsreform. Deadline 17. November.“ (DerStandard).
Die Lehrpflichterhöhung ist noch nicht vom Tisch!
Glaubt wirklich noch irgendjemand ernsthaft an den großen Reformschritt von Heinisch-Hoseks „Schule der Zukunft“? Nach der Ansage von FM Schelling: "Ich erwarte, dass die Bildungsreform, die am 17. November präsentiert wird, endlich Effizienzsteigerungen und Einsparungen bringt", bleibt von der angekündigten Bildungsreform nur mehr eine Bildungssparreform über.
Auch die seit Anfang dieses Jahres immer wieder aufkeimenden Streitereien zwischen den Landeskaisern und der Unterrichtsministerin um die Zuständigkeit für die Lehrer/innen und die teils haarsträubenden Vorstellungen zur Schulautonomie, die hauptsächlich dem Spardiktat und den Machtgelüsten von Pröll und Co dienen, sind weitere Negativbotschaften.
Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch derStandard.at: „Experten bangen um ihre Bildungsreform“. „Wien – Manchem Warten ist etwas Hoffnungsvolles zu eigen. Anderem nicht. Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) hegte bei seiner Budgetrede eher unzweifelhaft fordernde Erwartungen für den 11. November, jenen Tag, an dem die Bildungsreformkommission nichts weniger als ihre Pläne für die "Schule der Zukunft" (© Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek, SPÖ) vorlegen will.“
Information der unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD
Wir brauchen JETZT Investitionen in die Bildung!
Aufgaben wie die Umsetzung der Inklusion, die Verbesserung ganztägiger Schulformen und der Betreuung von Flüchtlingen und Kindern mit Migrationshintergrund sind mit einem Sparbudget nicht professionell zu erfüllen.
Die im Bildungsbudget fehlenden Mittel dürfen nicht durch zusätzliche Belastungen der LehrerInnen aufgebracht werden.
Unsere Belastungsgrenze ist erreicht.
Als Reaktion auf die Budgetrede des Finanzministers stellen wir an die Bundesleitung der Gewerkschaft der Pflichtschullehrer und Pflichtschullehrerinnen folgenden Antrag:
Die Bundesleitung möge beschließen:
Die Bundesvertretung der GÖD 10 protestiert gegen das Vorhaben der Bundesregierung, beim Bildungsbudget weiter zu sparen. Für den Fall eines dahingehenden Parlaments-beschlusses werden drastische gewerk-schaftliche Kampfmaßnahmen angekündigt.
Unterzeichnet von den Mitgliedern der erweiterten Bundesleitung der APS:
Wilfried Mayr, Renate Brunnbauer, Andreas Chvatal, Margit Holzschuster, Wolfgang Haag, Gabi Bogdan, Karl Pötz, Barbara Gessmann-Wetzinger
Für Vertragslehrpersonen des Entlohnungsschemas IL/l1 und IL/l2, die in einem Mangelbereich (Mangelfach) eingesetzt werden, ab dem SJ 2015/16 bis 2018/19 oder vor 2015* in den Schuldienst ein(ge)treten (sind), können unter bestimmten Voraussetzungen die Sonderbestimmung für die Ermittlung des Besoldungsdienstalters (früher Vorrückungsstichtag) geltend gemacht werden:
Zusätzliche facheinschlägige Berufspraxiszeiten können für IL/l1 im Ausmaß von 4 Jahren (insgesamt somit höchstens 14 Jahre) und für IL/i2 von 2 Jahren (insgesamt somit höchstens 12 Jahre) berücksichtigt werden. Mehr Details in der Übersicht (Download)>>>>
Wenn LehrerInnen vor ihrem Einstieg Berufserfahrung in der Privatwirtschaft gesammelt haben, die ihnen den Einstieg in den Lehrberuf erleichtert oder ihren Unterricht verbessern hilft, dann können ihnen seit 12.2.2015 (neues Besoldungsrecht) bis zu 10 Jahre als Berufserfahrungszeit aus der Privatwirtschaft angerechnet werden.
Nun gibt es Rundschreiben des BMBF, die es ermöglichen, dass beim Einstieg bis incl. Schuljahr 18/19 und Wahl des alten Dienstrechts und (überwiegendem) Unterricht in Mangelberufsfächern zwei (in HTL/HAK/HUM in l1: 4) weitere Jahre angerechnet werden koennen. Für AHS und Bildungsastalten und fuer HTL, HAK, HUM
Unabhängige GewerkschafterInnen und Österreichische LehrerInnen Initiative fordern vom Finanzminister die bedarfsgerechte Anhebung des Bildungsbudgets
Presseaussendung der UGÖD/ÖLI-UG:
Arbeitszeiterhöhungen für LehrerInnen und Einsparen von Dienstposten belasten PädagogInnen, denen aus Kostengründen die notwendige Unterstützung durch SonderpädagogInnen, SozialarbeiterInnen und SchulpsychologInnen nur in Ansätzen zugestanden wird. Deshalb fordert Reinhart Sellner, Vorsitzender der UGÖD: "Wir erwarten uns am 14. Oktober eine Budgetrede, in der Finanzminister Schelling die strukturelle Finanzlücke im Bildungsbereich durch zusätzliche Budgetmittel schließt und für eine bedarfsgerechte Finanzierung der Schulen sorgt, insbesondere auch anbetrachts der steigenden Anzahl an Flüchtlingskindern und unbegleiteten Jugendlichen in den Klassen. Gesamtgesellschaftliche und humanitäre Aufgaben können nicht durch die Belastung einer ArbeitnehmerInnen-Gruppe finanziert werden."
Presseaussendung
derStandard.at 7. 10. 2015, 12:45
Es geht um die Initiative „More“, die Asylwerbern ein Studium als außerordentliche Studierende an insgesamt 18 Universitäten des Landes anbietet.
Die FPÖ stellen nun in einer parlamentarischen Anfrage an Wissenschaftsminister Mitterlehner infrage, ob "More" rechtlich zulässig ist. "Der FPÖ ist offenbar jedes Mittel recht und keine Frage zu dumm, um aus dem Asylthema politischen Gewinn zu ziehen und dieses für die eigenen Zwecke zu missbrauchen", kommentiert Heinrich Schmidinger, Präsident der Universitätenkonferenz (Uniko), den Angriff der Freiheitlichen auf die Universität Klagenfurt, die sich auch an der Aktion „Mori“ beteiligt. Ihm sei „eine derartige Niedertracht“ in seiner „Zeit als Rektor bisher nicht untergekommen … das stellt einen Tiefpunkt im politischen Diskurs dar“.
DiePresse.com 08.10.2015 "Wien-Wahl: Zehn Parteipositionen im Vergleich"
DiePresse vergleicht anhand zehn Fragen die Positionen der wichtigsten wahlwerbenden Parteien in Wiene, SPÖ, FPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS, zu den Themen Gemeinsamen Schule, Kinderbetreuung, sozialer Wohnbau, Lobau-Tunnel, Jugendarbeitslosigkeit, Integration, Sicherheit, Wahlrecht, Kulturbudget und Nulldefizit.
In der erste Frage geht es zwar um die Schule (erfreulich), aber das Thema Bildung wird auf die ideologisch aufgeladene Diskussion um die Gemeinsame Schule reduziert (schade).
Mach mit!
Umfrage: Belastung der Lehrer/innen mit wenig sinnvollen Tätigkeiten
Die Belastungen der Lehrer/innen steigen ständig. Laut einer im Vorjahr erfolgten Belastungsstudie werden zunehmend die Grenzen des Erträglichen erreicht oder überschritten.
Ziel der von der BMHS-Gewerkschaft in ihrem Bereich anlässlich des WeltlehrerInnentages am 5.10.2015 initiierten Erhebung ist es, die „objektiven Stressoren“ zu erfassen, damit sie „ihr weiteres Vorgehen davon bestimmen lassen kann“. Wir laden aber auch die KollegInnen der anderen Schultypen ein, ihre Tätigkeiten zu durchforsten und sich bei dieser Erhebung zu beteiligen.
„Das tatsächliche Problem sind die an uns von außen herangetragenen zusätzlichen Tätigkeiten (objektive Stressoren) die wir als wenig sinnvoll erachten bzw. für den Unterrichtsertrag, für die Bildung und Ausbildung der Schülerinnen und Schüler wenig bis nichts bringen.“ Aussendung GÖD-BMHS an die GBAs
Folgende Tätigkeiten werden erhoben:
• Angeordnete Tätigkeiten, die wir als wenig sinnvoll erachten:
• Tätigkeiten, die wir als Lehrerinnen und Lehrer machen (müssen), die aber für den Unterrichtsertrag, für die Bildung und Ausbildung der Schülerinnen und Schüler wenig bis nichts bringen:
Damit die Erfassung für euch und uns einfach ist, haben die VLI-UG und ÖLI-UG einen Online-Fragebogen erstellt. Wir übermitteln eure Rückmeldungen gesammelt an die GÖD-BMHS.
Ihr könnt aber auch die Papier - Formulare der GÖD-BMHS verwenden. Die Weiterleitung erfolgt durch euren GBA.
>>> siehe Download unten (bitte Ausdrucken und an eurer Schule aushängen, damit möglichst viele an dieser Umfrage teilnehmen)
Lehrer/innen der anderer Schultypen - macht bitte auch mit:
Wenn ihr euren Schultyp und oder eure Schule im Online-Fragebogen angebt, leiten wir eure Rückmeldung an die entsprechenden Gewerkschaften weiter, damit auch sie wissen, was ihr so alles machen müsst, damit Direktor/innen, PSIs, LSIs, Ministerialbeamt/innen, ... zufrieden sind ...
Bis 2020 müssen ca. 11 Mio. Lehrer/innen einge-stellt werden, damit weltweit eine Grundschulbild- ung gewährleistet werden kann. Das ist die zentrale Forderung der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) im Rahmen des Weltlehrer/innentages. Schon jetzt fehlen an die vier Mio. Lehrkräfte.
Kleine Zeitung : Walter Hirche, Vorstandsmitglied der deutsche UNESCO-Kommission, dazu: "Wir benötigen dringend gut ausgebildete Lehrkräfte in allen Bildungsstufen, nur wenn diese Weichenstellungen erfolgen, werden wir hochwertige Bildung für die Welt von morgen realisieren können". Doch Lehrkräfte müssten nicht nur eingestellt, sondern auch aus- und weitergebildet werden.
Die Presse.com 30.09.15 Von Julia Neuhauser
Zwei afghanische Flüchtlinge die in Oberösterreich leben, wollen in die Schule gehen. Sie erhalten zwar von einer Polytechnischen Schule eine mündliche Zusage, der Landesschulrat Oberösterreich erlaubt ihnen den Besuch dieser Schule aber nicht, weil sie 15 und 16 Jahre alt sind. Denn wer älter als 15 Jahre ist, darf, zumindest in Oberösterreich, nicht in die Pflichtschule.
Laut Die Presse.com, sehen das Landesschulräte in einigen anderen Bundesländern und auch das Bildungsministerium nicht so: „Grundsätzlich ist es möglich, dass nicht mehr schulpflichtige Flüchtlinge die Pflichtschule besuchen, allerdings ist es natürlich abhängig von Vorbildung, Sprache und der Anzahl“.
Auch der grüne Bildungssprecher Harald Walser findet „diese Vorgangsweise völlig unverständlich. Jugendliche Flüchtlinge brauchen umgehend ein Bildungsangebot, sie brauchen ein Angebot, um Deutsch erlernen zu können und den Austausch mit gleichaltrigen Jugendlichen aus Österreich. Nicht schulpflichtigen Flüchtlingen kein Bildungsangebot zur Verfügung zu stellen ist definitiv kein lösungsorientierter Ansatz.“
Fortbildungsangebote der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg WS 2015/16
INFO PHV: Schulen und Kindergärten nehmen ab Herbst 2015 eine große Zahl von begleiteten und unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen im Kindes- und Jugendalter auf. Sie können dabei auf jahrelange Erfahrung zurückgreifen. Um PädagogInnen dennoch rasche und effiziente Unterstützung zu bieten, wurden von Schul- und Kindergartenaufsicht, Landes-schulrat und Land Vorarlberg, Pädagogischer Hochschule und Einrichtungen der Flüchtlingsbetreuung folgende Maßnahmen gesetzt:
1. Erste Ansprechpersonen für Schulen bzw. Kindergärten sind die jeweiligen InspektorInnen.
2. Eine Internet-Plattform, die in Erarbeitung ist.
3. Die PH Vorarlberg gestaltet für das WS 2015/16 ein maßgeschneidertes Fortbildungsprogramm, über das Schulen und Kindergärten laufend informiert werden.
Im WS 2015/16 bietet die PHV zum regulären Fortbildungsprogramm Seminare aus folgenden Bereichen an:
- Grundlagenwissen über Flucht und Asyl
- Angemessene Begegnung mit geflüchteten Menschen
- Konkrete Unterstützung beim Lernen in Schule bzw. Kindergarten
Information und Organisation PHV, Martin Huchler, BEd, MEd, 05522/31199-305
Zum Start findet für LehrerInnen und KindergartenpädagogInnen folgende Veranstaltung statt:
Anmeldung zum Vortrag
am Montag, 05. Oktober 2015
um 20:00 Uhr
in Dornbirn,
Chinarestaurant Kaiser, Riedgasse. 33
Gelungen gestartet? / Flüchtlinge: Herzlich willkommen! / Richtig besoldet? / Schulungsaktivitäten / vlikraft neu / Gemeinsam in der Schule / Aktivitäten/Termine / ÖLI-Tagung / Allfälliges
Presseaussendung der Unabhängigen Bildungsgewerkschaf ( UBG) und der Vorarlberger LehrerInnen Initatve ( VLI )
Das läuft im Ländle:
Zukunftsfonds – wo bleibt das Geld für Bildung?
Scharfe Kritik übt der Vorarlberger Rechnungshof am Umgang des Landes mit dem Zukunftsfonds – klar ausgedrückt: die Mittel wurden zweckentfremdet eingesetzt. Die Gründungsidee, das Geld für Bildung und Innovative Projekte zu verwenden, wurde nicht umgesetzt. Es wurde zum Großteil für Wirtschafsförderung ausgegeben und vom Land zur Ausgabenbedeckung verwendet. Und zwar so, dass das ursprüngliche Vermögen von 74 auf 45 Mio. € geschrumpft ist.
Besonders pikant dabei ist ein vom RH aufgezeigtes Detail: die Hypobank, bei der der Zukunftsfonds veranlagt ist, hat zu wenig Zinsen bezahlt. Durch fehlende Kontrolle ist das dem Land gar nicht aufgefallen und erst von den Prüfern des RH aufgezeigt worden. Obwohl der Anspruch schon verjährt war, hat die Bank den Fehlbetrag von 43.000 Euro inzwischen anstandslos nachgezahlt.
> zur Presseaussendung der VLI und UBG
> Siehe auch:
- vol.at "RH Vorarlberg fordert Klarheit in der Ausrichtung des Zukunftsfonds"
- VN "Zukunftsfonds - aber für was?"
- vorarlberg.orf.at "RH kritisiert Ausrichtung des Zukunftsfonds"
Der BMHS-Gewerkschaftsvorsitzende, HR MMag. Jürgen Rainer, wählt für seinen Leitartikel in der diese Woche auf Papier (elektronisch gibt's das nicht) gekommenen BMHS-Gewerkschaftszeitung "Weg in die Wirtschaft" nicht etwa die Flüchtlinge an unseren Schulen oder das durch die Regierungssparvorgaben zu erwartende Bildungssparpaket, sondern: FINNLAND REFORMIERT SEIN "ERFOLGSMODELL".
Ich hab das in google eingegeben - und gefunden, wo er abgeschrieben hat: welt.de „Finnlands Pisa-Wunder entpuppt sich als Irrtum“ oder n24.de „Finnlands Pisa-Wunder - ein Trugschluss“.
Als Download (unten) der Vergleich:
Linke Spalte J. Rainer, rechte Spalte Thomas Sebastian Vitzthum im obigen welt.de-Link am 7.7.2015. Bloß Rainers letzter Absatz stammt nicht aus welt.de, dafür aber zum Teil aus dem letzten Absatz von schuelerbegehren.at.
Die halbe Wahrheit macht noch nicht die ganze Weisheit!
Eine Replik auf J. Rainers Leitartikel in Weg in die Wirtschaft. Ja, jetzt hammas vom Vorsitzenden selbst bestätigt. Ganz Europa ist der Mär vom finnischen Bildungserfolg aufgesessen. Das war ja wohl klar. Nicht das finnische Gesamtschulsystem ist verantwortlich für die PISA-Erfolge, die im Übrigen noch weit über dem der österreichischen liegen. "Die Wahrheit ist, dass dieses System erst in den 90er-Jahren eingeführt wurde. Bis dahin war der Frontalunterricht mit einer starken autoritären Stellung des Lehrers maßgebliches Prinzip.", so J. Rainer in seinem Leitartikel und er textet weiter: "Bekanntlich gehen Bildungsforscher davon aus, dass es mindestens zehn bis 15 Jahre dauert, bis Veränderungen sichtbar werden." (Beide Zitate aus dem Leitartikel von Weg in die Wirtschaft, Nr. 4/2015) Doch das ist nur, wenn überhaupt die halbe Wahrheit. Liest man bei wikipedia nach, dann klingt das doch ganz anders. Ja, in den 90er Jahren (1994) wurde ein neuer Lehrplan eingeführt. Damit wurde die "Verantwortlichkeit der Kommunen und Schulen gestärkt. Gleichzeitig wurde die schulische Evaluation eingeführt und die Schule für die Informationsgesellschaft geöffnet." Also kein Wort von Gesamtschule.>>> weiter lesen
Immer öfter lassen sich in der letzten Zeit hohe fcg-Funktionäre von Berichten und Kommentaren in deutschen Zeitungen zu eigenen Kommentaren inspirieren. Zuletzt der Vorsitzende der GÖD AHS, Herr Quin, in seinem unerträglich zynischen und ignoranten Kommentar „Flüchtlinge: Willkommen in Österreich! ". Ein Kommentar von Michael Martens in der FAZ vom 14.09.15 "Es gilt das Grundgesetz", muss für ihn so stark „anregend“ gewesen sein, dass er einen eigenen Kommentar dazu verfassen musste. Dass er dabei „vergaß“ wörtlich übernommene Teile zu kennzeich- nen, könnte mit dem außergewöhnlichen „Anregungszustand“ und der Vorfreude auf die lobenden Worte und das anerkennende Schulterklopfen seiner ÖVP-Freund/innen erklärbar sein.
Komplett aus dem Häuschen war Herr Quin, als sein Kommentar im derstandard.at erschien. Im FB (-> Bild links) zeigt er sich darüber „erheitert“ dass ihm vorgeworfen wird, sein Kommentar „wäre an Zynismus nicht zu überbieten, widerspräche allen Prinzipien einer sinnvollen Integration, enthielte eine pauschale Kriminalisierung und falsche Unterstellungen gegenüber Flüchtlingen und wäre ein klares Zeichen rechter Ideologie.“ Stolz weist er darauf hin, dass sein Kommentar im DerStandard veröffentlicht wurde.
Die Erheiterung dauerte nur einen Tag, so lange, bis sein Text wegen zu dreistem "copy&paste" aus derstandard.at gelöscht wurde..... (-> Bild oben)
* Siehe dazu auch: kress.de "Kommentar der Anderen" zu wörtlich genommen:
Ganze Absätze aus "FAS"-Essay von Michael Martens im "Standard"
* Siehe auch den Beitrag weiter unten
Blick.ch 24.09.15 Laut einer Schweizer Studie haben Kiffer eine bessere soziale Ader. Kiffer treiben eher Sport. Kiffer sind beliebter bei ihren Mitschülern. Und vor allem: Die Kiffer sind mit weniger Aufwand gleich gut in der Schule ...
Schlechter schneiden in der Studie hingegen Schüler ab, die neben dem Kiffen auch noch rauchen. Sie konsumieren mehr Cannabis und auch mehr Alkohol. Jugendliche, die «nur» kiffen, rauchen ihren ersten Joint zudem später. Meistens erst nach dem 15. Geburtstag.In der Schweiz und anderen europäischen Ländern kiffen immer mehr Jugendliche. Im Gegensatz etwa zu den USA.
Aber es gibt auch Experten, die davor warnen. Experten hin, Experten her – wir kennen dieses Spiel zur Genüge aus der Bildungspolitik. Vielleicht sollten sie es öfter mit Kiffen versuchen ….
Offener Brief eines parteiunabhängigen Gewerkschafters auf den sehr persönlichen Kommentar des Vorsitzenden der AHS-Gewerkschaft in der GÖD*, der weder für die österreichischen Lehrer*innen noch für Gewerkschafter*innen repräsentativ ist.
von Reinhart Sellner
Lieber Eckehard Quin,
Zynismus ist deine Sache nicht, eher Ignoranz. Du schreibts deine Wahrheit, "mit aller Härte" und der dir eigenen Überheblichkeit, und weil es deine Wahrheit ist, kommt sie im Majestätsplural daher, der keine Widerred zulassen will. Aber Flüchtlinge sind keine Urlauber*innen, die es geschafft haben, sie kommen nicht freiwillig. In Syrien herrscht Krieg, wird Krieg geschürt, Regional- und Großmachtpolitik. Kein Menschenrecht auf Leben gibt es derzeit in Syrien, sondern über 10.000 Kriegstote, Monat für Monat. In den überfüllten Flüchtlingslagern außerhalb Syriens fehlt es der UN-Flüchtlingshilfe an überlebens-notwendigen Hilfs-mitteln und Hilfsgeldern, weil Beiträge von reichen Ländern austeritäts-politisch gekürzt oder - Beispiel Österreich - nicht rechtzeitig ausgezahlt werden (während gleichzeitig Bankenpakete problemlos bedient werden).
Das Menschenrecht auf ein menschenwürdiges Leben haben die Flüchtlinge in ihren Heimatländern nicht, in den Flüchtlingslagern ist immer weniger möglich.
Wer sich "unseren"/deinen Regeln und "unseren" restriktiven Asylgesetzen nicht beugen will, der soll möglichst rasch unsere schöne Heimat verlassen müssen. Österreich ist nicht nur, aber auch dank "unserer" Gesetze und Überzeugungen ein friedliches und wohlhabendes Land für die Menschen, die schon lange hier leben, und für die Menschen, die hier eine neue Heimat finden, weil sie sich "unseren" Regeln beugen. Aber für Menschen, die "unsere" Gesetze und deine Überzeugung nicht teilten, für diese Menschen würde es, wenn´s nach dir, nach anderen ÖVP- Politiker*innen und nach der FPÖ gehen sollte, heißen: keine Toleranz - mit voller Härte.
Solidarität mit den Flüchtlingen und ihren Helfer*innen in Österreich - den Freiwilligen, den Polizist*innen, Lehrer*innen, Sozialarbeiter*innen, Ärzt*innen, Krankenpflegere*innen, Bundesbahner*innen, Journalist*innen, Kolleg*innen in den Gewerkschaften des ÖGB, auch allen Politiker*innen, die keine fremdenfeindliche Wahlkämpfe schüren, sondern für die notwendige Verbesserung gesetzlicher und finanzieller Rahmenbedingungen arbeiten!
Solidarität mit einer gemeinsamen Friedenspolitik der Vereinten Nationen, die macht- und wirtschaftspolitische Alleingänge ablösen und eine gemeinsame UN-Friedenspolitik wieder-gewinnen kann, ohne die es keine lebens- werte Zukunft gibt, für niemanden! (vgl. Kommentar der anderen , 21. September 2015, Jeffrey Sachs, Earth Institute Columbia University - Syien-Lösung kann nur der UNO gelingen)
Reinhart Sellner,
Vertreter der Unabhängigen Gewerkschafter*innen im Vorstand der GÖD und in der AHS-Gewerkschaft
ps: Wenn du meinst, dein Kommentar widerspräche nicht den Prinzipien einer sinnvollen Integration, enthielte nicht eine pauschale Kriminalisierung und falsche Unterstellungen gegenüber Flüchtlingen, weil der Standard ihn heute abgedruckt hat, dann ignorierst du die Tatsache, dass die im Standard unter "Kommentar der anderen" geäußerte Meinung der Kommentator*innen , nicht die der Redaktion ist.
*Der Kommentar von E. Quin ist auf derstandard.at nicht mehr abrufbar, „da der angeforderte Inhalt nicht länger bereitgestellt wird und dauerhaft entfernt wurde“. Eine Kopie steht unter diesem Link zum Download zur Verfügung.
